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Fallschirmgerät zum Abwerfen von Lasten aus Luftfahrzeugen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fallschirmgeräte zum Abwurf von Lasten aus Luftfahrzeugen, die bekannterweise einen als Lasthälter dienenden und Luftdurchtrittsöffnungen besitzenden Auflageteller bilden, auf dem der Fallschirm gefaltet aufliegt und durch ein nach einer vorbestimmten Fallzeit mittels einer selbsttätigen Einrichtung freigegebenes Halteband gesichert ist. Die Erfindung bezweckt bei solchen Geräten eine grössere Betriebssicherheit zu erzielen und besteht zunächst darin, dass der Auflageteller für den Fallschirm die Deckenwand eines Gehäuses bildet und in diesem ein Uhrwerk zur selbsttätigen Freigabe eines das Halteband sichernden Verschlusses untergebracht ist. Eine weitere Erfindung betrifft die Anordnung von Luftzutrittsöffnungen in das Gehäuse.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise ein Fallschirmgerät dargestellt, welches erfindungsgemäss gebaut ist. Fig. 1 zeigt ihn im Aufriss, Fig. 2 in einer Draufsicht, wobei die obere Platte auf beiden Seiten weggenommen ist, um gewisse Teile des Mechanismus zu zeigen. Fig. 3 zeigt ihn in perspektivischer Ansicht.
Beim dargestellten Fallschirmgerät ist der Fallschirm 25 vermittels eines Bandes 46 oberhalb eines Gehäuses 40 gehalten. In dem Behälter ist ein Laufwerk (Uhrwerk) untergebracht, vermittels welchem der Fallschirm nach einer vorbestimmten Zeit freigegeben wird. Die Deckenwand 41 des Gehäuses dient als Auflage'eller und besitzt eine gewisse Anzahl von Luftaustrittsöffnungen, welchen in den Seitenwänden 42 des Gehäuses angebrachte zahlreiche als Lufteintrittsöffnungen bestimmte Schlitze (siehe Zeichnung) 43 entsprechen, die mit Führungsflächen 44 versehen sein können und mit den Öffnungen 45 der oberen Platte zusammen die Mittel schaffen, zur Bildung eines durch den Apparat streichenden Luftstromes, der den Fallschirm zur Entfaltung zwingt.
Das Halteband 46 ist einerends fest mit dem Gehäuse 40 verbunden und trägt am andern Ende eine metallische Garnitur, in welcher ein Schliessbügel 47 gehalten ist. Ein Riegel 48 ist innerhalb des Fallschirmgerätes vorgesehen, welcher in einen Bügel 47 eingeschoben ist und das Band und damit den Fallschirm festhält. Dieser Riegel steht unter dem Einfluss des Federhauses 51 des innerhalb des Gehäuses untergebrachten Laufwerkes und kann nach einer bestimmten Zeit durch einen Finger 52 ausgelöst werden. Jedesmal, wenn das Fallschirmgerät eingestellt wird vermittels der Kurbel 53 und des konischen Triebes 54, wird dieser Finger um eine bestimmte Länge vom Riegel entfernt. Diese Länge steht mit der Zeit im Verhältnis, die zwischen dem Abwurfzeitpunkt und dem Zeitpunkt der Schirmöffnung verlaufen soll.
Das Laufwerk wird vor dem Abwerfen des Fallschirmgeräf es aufgezogen. Die Zeit nach welcher es wirken muss, hängt vom Winkel ab, um welchen man die Kurbel 54 schwenkt, d. h. von der Grösse der Federspannung ab. Die Kurbel bewegt sich vor einer Skala, die entw eder in Sekunden oder in Metern Fallhöhe eingeteilt werden kann. Ein Kragen 49 ist unterhalb des Gerätes vorgesehen, um dort vermittels Riemen Postsäcke, Gepäcksäcke u. dgl. anzuhängen.
Lässt man von einer bestimmten Höhe das Ganze los, so werden Gerät und Ladung mit einer immer grösser werdenden Geschm indigkeit fallen, bis zu dem Zeitpunkt, wo der Schliessbügel freigegeben wird, das Band 46 gelöst und der bis dann auf einem Gehäuse gefaltet gehaltene Schirm sich entfaltet. Diese Entfaltung ist durch das Vorhandensein der Lufteintritts- und Austrittsöffnungen 43 bzw. 45, durch welche ein Luf s'rom gebildet wird, erleichtert. Sobald der Fallschirm sich entfaltet hat, hält er durch
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verkleinert-sich bis auf einige Dezimeter pro Sekunde, so dass die Gegenstände verhältnismässig sanft auf der Erde landen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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und Luftdurchtrittsöffnungen besitzenden Auflageteller, auf dem der Fallschirm gefaltet aufliegt und durch ein nach einer vorbestimmten Fallzeit selbsttätig freigegebenes Halteband gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflageteller (41) für den Fallschirm (25) die Deckenwand eines Gehäuses (42) bildet und in diesem ein Uhrwerk (51) zur selbsttätigen Freigabe eines das Halteband (46) sichernden Verschlusses (47, 48) untergebracht ist.