AT117667B - Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation.Info
- Publication number
- AT117667B AT117667B AT117667DA AT117667B AT 117667 B AT117667 B AT 117667B AT 117667D A AT117667D A AT 117667DA AT 117667 B AT117667 B AT 117667B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- mercury
- ore
- distillation
- condensation
- extraction
- Prior art date
Links
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 26
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 title claims description 22
- 238000009833 condensation Methods 0.000 title claims description 4
- 230000005494 condensation Effects 0.000 title claims description 4
- 238000004821 distillation Methods 0.000 title claims description 4
- 229940008718 metallic mercury Drugs 0.000 title claims description 4
- 238000000605 extraction Methods 0.000 title claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 6
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 title description 2
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 11
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 10
- 238000005245 sintering Methods 0.000 claims description 4
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 6
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 6
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical group [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 5
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 5
- 239000000567 combustion gas Substances 0.000 description 3
- RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N Sulphur dioxide Chemical compound O=S=O RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 2
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 239000004449 solid propellant Substances 0.000 description 2
- BQCADISMDOOEFD-UHFFFAOYSA-N Silver Chemical compound [Ag] BQCADISMDOOEFD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005054 agglomeration Methods 0.000 description 1
- 230000002776 aggregation Effects 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 239000010779 crude oil Substances 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000003077 lignite Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 230000002250 progressing effect Effects 0.000 description 1
- 229910052709 silver Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004332 silver Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gewinnung von metallischem Quecksilber aus quecksilberhaltigem Aufbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. Die Erfindung hat ein Verfahren zur Quecksilberabscheidung aus quecksilberhaltigem Rohmaterial zum Gegenstand. Nach der Erfindung werden quecksilberhaltige Erze im ursprünglichen Zustande ohne vorhergehende metallurgische Behandlung zur Gewinnung des Quecksilbers durch Destillation verarbeitet. Metallisches Quecksilber wird selten gediegen gefunden. Gewöhnlich ist es als HgS an Schwefel gebunden und der überwiegende Teil des auf den Markt kommenden Quecksilbers wird aus schwefelhaltigen Verbindungen gewonnen. Nach dem gegenwärtigen Stande der Technik werden solche Erze mit Luftüberschuss erhitzt, um den Schwefel zu entfernen und das Quecksilber zu verdampfen. Die Dauer der Erhitzung hängt von der Ofenart, der Qualität des Erzes und dem benutzten Brennstoff ab. Verschiedene Ofentypen sind zur Anwendung gelangt ; es sind sowohl Kammer-als auch rotierende Schachtöfen gebräuchlich. In allen diesen Ofenarten aber sind die Queeksilberdämpfe mit grossen Mengen von Verbrennungsgasen vermischt und es sind grosse Anlagen nicht nur für die Erzaufbereitung, sondern auch für die Abkühlung der Gase und zur Quecksilberkondensation notwendig. Nach der Erfindung wird ein quecksilberhaltiges Rohmaterial, z. B. Erze oder Konzentrate, im ursprünglichen Zustand ziemlich weitgehend zerkleinert und ohne jegliche metallurgische Vorbehandlung der Hitze einer schmalen, rasch fortschreitenden Verbrennungszone, deren Temperatur über der Siedetemperatur