AT115231B - Verfahren zur Vermeidung des zu raschen Rutschens (Überschießens) bei der Behandlung getrockneter, mulmiger Kohle in mittelbar beheizten Schwelöfen oder in Schwelaufsätzen von Gaserzeugern. - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung des zu raschen Rutschens (Überschießens) bei der Behandlung getrockneter, mulmiger Kohle in mittelbar beheizten Schwelöfen oder in Schwelaufsätzen von Gaserzeugern.

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  Verfahren zur   Vermeidung   des zu raschen Rutschens   (Uberschiessens)   bei der Behandlung getrockneter, mulmiger Kohle in mittelbar   !' beheizten Sclwelöfen   oder in   Schwelaufsätzen   von Gaserzeugern. 
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 Rutschflächen tritt häufig der Fall ein, dass das Gut während der   Behandlung #überschiesst", d. h. in zu   rasches Rutschen gerät und in die Gasauslässe und andere   Ofenöffnungen   übertritt, die nicht zum Ab- 
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 Ofens führt. Man hat bereits versucht, diese unerwünschte Erscheinung durch weitgehende Unterteilung der   Kohlensehiehten   oder durch Verringerung des   Böschungswinkels   der Rutschflächen zu vermeiden, doch haben diese Versuche zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. 



   Eingehende Untersuchungen, das Übel an der Wurzel zu fassen, haben erkennen lassen, dass das   "Überschiessen" auf   den im Material enthaltenen Anteil an feinem oder puderartigem Staub zurückzuführen ist, für dessen Ausscheidung vor der Behandlung in mittelbar beheizten Öfen oder Gaserzeuger bisher kein Grund vorlag, es herrschte vielmehr die Meinung vor, dass in mittelbar beheizten Öfen staubförmiges Material   unbedenklieh mitbehandelt   werden kann. 



   Es wurde nun erkannt, dass der staubförmige Anteil des   Behandlungsgutes   während der Behandlung eine Herabsetzung des   natüllichen     Böschungswinkels   des ganzen Guts herbeiführt. Sobald eine gewisse Temperatur erreicht ist, treten aus den feinen Staubkörnern Gase und Dämpfe aus. die jedes Staubkorn   gewissermassen   umhüllen und die Reibung zwischen den   Staubkörnern   so erheblich herabsetzen, dass 
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 mehr wie festes geschichtetes Gut, sondern wie eine Flüssigkeit verhalten. 



   Diese Erkenntnis hat zu dem Verfahren gemäss der Erfindung geführt, durch welches das zu rasche Rutschen des Behandlungsguts in mittelbar beheizten Öfen oder Gaserzeugern mit Rutschflächen dadurch verhindert wird, dass man vor der Behandlung den staubförmigen oder puderartigen Anteil ganz oder teilweise ans dem Behandlungsgut entfernt. Zu diesem Zweck können an sich bekannte Einrichtungen, wie Windsiehter, Siebtrommeln, elektrische Staubabscheider oder andere, verwendet werden. Die Staubabscheidung kann örtlich getrennt vom Schwelofen oder Gaserzeuger vorgenommen werden. Zweckmässig wird jedoch der Staubabscheider in den Weg des Behandlungsgutes zum Ofen unmittelbar vor den Ofen geschaltet.

   Obwohl das Verfahren in erster Linie für Schwelöfen, d. h. für solche Anlagen gedacht ist, in denen das bituminöse Gut einer Tieftemperaturdestillation unterworfen wird, bietet es selbstverständlich auch die gleichen Vorteile in Verbindung mit Gaserzengern. d. h. mit Anglagen. in denen Kohle   ohne. Rückstand   vergast wird. Solche Gaserzeuger besitzen häufig zwei Zonen, einen   Schwel-   aufsatz, in dem das Gut zunächst durch Tieftemperaturdestillation in Gase, Teerdämpfe und Halbkoks zersetzt wird, worauf der feste Halbkoks in die tiefere eigentliche Vergasungszone gelangt. Der Schwelaufsatz bildet einen Bestandteil des Gaserzeugers, ist oftmals mittelbar beheizt und mit   Rutschflächen   versehen.

   Es besteht daher die gleiche Gefahr   eines Überschiessens   des Behandlungsgutes wie bei   gewöhn-   lichen Schwelöfen mit   Rutschfläche.   Bei   Gaserzeugern   mit   Schwe] aufsatz tritt   die durch Verminderung 
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 mit eigentlichen schrägen   Rutsehflächen   versehen ist, sondern aus einem glatten Schacht besteht, durch den das Gut herabrutscht. Wird nämlich die Reibung der Gutteilchen kleiner, so kann sich am Ende des Schwelschachtes kein Materialhügel mehr ausbilden, sondern das Gut rinnt durch und steigt im unteren eigentlichen Vergaserraum hoch, bis es in die Gasauslässe übertritt. 

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Vermeidung des zu raschen Rutschens (Übersehiessens) bei der Behandlung getrocknete, mulmiger Kohle, die einen hohen Prozentsatz feinkörniger Bestandteile enthält, in mittelbar beheizten Sehwelöfen oder Schwelaufsätzen von Gaserzeugern, insbesondere solchen Öfen oder Gaserzeugern mit Rutschflächen, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Behandlung im Sehwelofen oder Gaserzeuger, zweckmässig während der Zuführung des Behandlungsgutes zum Schwelofen oder Gaserzeuger. der feine oder puderartige Staub in an sieh bekannter Weibe, z. B. durch Windsiehter. Siebtrommeln oder elektrische Staubabscheider, ganz oder teilweise aus dem Beschickungsgut entfernt wird. EMI1.5 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT115231D 1926-03-05 1927-02-15 Verfahren zur Vermeidung des zu raschen Rutschens (Überschießens) bei der Behandlung getrockneter, mulmiger Kohle in mittelbar beheizten Schwelöfen oder in Schwelaufsätzen von Gaserzeugern. AT115231B (de)

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