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Selbsttätige Parallelsehaltvorrichtung.
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widerstand für das Schaltrelais verstellen. Der Schaltkontakt wird durch das Phasenrelais derart gesteuert, dass er bei Niehtübsreinstimmsn der Phasen der parallel zu schaltenden Netze oder Maschinen verriegelt, bei Phasenüb3reinstimmun6 jedoch d3r ihm gelieferte Kraftüberschuss so gross ist, dass auch bei kleiner Summenspannung und bei erheblicher Verschiedenheit der Spannungsvektoren die Schliessung
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relais für den Stromkreis des Hauptschalters sitzt, ein nach Art einer Sehubkurbel wirkendes, vom Rotor des Phasenrelais angetriebenes Sperrorgan zu verwenden.
Gemäss der Erfindung wird nun der vom Phasenrelais betätigten Regelvorrichtung für die Vorschaltwiderstände des Schaltrelais eine Voreilung gegenüber der vom Phasenrelais gesteuerten Sehubkurbel gegeben, so dass bei Zunahme der Summenspannung und Verkleinerung des Phasenwinkels der parallel zu schaltenden Netze bis zur Phasenübereinstimmung das Schaltrelais freigegeben, bei Abnahme
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung bei einer Parallelschalteinrichtung für zwei Wechselstromnetze A und B gezeigt. Der Hauptschalter C wird in bekannter Weise durch das Schaltrelais f gesteuert, das auf die Summenspannung der Messtransformatoren D, E bei
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des Rotors d auf die Wälzsektoren erfolgt durch das Reibglied k.
Mit dem Rotor cl des Phasenrelais ist die schwingende Sehubkurbel e verbunden, an die der Hebel a angelenkt ist. Letzterer dient als Sperrglied für das Kontaktorgan g des Schaltrelais f, das den Schalterkontakt b schliesst oder öffnet.
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gebracht, das nun den Kontakt b schliessen und damit den Hauptschalter C zum Ansprechen bringen kann. Ein Schliessen des Kontaktes b erfolgt jedoch nur dann, wenn die Interferenzdauer ausreicht, um dem Schaltrelais genügend Zeit zum Ansprechen zu lassen. Ausserdem spricht das Sehaltrelais bei 1800 Phasenverschiebung zwischen den parallel zu schaltenden Spannungen nicht an, weil es von der Resultierenden der beiden Spannungen gespeist wird, die bei gleichen Einzelspannungen Null ist.
Wie ersichtlich, spricht das Schaltrelais an trotzdem das Phasenrelais noch nicht die Mittelstellung II, also der Phasenwinkel noch nicht gänzlich den Nullwert erreicht hat. Wenn das Phasenrelais und damit die Schubkurbel die Mittelstellung 11 erreicht haben, der Phasenwinkel also Null ist, so sind die Wälzsektoren h, i durch das von dem Rotor cl mitgenommene Reibglied k bereits aus der Mittelstellung II
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herausbewegt. Die Widerstände h, i sind aber so abgestuft, dass trotzdem das Schaltrelais zum Ansprechen kommen kann.
Die Wälzsektoren besitzen also gegenüber dem Phasenrelais bzw. der Sehubkurbel eine gewisse Voreilung, die den Zweck hat, das Schaltrelais kurz vor der Phasenübereinstimmung zum Ansprechen zu bringen und die Betätigung des Hauptschalters einzuleiten, so dass dieser trotz seiner Trägheit im Augenblick der völligen Phasenübereinstimmung die Parallelschaltung vornimmt. Diese Voreilung wird auch für die entgegengesetzte Bewegungsrichtung des Phasenrelais aufrecht erhalten, d. h. wenn bei raschem Durchgang durch den Synchronismus der Rotor d schnell in die Endlage III und wieder zurück bewegt wird.
In diesem Fall wird das Reibgleid k von dem Rotor d in der Pfeil-
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Rotors verschiebt er sich durch eine Gleitbewegung gegenüber dem feststehenden Glied k, bis ein Zinken der an dem Rotor sitzenden Gabel t an den Stift s am Reibgleid & sich anlegt. Beim Zurückdrehen des
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die Wälzsektoren dem Phasenrelais und der Sehubkurbel voraus, so dass in der Mittelstellung des Relais, wo der Phasenwinkel Null ist, das Schaltrelais anspricht, obwohl die Wälzsektoren ihre Mittelstellung bereits überschritten haben. Der Anschlag 1'1 dient für die Begrenzung der Bewegung des Reibgliedes k nach der andern Seite. Die Endstellung III der einzelnen Teile des Schaltapparates ist gestrichelt dargestellt.
Bezüglich dieser Voreilung der Wälzsektoren bestand bisher die Gefahr, dass bei einer Änderung der Drehzahl der die parallel zu schaltenden Netze speisenden Maschinen und bei raschem Durchgang durch den Synchronismus das Phasenrelais seine Richtung vor Erreichen der Endstellung III umkehrt, ohne dass das Schaltrelais zum Ansprechen kommt. Dies hätte zur Folge, dass die vorher beschriebene Verschiebung des Rotors cl gegenüber dem Reibglied k für die Wälzsektoren nicht vorgenommen worden ist, so dass die Wälzsektoren anstatt dem Rotor vorzueilen nunmehr nacheilen würden.
Hiedurch könnten Fehlschaltungen eintreten. Der Schaltapparat und die mit ihm zusammenhängenden Teile nehmen in dem Fall wieder die in der Figur ausgezogene Stellung ein, die Schubkurbel e hat aber den Hebel a in die gestrichelte Lage gebracht, so dass das Kontaktorgan g verriegelt ist. Trotzdem also die Spannung an den Klemmen des Schaltrelais f den Höchstwert besitzt, weil ja die Wälzsektoren nacheilen, kann das Schaltrelais nicht ansprcchen. FehlcraHungEn infolge zu später Kontaktgabe des Schaltrelais sind also völlig vermieden, indem das Schaltrelais verriegelt wird, sobald das Phasenrelais über die Mittelstellung sich hinaus bewegt, dagegen freigegeben wird, sobald das Phasenrelais sich seiner Mittelstellung nähert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Parallelschaltvorrichtung mittels eines unter dem Einfluss der Summenspannung der parallel zu schaltenden Netze oder Maschinen stehenden Sehaltkontaktes und eines als FelTarismotor ausgebildeten Phasenrelais, dadurch gekennzeichnet, dass die in bekannter Weise vom Phasenrelais betätigte Regelvorrichtung für die Vorschaltwiderstände (o, p) des Schaltrelais eine Voreilung
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Summenspannung und Verkleinerung des Phasenwinkels der parallel zu schaltenden Netze bis zur Phasenübereinstimmung das Schaltrelais freigibt, bei Abnahme der Summenspannung und Vergrösserung des Phasenwinkels dieses dagegen verriegelt.