des Quecksilbers liegt, durch eine verhältnismässig kurze Zeit ausgesetzt, so dass das Quecksilber bei einem Mindestverbrauch an Brennstoffen und an Verbrennungsgasen aus dem Rohmaterial abgedampft wird. Bei dem Verfahren nach der Erfindung schreitet die Verbrennungszone in Form einer horizontalen Ebene durch die aufeinanderfolgenden Schichten fort, ohne dass hiebei ein Schmelzen der Erzstileke oder ein Zusammenbacken oder Zusammenballen der Erzmasse in nennenswertem Umfange eintreten würde, so dass die einzelnen Erzstücke der gesamten Beschickung am Ende der Behandlung praktisch noch unzusammenhängend sind. Bei Ausführung des Verfahrens wird das quecksilberhaltige Rohmaterial, wie z. B. Quecksilbererz im Rohzustand, ohne metallurgische Vorbehandlung auf ziemlich kleine Korngrösse gebracht, so dass es z. B. durch ein Sieb von 11/4 cm oder noch geringerer Masehenweite hindurchgeht. Dann wird eine genügende Brennstoffmenge dem zerkleinerten Erz beigemischt, um ein rasches Abbrennen zu ermöglichen. Man wird vorteilhaft feste Brennstoffe verwenden, wie z. B. Kleinkohle oder selbst Braunkohle, da man sehr wohl auch mit einem geringwertigen Brennmaterial die gewünschte Temperatur erreicht. Jedoch kann die notwendige Wärme auch durch Verbrennung eines flüssigen Brennstoffes, wie z. B. durch Rohöl, erhalten werden, wenn dies wirtschaftliche Vorteile bietet. Wird ein fester Brennstoff verwendet, so ist es zweckmässig, das Gemenge anzufeuchten, um die Masse ein wenig zusammenzuhalten und um die Verbrennungsgase abzukühlen. Die Erzbrennstoffmischung wird in einer Schicht von solcher Stärke ausgebreitet, dass eine rasche Verbrennung ohne Schmelzen oder Sintern der Beschickung erfolgt. Dann wird die Oberfläche der Beschickung in irgendeiner geeigneten Weise zum Brennen gebracht, die Be- chickunl5 der Einwirkung eines Luftstromes solcher Stärke ausgesetzt, dass eine niedere, zusammenhängend und im Wesen horizontal verlaufende Verbrennungszone erzielt wird, die durch die Beschickung mit grösserer oder geringerer Geschwindigkeit nach unten fortschreitet. Die Temperatur der Verbrennungszone muss 3570 C, den Siedepunkt des Quecksilbers, überschreiten und wird vorteilhaft etwas unterhalb der Schmelztemperatur des Erzes gehalten. So wurde beispielsweise gefunden, dass eine Temperatur von 600-7000 C genügt, um ein rasches Fortschreiten der Verbrennungszone und ein vollständiges <Desc/Clms Page number 2> Austreiben des im Erz enthaltenen Quecksilbers zu erzielen. Enthält das Erz grössere Sehwefelmengen, so kann die Brennstoffmenge entsprechend verringert werden, da der Schwefel zufolge des grossen Sauer- stoffüberschusses der zugeführten Luft leicht verbrennt und als Schwefeldioxyd entweicht. Das Anzünden des Brennstoffes an der Oberfläche der Beschickung erfolgt z. B. durch einen Ölbrenner in beliebiger Weise, und ein Luftstrom wird durch die Beschickung mittels Ventilators oder Kompressors geleitet. Der Luftstrom wird in solcher Stärke und mit solcher Geschwindigkeit durch die Beschickung durchgeleitet, als zur Erzeugung einer begrenzten Verbrennungszone von ziemlich hoher Temperatur notwendig ist, welche dann rasch durch die Beschickung fortschreitet und dabei das Quecksilber ohne grösseres Sintern des Erzes verdampft. Dabei wird zweckmässig die Temperatur stets unter dem Schmelzpunkt des verwendeten Erzes gehalten, da auf diese Weise Brennstoff gespart wird und die Gase mit niedrigerer Temperatur austreten. Ausserdem findet weder Schmelzen noch Sintern der Beschickung statt. Das Verfahren nach der Erfindung ist jedoch von der Weiterbehandlung des Rohmaterials oder dessen Zustand nach Entfernung des Quecksilbers nicht abhängig. Die Verbrennungzone schreitet durch die Beschickung mit ziemlich hoher Geschwindigkeit fort. So kann z. B. eine Schichte von Quecksilbererz und Kleinkohle von beispielsweise 20 cm Stärke bei praktisch vollständigem Abdampfen des Quecksilbers in 14 Minuten durchgebrannt sein. Bei einer solchen Geschwindigkeit tritt nur eine beschränkte Oberflächenerweichung der Erzstücke ohne Zusammenbacken derselben ein, wenn auch dabei die Höchsttemperatur in der Verbrennungszone die Schmelztemperatur des Erzes erreicht oder übersteigt, da die Temperatur der Beschickung ausserhalb der Verbrennungszone bedeutend niedriger ist.