AT11374B - Verfahren und Ofen zur Verarbeitung roher, sulfidischer Erze in ununterbrochenem Betrieb. - Google Patents
Verfahren und Ofen zur Verarbeitung roher, sulfidischer Erze in ununterbrochenem Betrieb.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Österreichische PATENTSCHRIFT 11374. EMIL KNUDSEN IN SULITJELMA (NORWEGEN). EMI1.1 EMI1.2 Oxydation der Schmelze dieselbe bis auf einen Metallgehalt von 60 bis (oder wenn es sich um Kupfer handelt, sogar bis auf metallisches Kupfer) zu konzentrieren, und zwar EMI1.3 Bekanntlich enthalten derartige Erze so viel Schwefel (und Eisen), dass eine solche Schmelzung und Konzentrierung ohne Zusatz von Brennmaterial stattfinden kann und aus der Literatur sind Verfahren bekannt, welche auf der Ausnützung des Schwefels des Erzes behufs Ermöglichung eines kontinuierlichen Röstungs- und Konzentrierungsverfahrens be- EMI1.4 eingeleitetem Betriebe ohne Zusatz von Brennmaterial (Koks) bewirkt werden soll, indem in dem Ofen stets ein Teil der geschmolzenen Masse belassen wird. Dieses Verfahren hat aber, soweit bekannt ist, in der Technik keinen Eingang gefunden, was wohl dem Um- stande zuzuschreiben ist, dass eine ununterbrochene Ausführung des Verfahrens nicht ohne Anwendung von Brennmaterial zu erreichen ist, da hiebei die Wärme des in dem Ofen zurückgelassenen Teiles der geschmolzenen Masse, welche keinen Brennstoff enthält, auf EMI1.5 neuen Beschickung derart bewirkt, dass sogleieh nach Aufgabe der neuen Beschickung ein Schmelzen einer geringen Menge Erz an den Ofonwandungen entlang, durch einen schwachen EMI1.6 neuen Beschickung am Boden des Ofens ein Bad von geschmolzenem Erz ansammelt. Dieses kann sofort Brennstoff abgeben, worauf die Verbrennung dann sogleich anfängt, so dass @in weiteres Schmelzen von Erz durch diese Wärmeentwickelung gesichert wird. Abgesehen von dem zur anfänglichen Einleitung des Verfahrens und zum Decken der Gebläseöffnungen nötigen kleinen Menge von Brennmaterial kann in dieser Weise das ununterbrochene Rösten EMI1.7 <Desc/Clms Page number 2> wenden, dass die grössten Erzstücke Wallnl1sse oder Hühnereier an Grösse nicht übertreten. Die Luftzufuhr wird so lange fortgesetzt, bis die Flamme erkennen lässt, dass die Schmelzung begonnen hat, davon kann man sich auch durch Besichtigung des Eisenstabes überzeugen, dessen man sich zur Offenhaltung der Düsen bedient. Wenn das Erz zum grössten Teil geschmolzen ist, was meistens schon nach 15 bis 20 Minuten erfolgt, wird der Winddruck EMI2.1 aus dem Ofen emporsteigende Flamme erkennen lässt, dass der Konzentrationsprozess hinreichend fortgeschritten ist. Mit einem Kupferstein von etwa 650/0 Kupfergehalt ergibt sich eine himmelblaue Flamme, während ein 740/0-iger Kupferstein eine blaue Flamme von grünlichem Schein und niedrigere Kupfergehalt eine hellere, mehr gelbliche Flamme liefern. Ist die Operation beendet und der Ofen entleert worden, so ist dessen Futter hellglühend, zum Teil sogar weissglühend und es genügt, denselben einfach von neuem zu beschicken, um eine neue Schmelzung in der oben gekennzeichneten Weise bewirken zu können. Versuche haben ergeben, dass ohne nennenswerte Abnutzung des Ofenfutters und ohne Erneuerung desselben 20 Beschickungen oder darüber niedergeschmolzen worden können. Nach jeder Schmelzung wird in der Regel von dem anfangs aufgebrachten Koks noch etwas übrig bleiben ; ist dies nicht der Fall, so wird zweckmässig etwas Koks oder Holz vor die Gebläseöffnung gebracht, um diese zu decken. Die aus dem Ofen entweichendeu, schwefelhaltigen Gase können aufgefangen und zur Herstellung von Nebenprodukten verwendet werden. Zur Ausführung des Verfahrens bedient man sich am besten eines Konverters (Bessemerbirne), oder einer ähnlichen Ofenkonstruktion. Dem Ofen wird zweckmässig die in der Zeichnung dargestellte Form gegeben. Kennzeichnend für diese Form ist der sich stark keilförmig verjüngende Bodenteil a mit der Reihe von Düsen b längs dessen unterer Kante. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass schon eine ganz kleine Menge von geschmolzenem Material genügt, um ein Bad zu schaffen, in welchem die eingeblasene Luft eine lebhafte Verbrennung hervorrufen kann. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verarbeitung roher sulfidische Erze in ununterbrochenem Betriebe unter ausschliesslicher Benutzung des in den Erzen enthaltenen Schwefels als Brennstoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in einem Gebläseofen ausgeführt wird, dessen Futter so stark gehalten ist, dass die in ihm aufgespeicherte Wärme ausreicht, um das frisch eingeführte Erz so stark zu erhitzen, dass beim Durchleiten von unorhitzter Gebläse- luft ein Verbrennen des Schwefels eintritt.
Claims (1)
- 2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ein Bessemerofen, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Ofenraum nach dem Boden hin keilförmig verjüngt, um schon beim Ansammeln einer geringen Menge geschmolzenen Erzes eine starke Oxydation zu ermöglichen.
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