<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Glätten von imprägnierten Leitungsmaterialien od. dgl.
Es ist bekannt, imprägnierte Leitungsmaterialien zu glätten, indem man sie durch Drahtschlingen hindurehführt. Es hat sich gezeigt, dass die Drahtschlingen den Nachteil haben, dass sie sich Durchmesser- änderungen der zu glättenden Kabel nicht anzupassen vermögen und daher bei Durchmesserzuwachs
EMI1.1
ausüben, so dass die Glättung des Kabels sehr ungleichmässig wird.
Nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass man die lichte Weite (Öffnung) der Drahtschlinge je nach der Durchmesseränderung des Kabels steuert, derart, dass der radiale Druck, den die Schlinge auf das Kabel ausübt, stets annähernd der gleiche ist.
Fig. 1 und 2 der Zeichnung stellt in beispielsweiser Ausführungsform eine Glättvorrichtung nach der Erfindung dar.
Im Gehäuse c sind zwei Kolben a und b mittels Zapfen z, und Zb in schraubenförmigen
EMI1.2
ist eine Drahtschlinge g an ihren beiden Schenkeln e und t eingespannt. Gegen den Kolben a drückt eine Feder q, die sich an dem Gehäuse c abstützt.
Die Steuerung der lichten Weite (Öffnung) der Drahtschlinge geht nun wie folgt vor sieh :
Tritt beim Durchlauf des Kabels k durch die Vorrichtung eine Durchmesservergrösserung des Kabels auf, so dass das Kabel k durch die Schlinge g nicht hindurch kann, so wird die Schlinge und damit auch die Kolben a und b entgegen der Spannung der Feder q in der Laufrichtung des Kabels mitgenommen.
Bei der Vorwärtsbewegung der Kolben a und b erfahren diese infolge ihrer Führung in den schraubenförmigen Schlitzen s und sb eine Drehbewegung, u. zw. der Kolben a im Sinne des Uhrzeigers und der Kolben b entgegen dem Uhrzeigersinn. Durch die Drehbewegung der Kolben werden die Schenkel e und f der Schlinge im Sinne der Pfeile p bewegt (Fig. 2) und damit die Öffnung der Schlinge soweit erweitert, bis das Kabel k hindurch kann, wobei die Glättschlinge auf das Kabel einen der Federspannung der Feder q entsprechenden radialen Druck ausübt.
Tritt eine Durchmesserverminderung des Kabels auf, so werden die Kolben a und b durch die Feder q zurüekgedrüekt, wobei die Kolben a und b wieder eine Drehbewegung ausführen, aber jetzt im entgegengesetzten Sinn, so dass sich die lichte Weite der Schlinge
EMI1.3
Feder q entspricht. Die Dimensionierung der Feder q wird dabei so getroffen, dass dabei der Druck, den die Glättschlinge auf das Kabel ausübt, bei jeder Öffnungsweite der Schlinge stets der gleiche ist.
Bei Auftreten einer grossen Kabelverdickung, z. B. eines Knollens, welche selbst bei grösster Öffnungsweite der Glättschlinge durch diese nicht mehr hindurch kann, wird der Kolben a soweit mitgenommen, bis er an dem Anschlag h anstösst und diesen in Bewegung setzt, welcher wieder den Abstellmechanismus des Kabelganges auslöst (in der Zeichnung nicht dargestellt), derart, dass der Durchzug des Kabels abgestellt wird, so dass unzulässige Verdickungen des Kabels aufgedeckt und ausgebessert werden können.
In den Fig. 1 und 2 wird die lichte Weite der Glättschlinge so gesteuert, dass beide Schenkel e und f eine schwenkende Bewegung im Sinne der Pfeile p erfahren ; die Anordnung kann auch so getroffen werden, dass ein Schenkel der Glättsehlingefeststehend angeordnet wird und nur der zweite eine schwenkende Bewegung, aber jetzt mit doppelt so grossem Ausschlag, vollführt.
<Desc/Clms Page number 2>
Selbstverständlich ist es gleichzeitig, wie die mechanische Einrichtung der Glättvorrichtung zur Steuerung der lichten Weite der Drahtschlinge getroffen ist ; das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die lichte Weite der Drahtschlinge den Durchmesseränderungen der zu glättenden Leitungsmaterialien angepasst wird. Es kann z. B. auch die Steuerung durch eine Servovorrichtung durchgeführt werden.
EMI2.1
an Stelle von Draht Drahtseilchen, Blechstreifen od. dgl. verwendet werden.
An Stelle geschlossener Drahtschlingen können auch zwecks leichterer Änderung der lichten Weite die Schlingen zweiteilig, wie dies z. B. schematisch in Fig. 5 dargestellt ist, ausgeführt und die Teile der Schlingen entweder einzeln oder gemeinsam gesteuert werden (Pfeile pg). Die Schlingen können aber auch vielteilig, z. B. ähnlich wie die Irisblenden bei photographischen Apparaten, ausgebildet sein und auch ähnlich gesteuert werden.