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Wachsspritze.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Wachsspritze für zahnärztliche Zwecke und ist dazu bestimmt, von Zahnkavitäten im Munde Wachsabdrücke herzustellen, welche dann in Gold od. dgl. zu sogenannten Inlays ausgegossen werden.
Diese Abdrücke wurden bisher in der Weise hergestellt, dass kleine Wachsmengen auf messer-oder löffelartigen Instrumenten angewärmt und in halbflüssigen, also heissen Zustande in die Kavität eingeführt wurden. Abgesehen davon, dass diese Arbeit schon infolge der Notwendigkeit umständlich ist, ist sie bei oberen Zähnen auch schwierig und wegen des vorkommenden Abtropfens von heissem Wachs für den Patienten nicht ungefährlich und führte auch zu Ungenauigkeiten, da das heiss eingeführte Wachs beim Erkalten Kontraktionen und dadurch eine ungenaue Form ergab.
Diese Nachteile werden durch die in bekannter Weise mit umlegbaren Kolben versehene Wachsspritze nach vorliegender Erfindung beseitigt, die darin besteht, dass der deckellose Spritzenzylinder selbst an seinen mit Führungsstegen für die Kolbenstange versehenen Tragstangen angelenkt ist, deren freie Enden als Fingerringe ausgebildet sind.
Die Zylinderwand ist an der offenen Mündung zwischen den Anlegestelle abgeschrägt, wodurch der umgelegte Zylinder beim Verschieben des in bekannter Weise konisch zulaufend geformten Kolbens wieder in seine axiale Lage zum Kolben gebracht wird.
Die über den Kolben angebrachte an sich bekannte Schutzmantelhülse ist bis zur vollständigen Freilegung des Zylinders auf den Tragstangen verschiebbar und ermöglicht hiedurch die Gelenkigkeit zwischen Kolbenstange und Zylinder auch bei herausgeschobenem Kolben vor- übergehend aufzuheben.
In der Zeichnung ist eine beispielweise Ausführungsform einer Spritze nach der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 dieselbe im lotrechten Längsschnitt, Fig. 2 in Vorderansicht und Fig. 3 im umgeklappten Zustand des Zylinders in Seitenansicht.
In der Zeichnung bezeichnet a den auf der einen Seite offenen und auf der andern Seite mit einem Deckel b mit abgebogener Spritzdüse versehenen Spritzenzylinder, eine nahe der Düsenmündung angeordnete Probierschale, welche gleichzeitig das Abtropfen von Wachs verhindert, e, f die beiden Anlenkpunkte des Zylinders elv f die Anlenkzapfen, g den vorne konisch zulaufenden Kolben, h die Kolbenstange, i1, i2 die Führungsstege an den Tragstangen jl,
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ring an dem freien Ende der Kolbenstange und In die Mantelhülse, die den Zylinder verschieblich umgibt und mittels am Ende nach einwärts gekröpfter Blattfeder n gegen unbeabsichtigte Verschiebung gesichert wird.
Die Handhabung der Spritze erfolgt in der Weise, das vorerst die Hülse m auf die Stangen ji, j2 und dann der Kolben g zurückgezogen wird, wodurch der Zylinder a sich um 90 umlegt (Fig. 3) und dessen Mündung freigelegt wird. so dass der Zylinder mit Wachs gefüllt werden kann. Nach der Füllung wird der Kolben in die Mündung vorgeschoben, wodurch dessen konisches Ende gegen die eine Abschrägung der Zylindermündung drückt und den Zylinder aufrecht, d. h. in axiale Lage zum Kolben bringt. Nun wird der Zylinder durch Tauchen in heisses Wasser oder an einer Flamme erwärmt, um das Wachs flüssig zu machen
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und dann die Schutzhülse m über den Zylinder geschoben. In diesem Zustand ist die Spritze gebrauchsfertig.
Es erübrigt nur noch, durch kurzen Hub eine Probe auf das Schälchen d-zu bringen, um sich von der Konsistenz des Wachses zu überzeugen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wachsspritze für zahnärztliche Zwecke, deren aus dem Spritzenzylinder herausziehbarer Kolben mit Kolbenstangen und Führung umlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der deckellose Spritzenzylinder (a) selbst an seinen mit Führungsstegen (i1, i2) für die Kolbenstange (h) versehenen Tragstangen G1, j2) angelenkt ist, deren freie Enden als Fingerringe (lel, ausgebildet sind.