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Schmiervorrichttmg für Umsteuergetriebe.
Die Erfindung bildet eine Schmiervorrichtung für Umsteuergetriebe, insbesondere für Schiffe (namentlich kleinere Fahrzeuge), welche von einer nicht unmittelbar umsteuerbaren Brennkraft-oder anderen Kraftmaschine angetrieben werden, wobei die Umsteuerung mittels eines umstellbaren Zahnrädergetriebes od. dgl. bewirkt wird.
Antriebe dieser Art haben gewöhnlich eine Reibungs-oder andere Kupplung, durch welche die angetriebene Welle bei Vorwärtsgang unmittelbar mit der Hauptwelle der Antriebsmaschine gekuppelt wird, indem das den Rüekwärtsgang bewirkende Zahnrädergetriebe od. dgl. vollständig ausgeschaltet wird. Die Ausschaltung kann auch so erfolgen, dass einige Zahnräder od. dgl. des Rückwärtsgetriebes mitumlaufen, ohne dass sie eine Schmierung erfordernde Arbeit übertragen. Beim Rückwärtsgang der angetriebenen Welle wird ihre Kupplung mit der Antriebsmaschine aus-und das Rückwärtsgetriebe eingeschaltet. Die vorhandenen Zahnräder, Kettenzüge od. dgl. wirken dann, was eine sorgfältige Schmierung nötig macht.
Bei den bekannten Antrieben der angegebenen Art hat man zur Schmierung der Teile des Rück- wärtsgetriebes Schmierbüchsen, Schmiervorrichtungen od. dgl. benutzt, die von Hand aus geregelt werden können. Eine solche Schmierung ist aber nicht zuverlässig und umständlich, da sie ständige Wartung erfordert.
Die Erfindung bildet einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den bekannten Vorrichtungen, indem erfindungsgemäss zur Schmierung des Rückwärtsgetriebes eine Druckschmierung benutzt wird, die bei der Ausschaltung des Rückwärtsgetriebes selbsttätig abgestellt, bei der Einschaltung des Rückwärtsgetriebes dagegen selbsttätig eingeschaltet wird ; Dies wird dadurch erreicht, dass ein in der Schmier- mittelzuführungsleitung des Rückwärtsgetriebes angeordnetes Ventil od. dgl. mit der Steuerung des Getriebes, z. B. durch ein Gestänge, verbunden ist. Man erzielt hiedurch eine zuverlässige und bequeme Schmierung und vermeidet gleichzeitig jeden unnötigen Verlust von Schmiermittel, da die Schmiermittelzuführung zum Rückwärtsgetriebe abgestellt ist, wenn das Rückwärtsgetriebe ausgeschaltet ist.
Das Schmiermittelzuleitungssystem kann von einer besonderen Schmiermittelpumpe oder von der Schmiermittelpumpe des Druckschmiersystems der Hauptmaschine gespeist werden.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt in beispielsweiser Ausführung veranschaulicht.
Das Getriebe ist in einer Trommel 1 eingeschlossen und treibt eine Schraubenwelle 2 an, die in einem Haupt-und Drucklager 3 gelagert ist. Die Umsteuerung wird durch einen Steuerhebel 4 bewirkt, der mit einem Ring 5 gelenkig verbunden ist. Der Ring 5 sitzt auf einer Muffe 6, durch deren Verschiebung auf der Welle 2 die Umsteuerung des Getriebes für Vor-oder Rückwärtsgang erfolgt. Eine Rohrleitung 7 steht mit dem Druckschmiersystem der Hauptmaschine in Verbindung. Die Leitung 7 ist durch eine Schraube 8 an das Hauptlager 3 angeschlossen und steht durch eine Leitung 9 und eine Ringnut 10 des
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oder ein Hahn 13 eingebaut, der mittels eines Hebels 13 und einer Stange 15 mit dem Umsteuerhebel 4 verbunden ist. Der Steuerungshebel 4 ist drehbar auf dem Bodenrahmen 16 befestigt.
Die mit vollen Linien gezeichnete Stellung des Umsteuerhebels 4 entspricht der Einschaltung der Welle 2 für Vorwärtsgang. Wenn die Welle auf Rückwärtsgang umgeschaltet werden soll, wird.
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der Steuerhebel 4 in die mit unterbrochenen Linien gezeichnete Stellung 4'umgelegt. Hiedurch wird der Ring 5 mit der Muffe 6 auf der Welle 2 nach links verschoben und die unmittelbare Kupplung aus- gerückt, das Rückwärtsgetriebe dagegen eingeschaltet. Gleichzeitig gelangt der Hebel 14 des Hahnes 13 in die mit unterbrochenen Linien gezeichnete Stellung 14'und öffnet den Hahn, so dass Schmiermittel durch die Leitungen 7,9, 10, 11, 12 zum Riickwärtsgetriebe gelangen kann.
Wenn auf Vorwärtsgang umgeschaltet werden soll, wird der Hebel 4 in die mit vollen Linien wiedergegebene Lage gebracht wo- durch der Hahn ; M geschlossen und die Schmiermittelzuführung unterbrochen wird. Das Hauptlager 3 wird bei Vorwärts-und bei Rückwärtsgang in anderer Weise geschmiert, was aber nicht dargestellt ist.
Schmiermittel wird im Bodenrahmen 16 aufgefangen und in einen (nicht dargestellten) Behälter des
Druckschmiersystems zurückgeleitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmiervorrichtung für Umsteuergetriebe, insbesondere für Schiffe mit einer nicht unmittel- bar umsteuerbaren Kraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückwärtsgetriebe der kraftüber- tragenden Vorrichtung mittels einer Druckschmierung geschmiert wird und ein in der Schmiermittel- zuleitung (7) des Rückwärtsgetriebes angeordnetes Abschlussorgan (13) od. dgl. durch ein Ge- @ stänge (14, 15) od. dgl. mit der Steuerung (4) des Getriebes derart verbunden ist, dass die Schmierung selbsttätig ausser bzw. in Tätigkeit gesetzt wird, wenn das Rüekwärtsgetriebe aus-bzw. eingeschaltet wird.
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