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Dynamische Auswuchtvorrichtung.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende dynamische Auswuchtvorrichtung ist von jener Art, bei der der Prüfkörper auf Trägern ruht, die nach der einen Richtung hin am Schwingen gehindert sind, nach der andern Richtung hin aber frei schwingen und hiebei elektrische Kontakte schliessen können.
Gemäss der Erfindung ist in den Stromkreis dieser Kontakte ein Winkelanzeiger eingeschaltet, an welchem ein elektrischer Funken auftritt und sichtbar wird, wenn die Kontakte geschlossen werden. Aus der Lage des Funkens kann dann die Lage des Wuchtfehlers ermittelt werden. Der Winkelanzeiger besteht aus einer feststehenden, leitenden Teilung und einem beweglichen, leitenden Zeiger, der mit derselben Drehzahl umläuft wie der Prüfkörper.
Ferner sind die Kontakte, wenn der Körper von mehreren Trägern gestützt wird, so in bezug auf den Winkelanzeiger geschaltet, dass beim gleichzeitigen Schliessen mehrerer an den Trägern vor-
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werden kann.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und eine Stirnansicht einer beispielsweisen Ausführung der Vorrichtung gemäss der Erfindung. Fig. 4 ein Schaltschema.
Die Vorrichtung besteht aus den Trägern für den auszuwuchtenden Körper, der Antriebsvorrichtung für den Prüfkörper und dem Anzeiger des Wuchtfehlerwinkels. Alle Teile sind auf einer Grundplatte 1 befestigt, u. zw. die Träger in schwalbenschwanzförmigen Nuten verschiebbar, die andern beiden
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verstellt werden. Jede Platte weist einen erhöhten Teil 9 auf, an dessen innerer Stirnseite das U-förmige BlechlObefestigtist. ZwischendennaehobenhervorspringendenAnsätzenvonlOistdrehbarderHalter12 gelagert mit einer mit Gewinden versehenen Bohrung für die Schraubenspindel 20. Am oberen Ende ist der Halter 12 mit der Feder 15 verbunden, die das Lager 17 für einen Zapfen des Prüfkörpers trägt.
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dient zum Ausgleichen der Überwucht.
An der äusseren Stirnseite vox 9 ist die Platte 25 angeordnet, die an der Verlängerung der Spindel 20 eine Bohrung von grösserem Durchmesser als jenem der Spindel 20 aufweist. Am oberen Ende der Platte
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deren verstellbarer Kontakt 30 mit einem Kontakt 31 des Lagers 17 zusammen arbeitet.
Ferner sind auf der Grundplatte 7 ein oder mehrere Säulen 34 angeordnet. Jede von ihnen trägt oben an einer Querstange 35 einen verschiebbaren Anschlag 36, dessen freies Ende die Bewegung des Lagers 17 und dadurch der Feder 15 in einer Richtung'begrenzt oder verhindert. Es können somit die schwingenden Teile des Trägers unter der Fliehkraftwirkung nicht ausgewuchtete Teile des Prüfkörpers bloss in einer Richtung frei schwingen.
Die Antriebsvorrichtung zum Drehen des Prüfkörpers 6 besteht aus dem Motor 3, der mit 6 durch eine Welle 39 verbunden ist.
Der Anzeiger des Wuchtfehlerwinkels besteht aus einem Ring 53 mit einer Kreiseinteilung aus leitendem Material, der auf einer Scheibe 49 aus Isoliermaterial angeordnet ist. Innerhalb des Ringes 53 ist der Zeiger 51 aus leitendem Material auf der die Scheibe 49 durchsetzenden waagrechten Welle eines Schneckenrades 47 aufgesteckt. Der Zeiger 51 erhält seine Bewegung durch ein Schneckenrad 41 auf der Welle des Motors und zwei Schneckenrädern auf der senkrechten Welle 4. 3 und läuft mit derselben Drehzahl um wie der Prüfkörper.
