AT116060B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus Zelluloseester- oder Zelluloseätherkompositionen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus Zelluloseester- oder Zelluloseätherkompositionen.

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AT116060B
AT116060B AT116060DA AT116060B AT 116060 B AT116060 B AT 116060B AT 116060D A AT116060D A AT 116060DA AT 116060 B AT116060 B AT 116060B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus   Zelluloseester-oder   Zelluloseätherkompositionen. 
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   der Breite des zu erzeugenden Blattes, Häutche. o. der Films im wesentlichen gleichkommt und endlich Einrichtungen, durch welche die Dicke der''aus-den einzelnen Behältern auf den Träger gelangenden   Materialschichten geregelt werden kann. 



   Die Einrichtungen zur Regelung der Dicke dieser Schichten umfassen ein Streichmesser nebst einer Mikrometer-oder sonstigen Stellvorrichtung zur Regelung des Abstandes zwischen der Unterkante des   Strjeiehmessers und   dem beweglichen   Träger.   



   Zweckmässig sind gemäss der Erfindung die Behälter   für   die'Kompositionen derart angeordnet, 
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 welche zuerst aufgetragen wurde,
Die sämtlichen   Streichmêsser   sind mit Mikrometern oder sonstigen Stellvorrichtungen ausgestattet. 



     -".. : Die Zeichnungen   zeigen eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung. Fig. 1 ist eine
Vorderansicht eines zweiteiligen Auftragkastens, Fig. 2 ist eine Draufsicht und Fig. 3 ein Querschnitt, Fig. 4 zeigt in der Ansicht und Draufsicht eine Stütze zum Festhalten des Kastens. 



   An der Vorderwand 2 sind die Seitenteile   1,   la und die Stege 3,3a befestigt. Letztere verbinden die Vorderwand 2 mit der Stange 4, deren Enden Mikrometer 5 tragen, welche auf Anschlägen aufliegen. die gegenüber der Ebene des als Träger dienenden endlosen Bandes 6 festliegen. Durch Einstellung der Mikrometer kann'die Vorrichtung als Ganzes um die Zapfen 7 in den Armen 8 verstellt werden. Letztere sind durch ihre Endstücke 9 am vorderen Streiehmesser 10 befestigt, wodurch der Abstand zwischen dem unteren Rand dieses Streichmessers 10 und des als Träger dienenden endlosen Bandes 6 geregelt werden kann. ! Zwischen der Vorderwand 2 und dem Streichmesser   10 liegt   ein Streichmesser   11,   dem Mikrometer 12 in den Stegen 3, 3a zugeordnet sind.

   Durch Einstellung dieser Mikrometer kann der Abstand zwischen dem unteren Rand dieses Streichmessers und dem Träger 6 geregelt werden. Dieses Streich- messer teilt   deii Raum zwischen   der Vorderwand 2 und dem   Streichmesser   10 in zwei Tröge 13 und 13a,   deMn-Kompositionen durch   Rohre 14 und 14a zugeführt werden. 



   .-'Bei der dargestellten Einrichtung ist der Abstand zwischen der Unterkante des Streiehmessers und dem Träger grosser-als der Abstand zwischen dem Träger und der Unterkante des Streiehmessers   1L  
Wird'das'Band in Bewegung gesetzt und werden Kompositionen in die Troge   eingeführt,   so wird, wenn   - das Streichmesser H   so eingestellt ist, dass hinreichend viel Lösung aus dem Trog 13 unter dem Streich- messer hinweg ausfliessen kann, um etwa ein Drittel der Dicke des Blattes oder Films zu bilden, und das
Streichmesser 10 so gestellt ist, dass unter ihm die zur Bildung der restlichen Dicke des Blattes nötige   Losang herausfliessen kann,   ein Blatt,   Häutchen   oder Film von der gewünschten Gesamtdicke herge- stellt   ;

  'Man sieht sonach,.   dass zwei Lösungen in unmittelbarer Aufeinanderfolge aufgetragen werden, wobei-'die'untere Lage etwas früher als die obere aufgetragen wird. Die Lösungsmittel verflüchtigen sich'in der gewöhnlichen Weise. 



   Je-nach der bezüglich Zusammensetzung und Konzentration verschiedenen Beschaffenheit der verwendeten Lösungen, der Dichte und der Dampfspannung der Lösungsmittel usw. dringen die beiden'Schichten mehr oder weniger ineinander ein, bevor das Blatt, Häutchen oder der Film erstarren und das kann so geregelt werden, dass man das gewünschte Ergebnis, nämlich einen allmählichen Übergang der Dichte, Biegsamkeit usw. von der einen zur anderen Seite des Films erzielt.

