AT117594B - Verfahren und Maschine zum Filzen von Hutfachen. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Filzen von Hutfachen.

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AT117594B
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Description


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  Verfahren und Maschine zum Filzen von Hutfachen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Filzen von Hutfaehen, insbesondere zum Anfilzen und Vorfilzen von Haar, Kammzug, Kämmlinge oder andern Faserstoffen sowie von
Gemischen solcher Faserstoffe. Es ist bekannt, Faserstoffe der verschiedensten Art auf einem sogenannten
Fachkonus durch Luftfaehung niederzuschlagen, wobei sie ein mehr oder weniger lockeres Gefüge annehmen. 



  Diese mehr oder weniger lockere, auf dem Konus sitzende Fasermasse bietet bei der Weiterverarbeitung gewisse Schwierigkeiten, insofern, als sie äusserst leicht einer ungewollten   Form Veränderung   unterworfen ist, so dass sie beispielsweise beim Transport leicht beschädigt oder zerstört wird. 



   Gemäss der Erfindung sollen derartige Fache einem Anfilzen oder Vorfilzen unterworfen werden, wodurch sie in einen Zustand versetzt werden, der einen leichten und sicheren Transport gewährleistet, so dass die weitere Verarbeitung in gewünschter Weise vorgenommen werden kann. Gegebenenfalls kann das   Vor- oder Anfilzen gemäss   der Erfindung bis zum Fertigfilzen fortgesetzt werden. 



   Gemäss der Erfindung geschieht das Filzen dadurch, dass die ausschliesslich durch Luftfachung hergestellten Fache der Einwirkung zweier, eine gegenseitige relative Drehbewegung ausführenden konischen Flächen ausgesetzt werden. Ein solches Filzverfahren ist an sich bekannt, ist aber bisher noch nicht auf Fache angewendet worden, die ausschliesslich durch   Luftfaehung   hergestellt sind, sondern auf solche, bei denen zunächst ein Fach durch Wickeln hergestellt und dann auf dieses Fach Haare durch Luftfachung niedergeschlagen oder ein zweites getrennt durch Luftfaehung hergestelltes Fach aufgesetzt und mit dem durch Wickeln hergestellten Fach gemeinsam weiter verarbeitet wurde. Dabei hat man es ausserdem für nötig gehalten, den Haarkörper durch umgeschlagen nasse Tücher zu schützen. 



   Es war nicht vorauszusehen, dass sieh derartige entgegengesetzte Drehbewegungen ausführende konische   Flächen auf lediglich durch Luftfaehung   hergestellte Fache würden zur Einwirkung bringen lassen, ohne dieses sehr empfindliche Material zu beschädigen. Ebenso erschien es nicht angängig, derartige Fache ohne die Unterlage eines gewickelten Faches in nasse Tücher einzuschlagen, ohne sie zu beschädigen. 



   Die Erfindung beruht nun darauf, dass die Behandlung solcher lediglich durch Luftfachung hergestellten Fache mittels der   erwähnten konischen Flächen möglich   wird, wenn man das Fach vor dem Aufsetzen des äusseren Konus einer Verdichtung durch inneren Unterdruck unterwirft und diesen Unterdruck aufrechterhält, bis der äussere Konus aufsitzt. Hiedurch wird die Dicke des Fachs geringer und seine Widerstandsfähigkeit gegen   Form Veränderungen grosser.   Da der das Fach tragende Konus in üblicher Weise durchlocht ist, wirkt die Luftverdünnung auf das den Konus von aussen umgebende Fach. 



  Statt eine Luftverdünnung im Innern des Konus anzuwenden, kann man natürlich ebensogut einen erhöhten Druck, z. B. mittels Pressluft, auf die Aussenseite des Fachs ausüben. 



   Der aufzusetzende Konus kann aus einem einheitlichen Hohlkörper bestehen, der zweckmässig ebenso wie er untere oder innere gelocht ist, um das vielfach erforderliche Dämpfen usw. zu ermöglichen oder zu erleichtern. Der aufzusetzende Konus kann aber auch geteilt sein, so dass die Teilstücke auf den unteren Konus mittels einer geeigneten Schwingbewegung aufgebracht werden. 



   Man hat es in der Hand, das An-oder Vorfilzen so weit zu treiben, wie es der Einzelfall erfordert. 



