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Endoskop.
Gegenstand der Erfindung ist ein Endoskop, das die Kombination folgender Merkmale aufweist : Gerades Einführungsrohr, nach der Seite des Einführungsrohres in der Sehrichtung nach vorne geknickte optische Achse, gerades Sehrohr, an der vorderen Öffnung des Einführungsrohres angeordnete Glühlampe, annähernd parallele Lage der Längsachse des Sehrohres und der ihr zunächst liegenden Begrenzungslinie des Gesichtsfeldes.
Durch diese Kombination von Merkmalen werden folgende Vorteile erzielt : Dadurch, dass das Einführungsrohr über seine ganze Länge ohne irgendwelchen Ansatz vollkommen gerade ausgebildet ist, wird das Endoskop nicht nur zur Vornahme von Operationen in der Harnröhre verwendbar, sondern kann auch in fast alle andern Körperhöhlen eingeführt werden, ohne dem Patienten Schmerzen zu verursachen. Durch die Knickung der optischen Achse sowie durch die Bedingung, dass die Längsachse des Sehrohres und die ihr zunächst liegende Begrenzungslinie des Gesichtsfeldes annähernd parallel verlaufen, wird ein grosses bis nahe an die Sehrohrachse heranreichendes und gut zu überblickendes Gesichtsfeld erreicht.
Die Anordnung der Glühlampe an der vorderen Öffnung des Einführungsrohres ergibt die Möglichkeit einer ausreichenden Beleuchtung des Gesichtsfeldes, ohne dass der Beschauer durch die Lichtquelle geblendet wird. Schliesslich gestattet das Endoskop die Verwendung starrer, nicht biegsamer Operationsinstrumente, die durch die vordere Öffnung des Einführungsrohres eingeschoben werden können.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Endoskops in Fig. 1 im mittleren Längsschnitt veranschaulicht, während Fig. 2 den nach der Lichtquelle zu gelegenen Teil des Instrumentes nach Fig. 1 in grösserem Massstabe darstellt.
Der äussere Rohrkörper 3 des Instrumentes ist am Objektivende mit einem gebogenen Teil 4 und einer im wesentlichen elliptischen Öffnung 5 versehen. In dem Rohrkörper 3 ist das enge Sehrohr 6 gelagert, welches mit einer Anzahl von Linsen 7 und 8 und einem erweiterten Kopfstück 9 versehen ist,
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für die am Objektivende angebrachte Glühlampe 12 versehen, deren Fassung 13 von einem zylindrisch abgesetzten Teil 14 des Sehrohres 6 getragen wird.
An dem der Glühlampe 12 zugekehrten Ende des Sehrohres ist dieses mit einer Seitenöffnung 16 versehen, die als Fassung für eine Linse 15 dient. Diese Linse ist innen konvex gestaltet und mit einer
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ist. Der Linse 15 gegenüber ist in dem Sehrohr ein Prismenkörper 17 gelagert, dessen Seitenflächen 18 und 19 unter einem spitzen Winkel zueinander verlaufen und der am andern Ende mit einer konvexen Fläche 20 versehen ist.
Neben dem Sehrohr 6 kann in den Rohrkörper 3 ein Operationsinstrument 21 eingeführt werden, das beispielsweise mit Greifbacken 22,23 und Führungen 24, 25 versehen ist. Das Instrument 21 ist starr und in dem Rohrkörper 3 längsbeweglich. Mittels seiner Backen 22,23 kann beispielsweise ein Gegenstand 26, z. B. ein Blasenstein od. dgl. erfasst werden. Die Bauart und Wirkungsweise des als Zange dargestellten Instrumentes 21 ist bekannt.
Die Längsachse der in dem gebogenen Endteil 4 des Rohrkörpers 3 angeordneten Glühlampe 12 liegt möglichst nahe der optischen Achse des Sehrohres und die Glühlampe selbst ist in unmittelbarer Nähe der Öffnung 5 angeordnet.
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