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Gelenkiger Scheinwerferhalter für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge.
Es ist bekannt, Scheinwerfer von Fahrzeugen, insbesondere von Kraftfahrzeugen, auf gelenkigen
Haltern anzubringen, damit das Strahlenbündel vorübergehend abgelenkt werden kann, zwecks Vermeidung der Blendwirkung von in entgegengesetzter Richtung sieh bewegenden Fahrzeugen oder
Personen.
Bei den bisher bekannten Scheinwerferhaltern werden die Halterteile durch eine oder mehrere Federn in ihrer Ruhelage gehalten. Um nun zu vermeiden, dass durch die steten Erschütterungen des Wagens die Scheinwerfer aus ihrer Ruhelage kommen und damit die Federn nicht brechen, wurden diese ziemlich stark bemessen, so dass sie nicht leicht innerhalb der Halterteile untergebracht werden konnten. Dadurch wurde der Raumbedarf für solche Halter vergrössert und ihre Befestigung an Fahrzeugen war oft mit Schwierigkeiten verbunden. Ausserdem war es nicht zu vermeiden, dass infolge der Eigenschwingungen der Federn die Scheinwerfer in Bewegung gerieten, was ausser einer grossen Beanspruchung und Abnutzung der betreffenden Halterteile mit der Zeit ein äusserst unangenehmes Geräusch verursachte.
Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass mit der Zeit die Federn ihre Spannkraft verlieren und die Halterteile in bezug aufeinandern nicht mehr unbeweglich halten.
Vorliegende Erfindung erlaubt es nun, alle vorerwähnten Übelstände dadurch zu beseitigen, dass die Halterteile in ihrer normalen Lage nicht mehr durch Federn, sondern durch einen Kolben gehalten werden, der einem Zylinder ein geeignetes Luftvolumen zusammenpresst. Der Zylinder ist teilweise mit einer geeigneten Flüssigkeit, z. B. Öl gefüllt, auf der die zusammenpressbare Luftschicht lagert.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Scheinwerferhalters, u. zw. veranschaulichen : Fig. 1 eine Seitenansicht des Halters nach dieser Ausführungsform in der Ruhelage ; Fig. 2 eine Seitenansicht des Halters in der Arbeitslage ; Fig. 3 einen teilweisen senkrechten Schnitt der Fig. 1.
Der dargestellte Scheinwerferhalter besteht aus zwei Teilen 10 und 11 in Form von ringförmigen Schellen, die von Spannschrauben 13 durchsetzt werden, mittels welcher der Scheinwerfer 14 im oberen Teil 10 festgehalten wird, während der untere Teil 11 einen am Fahrzeug befestigten Träger 15 umgreift. In seitlichen Armen des unteren Ringteiles 11 ist eine Achse 12 gelagert, die durch eine Bohrung im oberen Teil hindurchgeführt ist und um welche der letztere eine begrenzte Schwingung in senkrechter Ebene ausführen kann.
Der volle Teil 16 des Ringes 11 (Fig. 3) weist eine zylindrische Bohrung 17 auf, von der aus zwei Kanäle 18 zu einer zusätzlichen Kammer 19 führen. Diese ist durch einen Deckel 20 fest verschlossen.
Im oberen Teil des Zylinders ist ein Ring 21, z. B. aus Stahl, eingesetzt, in welchem ein mit einem Kolbenring 23 versehener Kolben 22 gleitet, dessen oberer Teil kugelig gestaltet ist und an dessen unterer Stirnfläche eine Lederscheibe 24 sowie eine Filzscheibe 25 mit Hilfe einer Platte 26 und einer Schraube 27 festgehalten werden.
Die Kammer 19 und der Zylinder 17 sind soweit mit einer Flüssigkeit, z. B. 01, angefüllt, dass zwischen dem Kolben 22 und der Flüssigkeitsoberfläche ein kleines Luftkissen 28 verbleibt.
Die dem Kolben 22 gegenüberliegende Fläche 29 des oberen Ringteiles 10 ist leicht abgeschrägt, um die bereits erwähnte Schwingung des Teiles 10 um die Achse 12 zu erlauben.
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Bowdenkabels 32 befestigt, dessen Mantel am Arm 31 befestigt ist.
Wenn die Teile sich in der in Fig. 1 dargestellten Lage befinden, in welcher der Scheinwerfer geradeaus gerichtet ist und das Bowdenkabel 32 in der Richtung des Pfeiles 33 bewegt wird, zum Zwecke, das Strahlenbündel nach vorn abwärts zu neigen, so dass die Blendwirkung des Scheinwerfers vermieden wird, so kommen die Teile 10 und 11 in die in Fig. 2 dargestellte Lage, wobei der Kolben 22 durch die Fläche 29 in den Zylinder 11 hineingedrückt wird. Dabei wird das Luftkissen 28 komprimiert, so dass nach Aufhören des Zuges am Kabel 32, der Kolben selbsttätig zurückgetrieben wird, wodurch die Teile wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht werden.
Da der Zylinder 17 und die Kammer ; ? mit Öl gefüllt sind und durch die Erschütterungen des Fahrzeuges diese Flüssigkeit mit der Filzscheibe 25 in Berührung kommen kann, so bleibt diese stets öldurchtränkt, wodurch die Dichtheit des Kolbens noch erhöht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gelenkiger Scheinwerferhalter für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass die das Gelenk bildenden Teile (10, 11) des Halters eine begrenzte schwingende Bewegung zueinander ausführen können, die entgegen der Wirkung eines in dem einen Gelenkteile (11) in einem Zylinder (17) angeordneten und die Luft zusammenpressenden Kolbens (22) gerichtet ist.