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Einrichtung zum wechselweisen Anschluss beliebig vieler Messstellen an ein gemeinsames Messsystem, dessen Zeiger zeitweilig von einer Hilfsvorrichtnng beeinflusst wird.
Es sind Einrichtungen bekannt, bei denen eine Mehrzahl von Messstellen in abwechselnder Reihenfolge nacheinander an ein gemeinsames Messsystem angeschlossen werden, dessen Zeiger ausserdem zeitweilig dem Einfluss einer Hilfsvorrichtung, z. B. eines Fallbügels, unterworfen ist. Eine derartige Ein-
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eines gemeinsamen Messsystems zu registrieren oder beim Auftreten von unerwünscht hohen oder niedrigen Werten an einer der überwachten Messstellen Signale oder Regeleinrichtungen zu betätigen.
Gemäss der Erfindung wird bei einer derartigen Einrichtung eine erhebliche Vereinfachung dadurch erzielt, dass sowohl die Umschaltung der Messstellen als auch die Betätigung des Messsystemzeigers durch ein einziges periodisch wirkendes, thermischelektrisches Relais gesteuert wird. Zweckmässig steuert das thermische Relais einen den Messsystemzeiger beeinflussenden Fallbügel in an sich bekannter Weise durch mechanische Mittel und die Umschaltevorrichtung auf elektrischem Wege. Es können indessen für beide Zwecke auch gleichartige Steuermittel, z. B. elektrische, Anwendung finden.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das die Anwendung der neuen Einrichtung bei der Überwachung der Temperaturen einer beliebigen Anzahl, beispielsweise von vier Öfen, erläutert. Die Ofentemperaturen werden mittels einer entsprechenden Anzahl von Thermo-
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des Messgerätes 2 spielt über drei Paaren von Kontakten 5, 6 und 7, 8 sowie 9, 10, die den Zeigerausschlag bei normaler, minimaler und maximaler Temperatur kennzeichnen und zweckmässig einstellbar angeordnet sind. Die erwähnten Kontakte steuern die Stromkreise für Signallampe 11, 12, 13, die vorzugsweise verschiedenfarbig, z. B. rot, weiss, grün sind, und für ein Relais 14, das in nicht dargestellter Weise bei Erregung die Feuerung des überwachten ersten Ofens verstärkt.
Die Lampenkreise sind ausserdem noch über Kontakte von Relais 15, 16, 1"1, 18 und eine der Zahl der überwachten Öfen entsprechenden Anzahl von Umschaltern 19, 20,21, 22 geführt, die von gleicher Bauart wie der be-
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Schaltarm 23'" auf der gleichen Achse 24 gegeneinander isoliert angeordnet sind. An die drei unteren Kontaktsegmente 19", 20", 21", 22"der Umschalter sind auf der Zeichnung nicht dargestellte Lampenund Relaissätze für den zweiten, dritten und vierten Ofen von gleichem Aufbau und Schaltung angeschlossen, wie der an das obere der Umschalterkontaktsegmente angeschlossene, rechts oben in der Zeichnung dargestellte Satz für den ersten Ofen. Die Schaltachse 24 wird mittels Steigrad 25 von einem
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elemente dienenden Netzleitungen 37, 38 angeschlossen ist.
Wesentlich für die neue Anordnung ist nun, dass sowohl die Betätigung des Zeigers 3 zwecks Schliessung der Kontakte 5, 6,7, 8 oder 9,10 als auch die Fortsehaltung der Schaltwelle 24 durch
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ein einziges thermischelektrisehes Relais 28 erfolgt. In dem Ausführungsbeispiel besteht da Relais aus einem gekrümmten Bimetallstreifen 29 mit Heizwicklung 30. Das eine Ende der Heizwicklung ist
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der Wicklung über Klemme 31 ! an die Netzleitung 37 angeschlossen ist. Der Kontakt 33 ist an einem Hebel 40 befestigt, der seinerseits bei 39 von dem Bimetallstreifen 29 getragen wird.
Im abwechselnden Spiel streckt sieh der Bimetallstreifen 29 infolge Erwärmung bei stromgespeister Heizwicklung 30 und krümmt sich wieder, wenn deren Stromkreis bei Kontakt 33,35 unterbrochen ist. Die Steuerung der Schaltwelle 24 erfolgt dadurch, dass die Wicklung des Schaltelektromagneten 26, 27 parallel zur Heiz- wicklung 30 liegt. Demgemäss werden über Schalter 23 die einzelnen Thermoelemente 48-48'" ab- wechselnd auf das Messgerät 2 geschaltet und gleichzeitig mittels Schalter 19-22 ihre zugehörigen Lampen und Relaissätze betriebsfähig gemacht.
Die gleichzeitige Steuerung der Kontaktgabe bei 5,6 ; 7, 8 oder 9, 10 geschieht in der Weise, dass der erwähnte Hebel 40 mittels der Stange 41 den Fallbügel 4 entgegen der Kraft -einer Feder 32 hebt und senkt und damit den Zeiger 3 freigibt oder auf einen der genannten Kontakte presst.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist im übrigen wie folgt, wobei angenommen ist, dass die Schalter 19-23 die dargestellte Stellung haben.
