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Bei Münzfernsprechern, bei denen die Herstellung einer Verbindung durch ein Vermittlungsamt erfolgt, wird die Anzahl und die Wertigkeit der eingeworfenen Münzen der Beamtin zumeist dadurch angezeigt, dass die Münzen beim Durchlaufen der Kanäle ein-oder mehrere Male an verschiedene Klangkörper schlagen. Die hiedurch hervorgerufenen akustischen Zeichen werden durch ein Mikrophon zum Amt übermittelt. Bei derartigen Einrichtungen besteht die Gefahr, dass die Klangfarbe der Signale dadurch erheblich beeinflusst wird, dass das Mikrophon störende Geräusche mit überträgt, die durch die Münzen beim Durchlaufen der Münzkanäle und durch Beeinflussung des Apparatgehäuses von aussen, z. B. durch Erschütterung u. dgl., verursacht werden.
Ausserdem muss das zur Übertragung der Klangzeiehen dienende Mikrophon bei Herstellung gewisser Verbindungen die Bedingung erfüllen, dass es, während z. B. das Sprechmikrophon kurz geschlossen ist, keine Spreehverständigung möglieh maeht, um Betrugsversuehe auszuschliessen. Die tTbermittlungseinrichtung für die Zalklänge muss demnach für den von aussen kommenden Schall, d. h. für eine Spracliübertragung des Teilnehmers sowie für die im Münzfernsprecher durch das Zahlen und Fallen der Münzen entstehenden Geräusche, möglichst un-
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Diese Forderungen werden nach der Erfindung in der Weise gelöst, dass die ganze Klangeinrichtung dämpfend gegen Schall und Erschütterung aufgehängt ist.
Die von den Münzen beeinflussten Klangkörper sind zweckmässig als doppelseitige Stimmgabeln ausgebildet, wodurch die Erzeugung eines ganz bestimmten und scharf abgegrenzten Signales erleichtert wird. Die Übertragung der Schwingungen zu der besonders stark ausgebildeten Membran des Mikrophons erfolgt mechanisch durch ein zwischen der Membran und den Stimmgabeln gelagertes Zwischenglied. Weitere Kennzeichen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine Klangvorrichtung dargestellt, bei welchem die Bezahlung der Gebühr in verschiedenen Miinzsorten erfolgen kann und bei dem die Kassierung durch ein Klangsignal angezeigt wird.
Das Glockenmikrophon j ! ist auf einer Tragplatte 2 angeordnet, auf deren U-förmig umgebogenen Gliedern 3 und 4 zwei je auf einen bestimmten Ton abgestimmten doppelseitigen Stimmgabeln 5 und 6 befestigt sind. Die Tragplatte ist ausserdem mit vier winklig abgebogenen Ansätzen 7 versehen, welche
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Ansätze ist ein Hebel 11 befestigt, welcher mit dem bei der Betätigung eines Kassierorgans beeinflussten und in einem Wecker, Gong od. dgl. bestehenden Klangkörper mechanisch verbunden ist, und der die Klangsignale zu dem auf der Tragplatte befestigten Mikrophon überträgt.
Zwecks Freilegung der Membran 12 ist die Tragplatte mit einer Kreisöffnung versehen, so dass eine Beeinflussung der Membran vermittels des zwischen der Membran und den Stimmgabeln angeordneten sternförmig ausgebildeten Gliedes 13, dessen Form aus der in Fig. 3 gegebenen Darstellung der Klangeinrichtung unter Fortlassung der Stimmgabeln näher ersichtlich ist, ermöglicht wird. Vermittels zweier Blattfedern 14 und 15 ist dieses Zwischenglied federnd an der Tragplatte gelagert und überträgt die Schwingungen der Stimmgabeln durch den Stift 16 auf die Membran.
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Die Befestigung der gesamten Klangeinrichtung im Gehäuse erfolgt vermittels des durch die Aussparungen 9 und 10 gezogenen Bandgurtes 8 und durch zwei Schraubenfedern ? 7. Durch diese vollkommen isolierte Aufhängung der gesamten Anordnung im Gehäuse ist eine Beeinflussung des Mikrophons und der Klangkörper durch Geräusche irgendwelcher Art unmöglich gemacht. Vermöge der besonders starken Ausbildung wird die Membran gleichfalls nur auf akustische Zeichen ansprechen, deren Seha1tschwingungen mechanisch übertragen werden. Die durch das Anschlagen der Münzen und durch die Betätigung des Kassierorgans hervorgerufenen Klangsignale werden deutlich und scharf abgegrenzt ohne irgendwelche störenden Nebengeräusche zum Amt übermittelt.
Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 4 dargestellt, u. zw.ist die Klangeinrichtung im Längsschnitt gezeigt.
Ein Gehäuse a von topfartiger Form ist durch den Deckel b verschlossen. Die inneren Wandungen vom Gehäuse und Deckel sind allseitig mit einer Schicht aus schalldämpfendem Material c belegt. Zwischen dpm Deckel b und dem Gehäuserand d ist mittels der Verschraubungen e eine membranartige Metallplatte f eingespannt. Die Verschraubung ist derart ausgeführt, dass die membranartige Platte f in keinerlei metallischer Verbindung mit dem Gehäuse a oder Deckel b steht, sondern lediglich von dem schalldämpfenden Material des Gehäuserandes d und Deckel eingespannt gehalten wird. Die Membran besitzt ihrerseits ein oder mehrere zungenartige Ansätze g, die radial nach aussen aus dem Gehäuse bzw. der Verschraubung herausragen. An diesen Zungen g sind z.
B. röhrenförmige, mit Schlitzen h versehene Klangkörper i starr, z. B. hart verlötet, befestigt. In dem Hohlraum des Gehäuses a ist eine Mikrophonkapsel iiblieher Bauart derart gelagert, dass sie mit ihrer schallaufnehmenden Seite an die membranartige Platte f fest anliegt. Das Gehäuse a besitzt Zuführungskontakte m, n zum Anschlusse der Mikrophonkapsel i ! an die Schaltung des Münzfernsprechers. Die Befestigung der gesamten Klangübermittlungseinrichtung erfolgt am Mikrophongehäuse a mittels einer Stütze od. dgl., die zweckmässig schalldämpfend an dem hier nicht gezeigten Gehäuse des Münzfernsprechers angeordnet ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun derart, dass bei Betätigung der Klangkörper i die
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übertragen werden. Letztere gibt ihre Schallenergie unmittelbar an das anliegende Mikrophon I weiter. Alle von aussen an die Klangvorrichtung dringenden Schallschwingungen, wie Sprache und Störgeräusche, können wegen der allseitigen schalldämpfenden Kapselung die Mikrophonkapsel selbst nicht beeinflussen. Auch über die Klangkörper i und die herausragenden Zungen g kann nur eine sehr unvollkommene Sprach- übertragung stattfinden, da diese Körper wegen ihrer grossen Masse und stark ausgeprägten Eigenschwingungen zur Sprachübertragung auf die membranartige Platte ungeeignet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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mit den Klangkörpern steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon gegenüber äusseren Schallwirkungen unempfindlich gemacht ist.