  In der Regel wird man mindestens so weit damit gehen, dass ein bequemes Abnehmen des behandelten Fachs vom Konus und sein sicherer Transport gewährleistet ist. 



   Man kann zur Ausführung der Erfindung Konusse beliebiger Art verwenden, beispielsweise blanke Konusse, d. h. solche, die auf den   Arbeitsflächen   die blanke Metallfläche, vorzugsweise Kupferfläche, 

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 weise und schematisch dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine, teilweise im. Schnitt. 



  Fig. 2 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt. Fig. 3 ist eine Draufsicht. a ist der Arbeitstisch, der in dem gewählten Beispiel zur Aufnahme von zwei die Fache tragenden Konussen   b     b1 eingerichtet   ist. Von diesen Fachkonussen können auch mehrere vorgesehen sein ; 
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 je zwei an dem Konus sitzende   Nasen d, d1in   Nuten der Kränze eingreifen. Die Kränze ruhen in Ausnehmungen von auf kastenartigen Gehäusen e,   cl angebrachten Deckelplatten f, fund werden   von aufrechtstehenden Wellen g,   gl   getragen, die in Fusslagern   h,   h1 des Arbeitstisches ruhen. 



   Von den genannten Deekelplatten f, fl ragen je zwei aufrechte   Führungsstangen empor,   die 
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 sowie durch Bohrungen eines Tragarmes   e   hindurchgehen, der von einer auf dem Tisch stehenden Säule getragen wird. An Bunden, die an den Stangen p,   p1   befestigt sind, greifen die unteren Enden von zwei Ketten n,   n1     an.   die über   Führungsrollen   des Tragarmes qu hinweggehen und an ihren andern Enden mit Gewichten o, 01 versehen sind, die das Gewicht des oberen Konus ausbalancieren, wodurch dessen Aufund Abbewegung erleichtert wird. 



   In dem Tisch ist die Antriebswelle   l'in   geeigneter Weise gelagert, die. wie aus Fig. 3 hervorgeht, ihren Antrieb mittels einer Riemenscheibe und eines Riemens von einer nicht dargestellten Kraftquelle 
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 greifen an auf den aufrechtstehenden Wellen g, go befestigten Armen u,   u1   an, derart, dass bei der Drehung der Welle r den Armen u,   u1   geringe Schwingbewegungen erteilt werden, die mittels der erwähnten Kränze e, cl auf die unteren Fachkonusse b,   b1   übertragen werden. 



   An Ausnehmungen der kastenartigen Gehäuse e, cl schliessen die Enden von in geeigneter Weise mit einem Exhaustor verbundenen Leitungen   v, v1 an,   die mit Drosselklappen ausgestattet sind, von denen die eine,   ,   in Fig. 2 ersichtlich ist. Die Drosselklappen können mittels Gestänges durch mit Handgriff versehene   Stangen a ;,   verstellt werden. Zur Zuleitung von Dampf oder heissem Wasser zu den auf den Fachkonussen sitzenden Fachen dienen Dampfleitungen y,   yt,   die in geeigneter Weise mit Ventilen versehen sind und deren annähernd in der Ebene der Kränze   c,   cl liegende Enden zu mit Austrittsöffnungen versehenen Ringen z,      gebogen sind. 



   Arbeitsweise. Das Verfahren wird unter Benutzung der vorbeschriebenen Maschine wie folgt ausgeführt, wobei der Einfachheit halber nur die eine Einheit betrachtet werden soll. 



   Ein Konus b mit dem darauf sitzenden Fach wird auf den Kranz c aufgesetzt. Die   Saugleitung ! ;   wird angestellt, so dass unter der Einwirkung des Saugens das Fach sich verdichtet und beispielsweise von einer Dicke von 4 cm auf 2 oder 1 on zurückgeht. Darauf wird der obere Konus k auf den Konus b aufgesetzt, so dass diese Teile die in der rechten Hälfte der Fig. 1 dargestellt Lage einnehmen. In dieser Stellung verhindert der obere Konus k eine Wiederausdehnung des Fachs, so dass die Saugleitung nach dem Aufsetzen des Konus k abgestellt werden kann. Der Exzenterantrieb der Kränze kann ununterbrochen laufen, da das Anbringen des unteren Konus, das Ansaugen des Fachs, das Aufsetzen des oberen Konus und das Abnehmen dadurch nicht gestört wird.

