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Medizinische Quarzlampe.
Es sind zwei Arten medizinischer Quarzlampen bekannt, die künstliche Höhensonne, bei welcher eine bestimmte Bestrahlungsentfernung nicht unterschritten werden kann, da die Hitze sonst unerträglich würde, und die Kromayersche Quarzlampe, die mit einer Wasserkühlung ausgestattet ist, so dass sie an die zu bestrahlende Stelle aufgedrückt werden kann und eine Kompressionsbestrahlung möglich ist.
Die Erfindung bildet nun eine Quarzlampe, welche sowohl für Bestrahlung auf Entfernung geeignet ist, als auch für Kompressionsbestrahlung anwendbar ist, so dass die Anschaffung der Kromayerschen Quarzlampe erspart werden kann.
Nach der Erfindung ist dies dadurch erreicht, dass mit der künstlichen Höhensonne ein Wasser aufnehmender oder vom Wasser durchströmter Behälter lösbar verbunden ist, in dessen Wände Scheiben (z. B. Uviolglasseheiben) für den Durchgang der ultravioletten Strahlen eingesetzt sind, von welchen Scheiben die vordere unmittelbar auf die zu bestrahlende Stelle aufgedrückt wird, wenn mit Kompression bestrahlt wird.
Wenn ein Wasser aufnehmender Behälter verwendet wird, sind in diesem zweckmässig Querwände eingebaut, die eine Zirkulation des Wassers und hiedurch dessen raschere Abkühlung bewirken.
Die Zeichnung veranschaulicht die Quarzlampe nach der Erfindung in beispielsweiser Ausführung in schematischer Darstellung.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht und Fig. 2 zum Teil eine Draufsicht und zum Teil ein Querschnitt der Lampe in der Verwendung für Kompressionsbestrahlung. (Die Lichtquelle ist nicht dargestellt. ) Fig. 3 und 4 zeigen den Wasserbehälter allein in Vorder-und Rückansicht.
Die Quarzlampe nach der Erfindung besteht aus einer künstlichen Höhensonne a in üblicher Ausführung und einem lösbar an der Lampe zu befestigenden Behälter b, welcher der Kugelform des Lampengehäuses angepasst ist (Fig. 2). Der Behälter ist entweder vom Wasser durchströmt und kann dann klein ausgeführt werden oder er wird mit Wasser einmal gefüllt und muss dann grösseren Fassungraum erhalten. In jedem Fall ist der Behälter b mit einem Zufluss-und einem Abflussstutzen c und d versehen, in deren jedem ein Absperrhahn eingebaut ist (Fig. 3 und 4). Der Behälter b ist auch mit einem Luftaustrittsrohr versehen (nicht dargestellt). In der Vorder-und Rückwand des Behälters b sind Scheiben f, g, z. B. Uviolglasseheiben, eingesetzt, die den Durchtritt ultravioletter Strahlen ermöglichen.
Die Scheibe g an der Rückwand des Behälters liegt vor der Durchgangsöffnung h der Quarzlampe a. Die Grösse der Öffnung h kann durch Einstellung der üblichen Blende i nach Bedarf geregelt werden. Neben der Öffnung h sind im Lampengehäuse Bolzen k vorhanden, an denen der Behälter b aufgehängt wird, der zu diesem Zweck an seiner Rückwand neben der Scheibe g mit Schlitzen I versehen ist (Fig. 4), in welche die Bolzen k eingreifen. Der Behälter b kann somit leicht auf dem Gehäuse der Quarzlampe aufgehängt und wieder abgenommen werden.
Die vordere Scheibe f für den Durchtritt der ultravioletten Strahlen sitzt in einer Fassung m ; Scheibe und Fassung werden bei Kompressionsbestrahlung auf die zu bestrahlende Stelle gedrückt. Der Behälter b ist mit Querwänden o versehen (Fig. 3 und 4), welche derart angeordnet sind, dass das in der Nähe der Durchgangsöffnung f am stärksten erhitzte und im Behälter aufsteigende Wasser gezwungen wird, längs der Wände zu kreisen.
Durch diese Zirkulation des Wassers erfolgt eine raschere Abkühlung, so dass eine Erneuerung des Wassers während einer Behandlung nicht notwendig und eine zu starke Erhitzung der bestrahlten Stelle doch vermieden ist.
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Wenn die Quarzlampe zur Höhenbestrahlung verwendet werden soll, ist es nur erforderlich, den Behälter b von den Tragzapfen Je am Lampengehäuse abzunehmen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Medizinische Quarzlampe, dadurch gekennzeichnet, dass mit der künstlichen Höhensonne ein Wasser aufnehmender oder vom Wasser durchströmter Behälter lösbar verbunden ist, in dessen Wände Scheiben (z. B. Uviolglasscheiben) für den Durchgang der ultravioletten Strahlen eingesetzt sind, von welchen Scheiben die vordere unmittelbar auf die zu bestrahlende Stelle aufgedrückt wird, wenn mit Kompression bestrahlt wird.