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Reflektor.
Durch die österreichische Patentschrift Nr. 75639 ist ein Reflektor für Glühlampen bekanntgeworden, der aus einem mittleren konvexen Teil und einem sich daran anschliessenden ringförmigen konkaven Teil besteht. Damit wird erreicht, dass die mittleren der aufwärts gegen den Reflektor gerichteten Strahlen durch den konvexen Teil des Reflektors zerstreut und die äusseren der aufwärts gerichteten Strahlen durch den ringförmigen konkaven Teil des Reflektors gesammelt werden, u. zw. derart, dass die reflektierten Strahlen das zu beleuchtende Gebiet im Bereiche seiner äussersten Grenzen treffen, also an Stellen, die sonst wegen ihrer grossen Entfernung vom Beleuchtungskörper durch dessen unmittelbare Bestrahlung nicht mehr in genügendem Masse getroffen werden würden.
Dabei war an eine Ausbildung des Reflektors als Rotationskörper gedacht, weil bei der Beleuchtung von Plätzen, vielgleisigen Bahnhofverschubanlagen, Hallen und andern weiten Flächen immer das Bestreben besteht, die Bodenfläche nach allen Richtungen gleich weit in den Beleuchtungsbereich einzubeziehen, um eine möglichst gleichmässige Beleuchtung der weiten Bodenfläche zu erzielen. In allen diesen Fällen wird die Beleuchtung von weiten wagrechten Bodenflächen durch Aneinanderreihen von Lichtkreisen erreicht, von denen sich jeder als Schnittfläche des von der Lichtquelle und ihres Reflektors ausgestrahlten Lichtkegels mit der zu beleuchtenden Bodenfläche ergibt.
Die Beleuchtung von engeren Strassen, Bahngleisen oder, allgemein gesprochen, von länglichen Bodenflächen durch oberhalb der Längsmittelachse solcher Flächen aufgehängte Leuchten, deren Lichtkegel in seinem senkrecht zu seiner Achse geführten Querschnitt kreisförmig ist, ist aber nicht vorteilhaft. weil die Leuchten z. B. bei der Strassenbeleuchtung in der Querrichtung der zu beleuchtenden Fläche ihr reflektiertes Licht zu einem grossen Teil
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zwecklos ist, so dass dieser Teil des Lichtstroms verlorengeht.
Wollte man aber den Durchmesser der Lichtkreise der einzelnen Leuchten so klein wählen, dass die zwecklose Beleuchtung der Häuserflächen durch reflektierte Strahlen vermieden wird, so würde wieder der Nachteil entstehen, dass der Beleuchtungsbereich in der Längsrichtung der Strasse zu klein wäre, so dass man die Leuchten in allzu kurzen Abständen voneinander anordnen musste.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Reflektor der eingangs erwähnten Art, der aber so ausgebildet ist, dass er sich für die Beleuchtung von länglichen Bodenflächen, wie
Strassen, Geleisen, Treppen, Gängen oder sonstigen schmalen Räumen und Flächen, besonders eignet, indem die reflektierten Strahlen die wagrechte Bodenfläche treffen, die nicht kreisförmig, sondern in der Längsrichtung der zu beleuchtenden schmalen Bodenfläche länglich, also elliptisch, rechteckig oder ähnlich gestaltet ist.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Axialschnittform der beiden Teile des Reflektors im Umkreis verschieden ausgebildet ist, so dass man die Randzone, wohin die vom mittleren Teil des Reflektors zerstreuten und vom äusseren konkaven Teil gesammelten Lichtstrahlen geworfen werden, in der Querrichtung der zu beleuchtenden länglichen Fläche näher an den Fusspunkt der Lampe heranrückt, als in der Längsrichtung der Fläche. Vorteilhaft wird man die Verhältnisse so einrichten, dass der Beleuchtungsbereich der reflektierten Strahlen in der Querrichtung nicht grösser ist als die Breite der zu beleuchtenden Fläche.
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Die Zeichnung soll dies näher erläutern :
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Refleklor gemäss der Erfindung in zwei aufeinander senkrecht stehenden Seitenansichten und Fig. 3 in einer Druntersicht.
Daraus ersieht man, dass der mittlere konvexe Teil a, ebenso wie auch der ihm umgebende ringförmige konkave Teil b länglich ausgebildet ist, so dass also der ganze Reflektor eine elliptische Gestalt annimmt. Die grosse Achse dieser Ellipse A-A wird bei der Montierung des Reflektors im Wesen in die Längsrichtung der zu beleuchtenden länglichen Fläche und die kleine Achse B-B in die Querrichtung dieser Fläche eingestellt. Die Axialschnitt des Reflektors sind nun sowohl in der Längs-als auch in der Querrichtung so ausgebildet, dass die von allen Teilen des Reflektors zurückgeworfenen Strahlen einander ungefähr in der Grenzzone des Beleuchtungsbereiches treffen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen beispielsweise einen Längsschnitt und einen Querschnitt durch eine zu beleuchtende Strasse, ober deren Mitte eine Reihe von Leuchten gemäss der Erfindung aufgehängt werden soll. In den beiden Figuren ist eine solche Leuchte schematisch dargestellt, wobei der in Fig. 4 dargestellte Axialschnitt des Reflektors einem Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 3 und der in Fig. 5 dargestellte Schnitt durch den Reflektor einem Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 3 entspricht. Der Punkt c deutet die Lichtquelle an uud die strichpunktierten Linien die von der Lichtquelle aufwärts gerichteten und durch den Reflektor zurückgeworfenen Strahlen.
Die vom mittleren konvexen Teil zurückgeworfenen Strahlen d und die vom konkaven Teil zurückgeworfenen Strahlen e treffen einander auf der Bodenfläche in einer entsprechend grossen Entfernung vom Fusspunkt/"der Lampe und verstärken dort die schon sehr schwach wirksame Beleuchtung durch die direkten Strahlen der Lichtquelle.
Die Entfernung der Zone g, wo die Strahlengruppen d und e einander treffen, ist nun infolge der besonderen Ausbildung des Reflektors in der Längsrichtung der Strasse (Fig. 4) vom Fusspunkt f weiter entfernt als in der Breitenrichtung der Strasse (Fig. 5) und es ist klar, dass man auch die zwischen den Axialsehnitten AA und B-B gelegenen Axialschnitt des Reflektors so ausbilden kann, dass eine möglichst günstige Gestalt der Begrenzung des Beleuchtungbereiches sich ergibt. Die günstigste Gestalt des Beleuchtungsbereiches wäre wohl die Rechtecksform, deren Breite der Strassenbreite entsprechen würde und deren Länge so bemessen werden sollte, dass die Beleuchtungsbereiche benachbarter Lampen einander nicht allzuweit übergreifen müssten, um eine gleichmässige Bodenbeleuchtung zu erhalten.
In der Regel wird es aber auch genügen, irgendeine längliche Form des Beleuchtungsbereiches zu erhalten und dazu genügt ja die in den Fig. 1- 3 dargestellte Ausführungsform, von der aber selbstverständlich auch in manigfacher Beziehung abgewichen werden kann.