   Wenn mit Dampf gearbeitet werden soll, wird nun die Dampfleitung angestellt, so dass durch das   durchloehte Dampfrohr s Wasserdampf nach oben steigt und durch   die Bohrungen des Konus b, die Masse des Fachs und die Bohrungen des oberen Konus k nach aussen tritt. 



   Da der Kranz c in seiner kreisförmigen Bahn um einen geringen Betrag hin und her geht. wird der auf den Kranz aufgesetzte und gegen Umfangsverschiebung auf ihm mittels der in Nuten die eingreifenden Nasen gesicherte (untere) Konus b die gleiche hin und her gehende Bewegung in der kreisförmigen Bahn machen. Der obere Konus k ist durch'seine Führungen gegen derartige Bewegungen gesichert, so dass zwischen dem unteren Konus b und dem oberen Konus k die gewünschte Relativbewegung eintritt, die das Verfilzen verursacht. Man hat es ganz in der Hand, den Grad des Verfilzens so weit zu treiben, wie es die Umstände erfordern. In den meisten Fällen wird eine Teilverfilzung, sogenanntes An-oder Vorfilzen, genügen ; in andern Fällen kann mit dem Verfilzen weitergegangen werden. 



   Nachdem das Verfilzen bis zu dem gewünschten Grad gediehen ist, was nur verhältnismässig kurze Zeit in Anspruch nimmt, wird der Dampf abgestellt und der obere   Konus'k   abgehoben, und es kann nun der untere Konus b mit dem vorgefilzten Fach von dem Kranz abgenommen werden. 



   Es empfiehlt sich in vielen Fällen, um ein leichtes Trennen des oberen Konus k vom Fach und anderseits ein leichtes Abnehmen der Fache vom unteren Konus b zu sichern, die Fache abzukühlen, ehe der obere Konus k abgehoben wird. Dies kann durch einfaches Abwarten geschehen ; zweckmässig wird aber noch einmal die Saugleitung für kurze Zeit angestellt, so dass kalte Luft von aussen durch den oberen Konus k und den unteren Konus b hindurchdringt und ein schnelles Abkühlen des Fachs bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Filzen von Hutfachen mit Hilfe zweier, eine gegenseitige relative Drehbewegung ausführenden konisehen Flächen, dadurch gekennzeichnet, dass das ausschliesslich durch Luftfachung hergestellte Fach vor dem Aufsetzen des äusseren Konus einer Verdichtung durch inneren Unterdruck unterworfen und dieser Unterdruck aufrechterhalten wird, bis der äussere Konus aufsitzt.
    2. Filzmasehine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der auf einen das zu filzende Fach aufnehmenden gelochten Fachkonus ein zweiter Konus aufgesetzt werden kann und eine gegen- EMI3.1
    3. Filzmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem unteren oder inneren Konus (b, bl) eine hin und her gehende Drehbewegung im Umfangssinne erteilt werden kann, während der obere oder äussere Konus (k, kl) gegen Drehung im Umfangssinne gesichert ist.
    4. Filzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der untere oder innere Konus auf einem Kran (c, el) sitzt, der hin und her gehende Drehbewegungen erhält, z. B. mittels eines Exzenterantriebes.
    5. Filzmasehine nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf den aufrechtstehenden Wellen (g, gl) der Kränze (c, c je ein Arm (u, ul) befestigt ist, an dessen freiem Ende die Stange eines auf der Antriebswelle (r) sitzenden Exzenters (s, Sl) angreift.
    6. Filzmasehine nach den Ansprüchen 2,3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der den unteren Fachkonus (b, bl) mitnehmende Kranz (c, el) in der Ausnehmung einer Deckelplatte eines kastenartigen Gehäuses (e, e1) sitzt, das mit einer zu einem Exhaustor führenden Saugleitung (v, v1) verbunden ist. EMI3.2
    8. Filzmaschine nach den Ansprüchen 2,3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Fachkonusse (b, bl) mittels Nasen in Nuten der Kränze (c, el) eingreifen. EMI3.3
AT117594D 1928-02-25 1929-02-20 Verfahren und Maschine zum Filzen von Hutfachen. AT117594B (de)

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