Wird durch den Fallbügel 4 bei zu kleinem Ausschlag des Zeigers 3 der Kontakt 7 mit dem Kontakt 8 in Berührung gebracht, so kommt durch diese Kontaktgabe folgender Stromkreis zustande : Von dem einen Pol 37 der Stromquelle über eine Klemme 52, die Verzweigungspunkte 62, 63 über die Spule 15'des Relais 15 zur Klemme 57, die über den Schalter 20, eine Klemme 43, die Kontakte 7, 8, eine Klemme 42, den Schalter 19 mit einer Klemme 60 leitend verbunden ist, dann über die Spule 18'. des Relais 18, einen Verzweigungspunkt 64 zu einer Klemme 56, die an dem anderen Pol 38 der Hilfsstromquelle liegt. Die Spulen 15'und 18'ziehen die zugehörigen Anker M",. M" wie gezeichnet an.
Der Anker 15"bewirkt Stromschluss in einer Leitung, die von dem Pol 37 über eine Klemme 52, den Verzweigungspunkt 62, den Aker 15", die Klemme 51, die grüne Lampe 73 mit paralleler Relaisspule 14 zum anderen Pol 38 geht. Der Anker. M" gibt freilich auch Kontaktschluss, u. zw. verbindet er den Pol 88 über die Klemme 56, den Verzweigungspunkt 64, der Klemme 54, der roten Lampe 11 mit der Klemme 53.
Da aber der nicht angezogene Anker 16" der Spule 16'keinen Kontakt gibt, so ist der Stromkreis der roten Lampe 11 am Anker 16" unterbrochen. Es leuchtet also in dem erwähnten Falle lediglieh die grüne Lampe 13 auf und die dazu parallel liegende Relaisspule 14 bewirkt eine Regelung der Temperatur des ersten Ofens (Thermoelement 48) in dem Sinne, dass seine Feuerung verstärkt wird.
Bei Betätigung des Maximalkontaktes 9, 10 durch den Zeiger 3 werden die Klemmen 58 und 60 leitend verbunden. Es ergibt sich dann ein Stromkreis von Pol 37 über die Klemme 52, die Ver-
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die Klemme 42, den Schalter 19, die Klemme 60, die Spule 18', den Verzweigungspunkt 64, die Klemme 56 zum andern Pol 38. Die beiden Spulen 16'und 18'ziehen ihre Anker 16", 18"an, und der Stromkreis der roten Lampe 11 ist geschlossen. Es führt von Pol 37 über die- Klemme 52, den Punkt 62, den Anker 16", die Klemme 53, die rote Lampe 11, die Klemme 54, den Anker 18", den Punkt 64, die Klemme 56 zum -Pol 38.
Wird schliesslich der mittlere Kontakt 5,6 der einer normalen Temperatur entspricht, beim Niedergang des Fallbügels 4 durch den Zeiger 3 geschlossen, so ergibt sich ein Stromkreis vom Pol 8 über die
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die Verzweigungspunkte 63,62, die Klemme 52 zum anderen Pol 37. Durch den Anker 17"wird der Stromkreis der weissen Lampe 12 geschlossen, der von Pol 37 über die Lampe 12, die Klemme 55, den
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Hälften eines Paares nicht gleichzeitig Kontakt geben können. Dies ist in der Zeichnung schematisch dadurch angedeutet, dass die Anker 15"und 16"an den beiden Enden eines Hebels 65 mit dem-Drehpunkt 66 angeordnet sind. Ebenso ist der Anker 17"mit dem Anker 18"durch den Hebelarm 67 mit dem Drehpunkt 6.
S verbunden. Die Wirkung der Anordnung ist so, dass nach der jedesmaligen Kontaktgabe durch den Fallbügel 4 das jeweils erregte Relais seine Stellung beibehält, bis bei einer erneuten Kontaktgabe an-einem anderen Kontakt die Wirkung des zuerst tätigen Relais aufgehoben wird. Sei beispielsweise infolge Kontaktschluss 7, 8 der Anker 15"angezogen worden, so bleibt er in dieser Stellung, und die grüne Lampe 13 brennt, bis durch Betätigung des Maximalkontaktes 9, 10 die Anker 16", 18" angezogen werden. In dem Augenblick, in dem der Anker 16"angezogen wird, muss der Anker 15"infolge der Wirkung des Hebels 65 die Kontaktgabe unterbrechen. Es können einerseits nicht die grüne und die rote Lampe gleichzeitig brennen, anderseits nicht die rote und die weisse, wie sich aus der Hebelanordnung ergibt.
Aber auch die weissen und die grünen Lampen können nicht gleichzeitig brennen, weil bei Erregung der Spule 17'zu gleicher Zeit die Spule 16'miterregt wird. Die Spule 17'ist ja iiber die
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Weise kann eine Registriervorrichtung mit punktweiser Registrierung gemäss der Erfindung so eingerichtet werden, dass der thermische Zeitschalter unmittelbar oder mit Hilfe eines oder zweier Elektro-
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des Messsystems auf die einzelnen Messstellen betätigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum wechselweisen Anschluss beliebig vieler Messstellen an ein gemeinsames Messsystem, dessen Zeigerorgan zeitweilig von einer Hilfsvorrichtung beeinflusst wird, unter Anwendung einer periodisch wirkenden Schaltvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung, vorzugsweise ein thermisches Zeitrelais (28), ausser dem Umschalter (23) für die einzelnen Mess-
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