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In Fig. 4 stellt 55 eine Induktionsspule mit der Primärwicklung 59 und der Sekundärwicklung 60 dar. Von dem einen Ende beider Wicklungen führt eine Leitung 58 zu einer Elektrizitätsquelle, z. B. einer Batterie 57, deren anderer Pol einerseits mit den Kontakten 30, anderseits durch die Zweigleitung 70 mit dem Zeiger 51 verbunds ist. An dem ändern Ende der Primärwicklung 59 sind durch die Leitung 61
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zusammenwirkenden Kontakte 31 angeschlossen. Das zweite Ende der Sekundärwicklung 60 steht durch die Leitung 56 mit dem Ring 53 in Verbindung.
Die Druckknöpfe 65 und 68 sind an den Lagern 17 des Prüfkörpers 6 angeordnet. Wird einer von ihnen oder werden beide betätigt, so induziert der Primärstrom mit jedem Schliessen und Öffnen der Kontakte 30, 31 in der Sekundärwicklung der Spule 55 einen Stromstoss von hoher Spannung, und zwischen dem Zeiger 51 und dem Ring 53 überspringen ein oder zwei Funken.
Der Prüfkörper 6 wird auf die Lager 17 gelegt und die Antriebsvorrichtung angeschlossen. Sodann werden die Stellvorrichtumgen 20, 21 so eingestellt, dass sich der Prüfkörper und seine Unterlagen im Gleichgewicht befinden, also der Unterstützungspunkt, der Stift, um den sich der Halter 12 drehen kann, lotrecht unter dem Schwerpunkt des Systems Prüfkörper und Unterlagen liegt. Auf dem Prüfkörper bringt man eine Marke an, die in dieser Lage dem Nullpunkt der Gradeinteilung des Ringes 53 entspricht.
Durch die Anschläge 36 wird die Bewegung der Lager 17 nach der einen Seite begrenzt, so dass sie durch
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schwingen können.
Sodann wird der Motor angelassen. Die nicht ausgewuchteten Teile des Prüfkörpers verursachen bei der Drehung das Ausschwingen der Lager in der freien Bewegungsrichtung, wodurch entweder eines der Kontaktpaare 30, 31 oder beide zur Berührung gelangen. Schliesst der Prüfende, wie bereits angeführt, die Schalter, so kann er mit einem Blick feststellen, bei welchem Winkel der Funke auftritt und daraus die Lage des Wuchtfehlers in einer oder beiden Lagenebenen ermitteln.
Zeigen sich die Funken bei demselben Winkel, so liegt ein statischer Wuchtfehler vor, bei verschiedenen Winkeln ein dynamischer oder eine Vereinigung beider.
Ist der Wuchtfehlerwinkel in einer der Lagen festgestellt, so dreht man die Stellvorrichtung 20, 21
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was durch Verschwinden des Funkens angezeigt wird. Aus dem bekannten Gewicht des Bundes 21 und der Grösse seiner Verschiebung lässt sich die Grösse des Wuchtfehlers ermitteln.
Das gleiche Verfahren wird dann auch beim ändern Lager ausgeführt.
In der Zeichnung sind nur zwei Träger für den darzustellenden Gegenstand dargestellt : man kann aber auch mehrere verwenden.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung kann die Lage und Grösse des Wuchtfehlers festgestellt werden, ohne dass der Gegenstand von seiner Unterstützung entfernt oder um diese gedreht zu werden braucht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dynamische Auswuchtvorrichtung, bei welcher schwingbare Prüfkörperträger nach der einen Richtung hin am Schwingen gehindert sind, nach der andern aber frei schwingen und hiebei elektrische Kontakte schliessen können, gekennzeichnet durch einen in Grade geteilten, in den die Kontakte (30, 31) enthaltenden Stromkreis eingeschalteten Winkelanzeiger (51, 53), an welchem beim Schliessen des Stromkreises ein elektrischer Funke auftritt, aus dessen Lage die Lage des Wuchtfehlers ermittelt werden kann.