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von metallischem Quecksilber aus quecksilberhaltigem Aufbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation, bei welchem das mit Brennmaterial innig gemischte Erz in einer luftdurchlässigen Schichte ausgebreitet und dann das Brennmaterial entzündet und seine Verbrennung durch einen durch die Schichte durchgeblasenen Luftstrom herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzteilchen auf eine Temperatur erhitzt werden, bei der das Quecksilber abdestilliert, die aber unterhalb der Sintertemperatur der Erzteilchen liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT117667T | 1927-06-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT117667B true AT117667B (de) | 1930-05-10 |
Family
ID=3630560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT117667D AT117667B (de) | 1927-06-10 | 1927-06-10 | Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT117667B (de) |
-
1927
- 1927-06-10 AT AT117667D patent/AT117667B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3045743A1 (de) | Verfahren zum trocknen von organischen feststoffen, insbesondere braunkohlen | |
| AT117667B (de) | Verfahren zur Gewinnung von metallischen Quecksilber aus quecksilberhaltigem Anfbereitungsmaterial durch Destillation und Kondensation. | |
| AT117438B (de) | Verfahren zur Herstellung und Sammlung von an kondensierten Schwefel-Sauerstoff-Verbindungen u. dgl. freiem Zinkoxyd. | |
| DE575856C (de) | Verfahren zum Verkoken, Verschwelen und Stueckigmachen von Brennstoffen | |
| DE575586C (de) | Verfahren zur Herstellung von Erzkoks | |
| DE1035040B (de) | Verfahren zum Brennen oder Brennen und Sintern auf Sinterrosten | |
| AT102519B (de) | Verfahren zum Abrösten von nichtsulfidischen Erzen, namentlich Eisenspat od. dgl. | |
| AT115232B (de) | Verfahren zur ununterbrochenen Verkohlung von Holz und anderen cellulose- und ligninhaltigen Stoffen. | |
| DE686454C (de) | Zinkerzen oder zinkhaltigem Gut | |
| DE918118C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verhuetten von Erzen oder metallischen Stoffen | |
| AT118819B (de) | Verfahren zum Rösten und Reduzieren von staubförmigen Erzen. | |
| DE470928C (de) | Verfahren zur Erzeugung wasserbestaendiger Brikette aus vorgetrockneten Brennstoffen durch Behandlung mit heissen Schwelgasen | |
| DE373571C (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung von Zement aus minderwertigem kohlenstoffhaltigen Rohgut, wie bituminoesem Schiefer | |
| DE352240C (de) | Verfahren zur Abscheidung schaedlicher oder stoerender Bestandteile von Gasen | |
| AT34906B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlen- und Koksabfällen. | |
| DE112005003101T5 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Halbkoks-Stücken | |
| DE518906C (de) | Verfahren zur Verarbeitung der silikathaltigen feinen Bestandteile von Haus- und gewerblichem Muell | |
| DE542973C (de) | Verfahren zur Behandlung der kohlehaltigen Rueckstaende von Verfluechtigungsverfahren in Drehrohroefen | |
| DE930738C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines kieselsaeurearmen oder -freien Magnesits | |
| AT92798B (de) | Verfahren zur Herstellung von Briketts. | |
| DE602463C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus sulfidischen Erzen | |
| AT97111B (de) | Verfahren zum Reduzieren von Eisenerzen. | |
| DE530731C (de) | Verfahren und Ofen zur Herstellung von Zinkoxyd aus metallischem Zink | |
| DE531478C (de) | Verfahren zur Herstellung von Strontiumoxyd | |
| DE668138C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Salzsaeure und Metalloxyden aus Chloriden |