AT117667B - Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation.

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  Verfahren zur   Gewinnung   von metallischem Quecksilber aus quecksilberhaltigem
Aufbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. 



   Die Erfindung hat ein Verfahren zur Quecksilberabscheidung aus quecksilberhaltigem Rohmaterial zum Gegenstand. Nach der Erfindung werden quecksilberhaltige Erze im   ursprünglichen   Zustande ohne vorhergehende   metallurgische   Behandlung zur Gewinnung des Quecksilbers durch Destillation verarbeitet. 



   Metallisches Quecksilber wird selten gediegen gefunden. Gewöhnlich ist es als HgS an Schwefel gebunden und der überwiegende Teil des auf den Markt kommenden Quecksilbers wird aus schwefelhaltigen Verbindungen gewonnen. Nach dem gegenwärtigen Stande der Technik werden solche Erze mit   Luftüberschuss   erhitzt, um den Schwefel zu entfernen und das Quecksilber zu verdampfen. Die Dauer der Erhitzung hängt von der Ofenart, der Qualität des Erzes und dem benutzten Brennstoff ab. 



  Verschiedene Ofentypen sind zur Anwendung gelangt ; es sind sowohl Kammer-als auch rotierende Schachtöfen gebräuchlich. In allen diesen Ofenarten aber sind die   Queeksilberdämpfe   mit grossen Mengen von Verbrennungsgasen vermischt und es sind grosse Anlagen nicht nur für die Erzaufbereitung, sondern auch für die Abkühlung der Gase und zur Quecksilberkondensation notwendig. 



   Nach der Erfindung wird ein   quecksilberhaltiges   Rohmaterial, z. B. Erze oder Konzentrate, im ursprünglichen Zustand ziemlich weitgehend zerkleinert und ohne jegliche metallurgische Vorbehandlung der Hitze einer schmalen, rasch fortschreitenden Verbrennungszone, deren Temperatur über der Siedetemperatur des Quecksilbers liegt, durch eine verhältnismässig kurze Zeit ausgesetzt, so dass das Quecksilber bei einem Mindestverbrauch an Brennstoffen und an Verbrennungsgasen aus dem Rohmaterial abgedampft wird.

   Bei dem Verfahren nach der Erfindung schreitet die Verbrennungszone in Form einer horizontalen Ebene durch die aufeinanderfolgenden Schichten fort, ohne dass hiebei ein Schmelzen der   Erzstileke   oder ein Zusammenbacken oder Zusammenballen der Erzmasse in nennenswertem Umfange eintreten würde, so dass die einzelnen Erzstücke der gesamten Beschickung am Ende der Behandlung praktisch noch unzusammenhängend sind. 



   Bei Ausführung des Verfahrens wird das quecksilberhaltige Rohmaterial, wie z. B. Quecksilbererz im   Rohzustand,   ohne metallurgische Vorbehandlung auf ziemlich kleine Korngrösse gebracht, so dass es z. B. durch ein Sieb von 11/4 cm oder noch geringerer   Masehenweite   hindurchgeht. Dann wird eine genügende Brennstoffmenge dem zerkleinerten Erz beigemischt, um ein rasches Abbrennen zu ermöglichen. Man wird vorteilhaft feste Brennstoffe verwenden, wie z. B. Kleinkohle oder selbst Braunkohle, da man sehr wohl auch mit einem geringwertigen Brennmaterial die gewünschte Temperatur erreicht. Jedoch kann die notwendige Wärme auch durch Verbrennung eines flüssigen Brennstoffes, wie z. B. durch Rohöl, erhalten werden, wenn dies wirtschaftliche Vorteile bietet.

   Wird ein fester Brennstoff verwendet, so ist es   zweckmässig,   das Gemenge anzufeuchten, um die Masse ein wenig zusammenzuhalten und um die Verbrennungsgase abzukühlen. Die Erzbrennstoffmischung wird in einer Schicht von solcher Stärke ausgebreitet, dass eine rasche Verbrennung ohne Schmelzen oder Sintern der Beschickung erfolgt. Dann wird die Oberfläche der Beschickung in irgendeiner geeigneten Weise zum Brennen gebracht, die Be-   chickunl5   der Einwirkung eines Luftstromes solcher Stärke ausgesetzt, dass eine niedere, zusammenhängend und im Wesen horizontal verlaufende Verbrennungszone erzielt wird, die durch die Beschickung mit grösserer oder geringerer Geschwindigkeit nach unten fortschreitet.

   Die Temperatur der Verbrennungszone   muss     3570 C,   den Siedepunkt des Quecksilbers,   überschreiten   und wird vorteilhaft etwas unterhalb der Schmelztemperatur des Erzes gehalten. So wurde beispielsweise gefunden, dass eine Temperatur von   600-7000 C genügt,   um ein rasches Fortschreiten der Verbrennungszone und ein vollständiges 

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 Austreiben des im Erz enthaltenen Quecksilbers zu erzielen. Enthält das Erz grössere   Sehwefelmengen,   so kann die Brennstoffmenge entsprechend verringert werden, da der Schwefel zufolge des grossen Sauer-   stoffüberschusses   der zugeführten Luft leicht verbrennt und als   Schwefeldioxyd   entweicht. 



   Das Anzünden des Brennstoffes an der Oberfläche der Beschickung erfolgt z. B. durch einen Ölbrenner in beliebiger Weise, und ein Luftstrom wird durch die Beschickung mittels Ventilators oder Kompressors geleitet. Der Luftstrom wird in solcher Stärke und mit solcher Geschwindigkeit durch die Beschickung durchgeleitet, als zur Erzeugung einer begrenzten Verbrennungszone von ziemlich hoher Temperatur notwendig ist, welche dann rasch durch die Beschickung fortschreitet und dabei das Quecksilber ohne grösseres Sintern des Erzes verdampft. Dabei wird zweckmässig die Temperatur stets unter dem Schmelzpunkt des verwendeten Erzes gehalten, da auf diese Weise Brennstoff gespart wird und die Gase mit niedrigerer Temperatur austreten. Ausserdem findet weder Schmelzen noch Sintern der Beschickung statt.

   Das Verfahren nach der Erfindung ist jedoch von der Weiterbehandlung des Rohmaterials oder dessen Zustand nach Entfernung des Quecksilbers nicht abhängig. Die Verbrennungzone schreitet durch die Beschickung mit ziemlich hoher Geschwindigkeit fort. So kann z. B. eine Schichte von Quecksilbererz und Kleinkohle von beispielsweise 20 cm Stärke bei praktisch vollständigem Abdampfen des Quecksilbers in 14 Minuten durchgebrannt sein. Bei einer solchen Geschwindigkeit tritt nur eine beschränkte Oberflächenerweichung der Erzstücke ohne Zusammenbacken derselben ein, wenn auch dabei die Höchsttemperatur in der Verbrennungszone die Schmelztemperatur des Erzes erreicht oder übersteigt, da die Temperatur der Beschickung ausserhalb der Verbrennungszone bedeutend niedriger ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von metallischem Quecksilber aus quecksilberhaltigem Aufbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation, bei welchem das mit Brennmaterial innig gemischte Erz in einer luftdurchlässigen Schichte ausgebreitet und dann das Brennmaterial entzündet und seine Verbrennung durch einen durch die Schichte durchgeblasenen Luftstrom herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzteilchen auf eine Temperatur erhitzt werden, bei der das Quecksilber abdestilliert, die aber unterhalb der Sintertemperatur der Erzteilchen liegt.
AT117667D 1927-06-10 1927-06-10 Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. AT117667B (de)

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