   Ist Zelluloseacetat der hauptsächlich verwendete Ester, so kann die eine Seite dichter und fester gemacht werden, indem man etwas Nitrozellulose zusetzt, und es kann eine dichtere und festere Haut durch Verwendung von   Lösungsmitteln und   Plastizierungsmitteln in geeigneten Verhältnissen erzielt werden, welche derartige   'Wirkungen'äussern.   Für diesen Zweck kommen insbesondere in Betracht Nitrozellulose oder Gemische von Nitrozellulose und anderen Estern oder Gemische von anderen Zelluloseestern als   Nitrozellulose,     - und   verschieden hoch esterifizierte Zellulose. Man kann auch durch Zusatz von geeigneten Ölen, Gummi- 
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   Lösung-die-Beschaffenheit   einer Oberfläche des Films beeinflussen. 



    -..- :' ;.'"Wenngleich   im vorstehenden hauptsächlich die Erzeugung von Blättern, Häutchen und Films : benandelt'wird, deren einander gegenüberliegende Seiten verschiedene mechanische und physikalische   - Eigenschaften besitzen,   so umfasst die Erfindung doch auch Blätter,   Häutchen   oder Films aus   Kom-   positionen der angegebenen Art, deren einander gegenüberliegende Seiten ähnliche mechanische oder physikalische Eigenschaften besitzen, während der mittlere Teil oder Kern eine graduell fortschreitende
Veränderung seiner Eigenschaften aufweist, sowie auch Blättchen,   Häutchen   und Films im allgemeinen,

   bei denen die verschiedenen Schichten der Zusammensetzung und den mechanischen und physikalischen Eigenschaften nach verschiedene Eigenschaften in graduell fortschreitender. Änderung aufweisen. 

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    Von den Filmen u. dgl., die in bekannter Weise dadurch erhalten werden, dass man auf einen zeitweiligen Träger mehrere Schichten von Zelluloseestern oder-äthern aufeinanderfolgend und übereinander aufträgt, unterscheiden sich die gemäss der Erfindung hergestellten dadurch, dass nach den bekannten Arbeitsweisen jede folgende Schichte auf die vorangehende erst dann aufgetragen wird, nachdem aus der ersteren ein erheblicher Teil des Lösungsmittels entwichen ist. Diese bekannten Arbeitweisen liefern somit Filme u. dgl., bei welchen die aufeinanderfolgenden Schichten der verschiedenen Kompositionen so scharf voneinander abgegrenzt sind, dass infolge der physikalischen Beschaffenheit der aufeinanderfolgenden Schichten des zusammengesetzten Films grosse Neigung zum Werfen und selbst zum Aufblättern besteht.

   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren gehen die aufeinanderfolgenden Schichten allmählich ineinander über, sie sind miteinander verschmolzen, es bestehen keine deutlich ausgesprochenen, geschweige denn scharfen Grenzen zwischen ihnen, wodurch dem Werfen und Aufblättern wirksam begegnet wird. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus Zelluloseester-oder Zellulose- ätherkompositionen, bei welchen auf einen Träger, von dem das Produkt dann abgestreift werden kann, nacheinander eine Anzahl von flüchtige Lösungsmittel enthaltenden Zelluloseester-oder Zellulose- ätherkompositionen aufgetragen werden, welche bei der Verflüchtigung der flüchtigen Lösungsmittel Zelluloseester-oder Zelluloseätherkompositionen mit unterschiedlichen mechanischen oder physikalischen Eigenschaften zurücklassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompositionen in unmittelbarer Übereinanderlagerung aufgetragen werden, d. h.

   die jeweils nächstfolgende, Komposition auf die vorangehende aufgetragen wird, ehe noch eine erhebliche Menge Lösungsmitteln aus der vorangehenden sich ver-   
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 sie aus einer Anzahl dicht nebeneinander liegender   Auftragvorrichtungen   (10, 11, 13, 13a) für Kom- positionen verschiedener Art besteht, an denen der in Bildung begriffene Film samt dem zeitweiligen Träger (6) aufeinanderfolgend vorübergeht, so dass jede folgende Schichte aufgetragen wird, bevor das
Lösungsmittel der unmittelbar vorangehenden Schichte Zeit hat in merklichem Masse zu verdampfen.

Claims (1)

  1. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtheit der Auftrag- vorrichtungen aus einem Behälter mit mehreren Abteilen (13, 13a) für verschiedene Kompositionen besteht, welche Abteile durch die eigentlichen Auftrag-und Streichvorrichtungen voneinander getrennt sind, die von je einem Abteil aus gespeist werden und der in Bildung begriffene Film in einem Zug unter den aufeinanderfolgenden eigentlichen Auftrag-und Streiehvorrichtungen weggeht. EMI3.2
AT116060D 1926-09-24 1927-01-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus Zelluloseester- oder Zelluloseätherkompositionen. AT116060B (de)

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AT116060D AT116060B (de) 1926-09-24 1927-01-21 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blättern, Häutchen oder Films aus Zelluloseester- oder Zelluloseätherkompositionen.

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