<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Selbstrasieren.
Bei den gebräuchlichen Vorrichtungen zum Selbstrasieren muss erst der Bart eingeseift, dann erst mit der Rasierklinge behandelt werden, wobei die andere Hand auf die Haut einen entsprechenden Druck ausüben muss, um dieselbe zu spannen und die Haare möglichst vollkommen abscheren zu können. Nach dem Rasieren muss dann der Seifenschaum samt den abgeschabten Haaren von der Haut
EMI1.1
Rasiergerät wieder gereinigt und gegebenenfalls desinfiziert werden.
Gemäss der Erfindung werden nun alle diese Vorgänge gewissermassen in einem Arbeitsgange durch ein Rasiergerät bewirkt, das aus einem Saugkopf mit leicht auswechselbarer Rasierklinke und einem Zuführungsröhrehen für das Rasiermittel, Rasierseifenlösung usw. besteht.
Durch die Wirkung des Saugkopfes, welche von Hand durch einen Kautschukballen oder von einem kleinen Ventilator, wie sie bei Staubsaugern üblich sind, betrieben werden kann, wird einerseits die Haut gespannt, so dass das Sehermesser die Haare leicht und vollständig abschabt, während anderseits die Haare samt dem vom Zuführungsröhrchen aufgebrachten Rasiermittel abgesaugt werden, so dass eine nachträgliche Reinigung der rasierten Haut überflüssig wird. Das Rasiermittel wird dabei zweckmässig auf die zu rasierende Stelle durch Druckluft aufgebracht, sofern nicht etwa die Saugwirkung des Kopfstückes zum Aufspritzen des Rasiermittels genügen sollte. Die nötige Druckluft kann natürlich auch von der Saugvorrichtung geliefert werden.
Am Saugkopf können ausser der zum Aufspritzen des Barterweichungsmittels noch weitere Leitungen zum Auftragen von Puder oder Aufspritzen von Kölnerwasser od. dgl. vorgesehen sein, wobei die einzelnen Leitungen durch Absperrorgane beliebig abgesperrt oder gedrosselt werden können.
Diese Rasiervorrichtung lässt sieh auch in der Weise weiter ausbilden, dass aus derselben beim Einführen in eine Hilfsvorrichtung das gebrauchte Messer selbsttätig ausfällt und die Vorrichtung durch Aufspritzen einer Desinfektionsflüssigkeit gereinigt wird, worauf durch einen zweiten Handgriff ein neues Messer selbsttätig in den Halter gelangt.
Die Möglichkeit der Betätigung dieser Vorrichtungen lässt sich leicht vom Einwurf von Münzen abhängig machen, so dass die ganze Vorrichtung als selbstkassierende Rasiervorrichtung an öffentlichen Orten, wie Toiletten, Buffets usw., aufgestellt werden kann, wobei durch die jedesmalige selbsttätige Auswechslung des Messers und zwangsweise Desinfektion den Anforderungen der Hygiene im vollen Masse Rechnung getragen wird.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt den Saugkopf im Schnitt, Fig. 2, ebenfalls im Schnitt, eine Vorrichtung zum Auswechseln der Messer.
An eine Saugvorrichtung ist mittels eines Schlauches ein Mundstück l angeschlossen, welches zu einem Saugkopf ; 2 ausgebildet ist. An dem Saugkopf sitzt ein Messerhalter, welcher aus einem mit dem Saugkopf 2 starr verbundenen Teil 3 und dem um ein Gelenk 4 aufklappbaren Teil 5 besteht. Diese beiden Teile 5 und 5 werden mittels einer (nicht gezeichneten) Feder zusammengedrückt und halten so das Messer 6 in der richtigen Lage im Bereiche der Saugwirkung des Saugkopfes fest. An dem Messerhalter ist auch der übliche Schutzkamm für das Messer befestigt (nicht gezeichnet).'
Am Mundstück 1 bzw. dem Saugkopf 2 ist auch ein Röhrchen 7 angebracht, welches das Barterweichungsmittel an der zu rasierenden Hautstelle aufspritzt.
Natürlich kann auch ein Behälter mit dem Mittel am Saugkopf angebracht sein und daraus das Mittel durch Druckluft oder auch die Saugwirkung des Saugkopfes zum Austreten gebracht werden.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Bild der. Fig. 2 zeigt den diese beide Vorrichtungen aufnehmenden Kasten in Vorderansicht. In der Kastenwand 8 sind zwei Öffnungen 9 und 10 vorgesehen, welche gegebenenfalls erst nach Einwurf einer Münze in den Schlitz 11 zugänglich werden. Hinter der Öffnung 9 befindet sich ein mit einer kleinen Nase 72 versehener zweiarmiger Hebel 13, der um eine Achse 14 schwingbar ist und mit seinem Nasenende durch die Feder 15 gegen die Öffnung 9 vorgerückt wird, so dass beim Einführen des Saugkopfes, 2 in diese Öffnung der bewegliche Teil 5 des Messerhalters von der Nase.
M erfasst und so die Klinge 6 freigegeben wird und in einen Sammelbehälter 16 gleitet.
Mit dem Hebel 13 ist auch ein Zugorgan 17 verbunden, welches auf ein Absperrorgan 18 wirkt und dasselbe öffnet, sobald die Klinge entfernt ist, so dass durch die Düse 19 ein Desinfektionsmittel austreten und die Rasiervorrichtung reinigen kann.
Zwecks Einsetzens einer neuen Klinke behufs Wiederbenutzung wird das Mundstück mit der
EMI2.2
zwischen die Messerhalter bringt. Beim Herausziehen des Mundstückes schliesst sich der Messerhalter unter dem Druck seiner Feder und hält das Messer fest, so dass die Vorrichtung mit neuer Klinge und gereinigt wieder verwendungsbereit ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Selbstrasieren, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einem Saugkopf besteht, in dessen Saugraum zweckmässig leicht auswechselbar die Rasierklinge angeordnet ist und eine Zuleitung für das Barterweichungsmittel mündet.