AT117480B - Verfahren zum Erzeugen von Kunsthorn aus Eiweiß enthaltenden Stoffen. - Google Patents
Verfahren zum Erzeugen von Kunsthorn aus Eiweiß enthaltenden Stoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Erzeugen von Kunsthorn aus Eiweiss enthaltenden Stoffen. Bei der Erzeugung von Kunsthorn ist man bisher derartig vorgegangen, dass das Kasein, Albumin oder andere Eiweissstoffe unter Wasserzugabe mit Zusatzmitteln, Farben, Füllmitteln und verschiedenen Chemikalien gemischt wurden, worauf die Masse durch Kneten oder Walzen in eine plastische Masse übergeführt und z. B. zn Platten gepresst wurde, welche dann mit Formaldehyd behandelt wurden. Gegenstand der Erfindung bildet ein verbessertes Verfahren, durch welches ein grosser technischer Fortschritt in bezug auf Elastizität, Homogenität eventuell schöner gleichmässiger Farbenzeichnung sowie in bezug auf beachtenswert Wirtschaftlichkeit erreicht wird. Gemäss dem neuen Vorgange wird das Rohmaterial mit entsprechenden Zusätzen nicht nur gemischt, sondern es wird sofort in kollergangartigen Apparaten zermalmt, wodurch alle verwendeten Stoffe miteinander homogen verbunden werden. Durch dieses neue Verfahren erlangt schon die Grundmasse eine einheitliche und gleichmässige Beschaffenheit und Farbe. Durch die innige Zermalmung-statt alleinigen Mischens-aller Bestandteile der Masse, wird auch die denkbar geringste Befeuchtung ermöglicht, die weit unter den bisher bekannten Grenzen bleibt, indem man schon mit einer Befeuchtung von unter 15% auskommt. Wirtschaftlich bietet dieses Verfahren auch dadurch grosse Vorteile, weil dadurch kein Misehabfall entsteht. Beim blossen Mischen, wo die Befeuchtung durch Zugiessen oder Sprühen von Wasser, Farb-oder Chemikalienlösungen geschieht, bilden sich durch den ungleichmässigen Auffall der Flüssigkeit auf den Rohstoff Knollen, die grosse Feuchtigkeit und Farbmengen enthalten, welche ausgesiebt werden müssen, da sonst in der plastischen Masse Luftblasen und Poren entstehen und ausserdem das Endprodukt auch eine ungleichmässige fleckige Färbung aufweist. Alle diese Mängel werden durch das neue Verfahren vermieden. Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist beispielsweise auf der beiliegenden Zeichnung in zwei zueinander senkrechten Schnitten dargestellt. Das schwach angefeuchtete Arbeitsgut wird bei A aufgegeben und in dem kollergangartigen Zerreibungsapparat Al, bestehend aus der mahlenden Walze B und der reibenden Pistille C, zermalmt. Durch eine Schiebevorrichtung D fällt das bereits homogenisierte Material in ein mit einem Heizmantel versehenes trommelartiges Gefäss, in welchem ein sieh drehender Körper E von wellenförmigem Querschnitt angeordnet ist, wobei die Wände mit ähnlich abgerundeten Widerständen versehen sind, so dass das Material durch die Doppelwiderstände durchgetrieben und in lange Fasern gezogen wird, wodurch das Material in der Wärme in einen plastischen, blasen-und porenfreien Zustand überführt wird. Will man mehrfarbig gestreift Muster erzielen, so werden entsprechend gefärbte Massestückchen der Masse zugeführt, wozu der Einlauf F dient. Diese anders als die Glundmasse gefärbten Massestüekchen verbinden sich mit der Glundmasse und ergeben durch die Windungen der welligen Widerstände in der Maschine langgezogene, streifenartige, gleichmässige schone Muster. Die in der Trommel gewonnene plastische Masse kann in bekannter Weise durch Pressen zu Formstücken jeder beliebiger Art weiter verarbeitet werden. Es empfiehlt sich aber, um bei besonders gut lohnender Kunstmasse eine besonders schöne Falbenzeichnung zu erreichen, die so gewonnene plastische Masse in hiezu geeignete, mit regulierbaren Austrittsöffnungen versehene grosse Formen zu geben, um sie zu Bändern und verschiedenartig dimensionierten Streifen mittels hydraulischem Druck auszupressen. Bänder oder dickere Streifen können dann leicht zu Platten und anderen Formstücken in allen Stärken <Desc/Clms Page number 2> und Grössen gepresst werden, Die Dimension dieser Streifen kann so gross gewählt werden, dass ein Streifen für eine grosse Platte ausreicht, z. B. eine-Platte mit den Ausmassen von 500x500 mm im Quadrat undgrössere. EMI2.1 abgerundeten festen Umfangswiderständen in lange Fasern ausgezogen und ohne Auspressung plastiziert wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bekannte Verfahren der Erzielung mehrfarbiger Muster durch Zusatz verschieden gefärbter Massestückchen zur plastischen Masse zwecks Erzielung besonders schöner und gleichmässiger Muster in der Weise durchgeführt wird, dass diese farbigen Stückchen in der die Masse zu Fasern ausziehenden Trommel zugesetzt werden und mit-der Grundmasse zu einem gleichmässig gesprenkelten Fasergemisch verarbeitet werden. EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
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