AT114443B - Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen. - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen. Es ist schon mehrfach vorgeschlagen worden, Schwefelwasserstoff aus Gasgemischen mit FerriVerbindungen auszuwaschen. Am bekanntesten sind die Vorschläge, Ferrihydrat in einer alkalischen Flüssigkeit aufgeschlämmt und Ferrichlorid in Lösung zu benutzen. Ferrihydrat hat die Vorteile, dass die Absorption sehr vollkommen ist und dass sich das entstandene Produkt leicht wieder oxydieren lässt. Dagegen hat es den Nachteil, dass der bei letztgenannter Oxydation ausgeschiedene Schwefel nur mit Ferrihydrat gemischt gewonnen wird. Ferrichlorid hat den Vorteil, dass der Schwefel bei der Absorption direkt in reiner Form ausfällt und durch einfaches Filtrieren gewonnen werden kann. Dagegen hat es den Nachteil, dass das Absorptionsvermögen von Schwefelwasserstoff in der Eisenchloridlösung begrenzt ist, so dass sieh bald ein Gleichgewichtszustand einstellt. Das Eintreten dieses Gleichgewichtszustandes hängt von der Konzentration EMI1.1 nimmt an der Reaktion teil, wie nachstehende Tabelle zeigt : EMI1.2 <tb> <tb> Vor <SEP> Reduktion <SEP> Nach <SEP> Reduktion <tb> g <SEP> per <SEP> 100 <SEP> g <SEP> Lösung <SEP> % <SEP> Ausbeute <tb> FeCl3 <SEP> FeCl8 <SEP> HCl <tb> 30 <SEP> 22#2 <SEP> 1#75 <SEP> 26 <tb> 15 <SEP> 9#45 <SEP> 1#25 <SEP> 37 <tb> 5 <SEP> 1#65 <SEP> 0#75 <SEP> 67 <tb> Um zu einer einigermassen guten Ausbeute zu gelangen, ist es also notwendig, mit sehr dünnen Lösungen zu arbeiten, was für die praktische Durchführung von Nachteil ist. Ausserdem hat die An- wendung von Ferrichlorid den Nachteil, dass die Oxydation des gebildeten Ferrochlorids ziemlich träge vor sieh geht. Die Erfindung bezweckt die Verwendung eines basischen Ferrisalzes in Suspension oder Lösung als Absorptionsmittel für Schwefelwasserstoff. Eine solche Suspension erhält man durch Oxydation des betreffenden Ferrosalzes in neutraler oder schwach saurer Lösung. So scheidet z. B. Ferrochlorid bei der Oxydation einen Teil seines Eisens in einen basischen Chlorid aus. Oxydiert man z. B. eine Lösung von Ferrochlorid mit Salpetersäure, so erhält man einen reinen, EMI1.3 lösung. Das Verhältnis zwischenden Gehalten an Eisen und Chlor in dem suspendiertenfestenKörper entspricht der Formel <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 nähert, d. h. es setzt sich aus der Flüssigkeit äusserst langsam ab. Die Flüssigkeit mit dem darin suspendierten basischen Chlorid besitzt also Eigenschaften, die sie für den praktischen Betrieb als Speiseflüssigkeit für Absorptionstürme besonders geeignet macht. Die Reaktion kann mit folgender Gleichung ausgedrückt werden : EMI2.2 Das bei dieser Reaktion gebildete NO wird in gewöhnlicher Weise wieder in Salpetersäure übergeführt. EMI2.3 Die Flüssigkeit mit dem darin suspendierten festen basischen Ferriclorid absorbiert Schwefelwasserstoff aus dem Gasgemisch nach folgender Gleichung : EMI2.4 EMI2.5 mit der zurückgewonnenen HNO, oxydiert. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen unter gleichzeitiger Gewinnung von Schwefel, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase mit einer Suspension von basischem Ferrosalz in einer Ferrisalzlösung ausgewaschen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinsalzlösung mit dem darin suspendierten basisehen'Ferrisalz so hergestellt wird, dass eine Lösung von dem entsprechenden Ferrosalz mit einem starken Oxydationsmittel behandelt wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel Salpetersäure benutzt wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Schwefelwasserstoffabsorption entstandene Lösung zweeks Wiedergebrauch laut Anspruch 2 behandelt wird.
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