DE702374C - Koerperhoehlenuntersuchungsgeraet - Google Patents

Koerperhoehlenuntersuchungsgeraet

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DE702374C
DE702374C DE1939W0105483 DEW0105483D DE702374C DE 702374 C DE702374 C DE 702374C DE 1939W0105483 DE1939W0105483 DE 1939W0105483 DE W0105483 D DEW0105483 D DE W0105483D DE 702374 C DE702374 C DE 702374C
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DE
Germany
Prior art keywords
shaft
body cavity
optics
observation
cutout
Prior art date
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Expired
Application number
DE1939W0105483
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wolf GmbH
Original Assignee
Wolf GmbH
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Publication date
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Description

  • Körperhöhlenuntersuchungsgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Körperhöhlenuntersuchungsgerät, insbesondere ein Urethroskop, bei dem das vordere Schaftende mit der Beleuchtung und einem Beobachtungsausschnitt winkelig zum Instrumentenschaft liegt.
  • Es ist bekannt, Körperhöhlenuntersuchungsgeräte, insbesondere Urethroskope, auf der Knieseite des winkelig abgebogenen Schaftvorderendes, in dem die Beleuchtung angeordnet ist, mit einem fensterartigen Ausschnitt zu versehen, so daß -durch diesen Ausschnitt mittels einer einführbaren Optik die Beobachtung der Körperhöhle durchgeführt werden kann, worauf man anschließend entsprechende Hilfsgeräte, wie Diathermie- oder Kaustikbrenner usw., zur Beseitigung von Krankheitsherden einführt. Bei bekannten Instrumenten war das Objektivende der Optik, vor das auch schon ein Prisma gesetzt wurde, so ausgebildet, daß die optische Achse durch den Ausschnitt am Knie des winkelig abgebogenen Schaftendes verlief. Diese bekannten Instrumente haben den Nachteil, daß immer nur nach einer Seite durch den Ausschnitt beobachtet werden kann.
  • Nach der Erfindung soll gegenüber dem Bekannten erreicht werden, daß zwei Lagen der optischen Achse der Beobachtungsoptik möglich sind, und zwar derart, daß einmal eine zweiseitige Beobachtung und zum andern die gewöhnliche bekannte einseitige Beobachachtung nach der Seite, auf der die Hilfsgeräte eingeführt werden, erreicht wird. Dies wird dadurch gelöst, daß die mit einem prismatischen Objektiv versehene Optik um i8o° derart verdrehbar ausgestaltet ist, daß die optische Achse des prismatischen Objektivs in der einen Endlage mit der Mittelachse des abgewinkelten Schaftendes zusammenfällt bzw. nahezu zusammenfällt und eine Beobachtung durch zwei sich gegenüberliegende, am Knie des abgewinkelten Schaftendes ansetzende Ausschnitte des Schaftes zuläßt und in der anderen Endlage durch den auf der Knieseite des Schaftendes vorgesehenen Ausschnitt verläuft. Der Arzt kann somit sowohl beim Durchführen des Instrumentes durch die Harnröhre o. dgl. als auch 'in der Blase oder einer anderen Körperhöhle, ohne daß eine schmerzhafte größere Drehung des Schaftes um die Längsachse nötig wird, nach zwei Seiten beobachten und dadurch Krankheitsherde leichter auffinden. Nach Auffinden der Krankheitsherde wird die Optik um i8o° gedreht, so daß dann nur eine einseitige Beobachtung zur Einführseite der Hilfsgeräte ermöglicht wird.
  • Es ist zwar schon bekannt, an der Ansatzstelle des abgewinkelten Schaftendes zwei sich gegenüberliegende Ausschnitte im Schaft vorzusehen, jedoch dienten diese Ausschnitte zum Zu- und Zurückführen von Spülflüssigkeiten, so daß die erfindungsgemäße Aufgabe dort weder vorlag noch gelöst wurde. Auch sind prismatische Objektive für Körperhöhlenuntersuchungsgeräte an sich bekannt.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i das Vorderende des Instrumentes (Urethroskop), teilweise in Seitenansicht, teilweise im Längsschnitt, Fig.2 einen Querschnitt nach Linie II-II, Fig. 3 das Vorderende eines in das Instrument einzuführenden Mandrins.
  • Das Instrument, entsprechend dem Beispiel, besteht aus einem Schaft i von zweckmäßig ovalem Querschnitt und einem winkelig abgebogenen Schaftende 2, in dem die Beleuchtung 3 angeordnet ist. Das winkelig abgebogene Schaftende besitzt auf der Knieseite am geraden Schaftteil anschließend einen Ausschnitt ¢ und diesem Ausschnitt 4 gegenüberliegend einen entsprechenden Ausschnitt 5.
  • In dem Schaft i bzw. in einer Führungshülse 6 ist ein Optikrohr 7 vorgesehen, welches in bekannter Weise einführbar und herausnehmbar ist. Die Endoptik 8 der in dem Rohr 7 vorgesehenen Linsen besteht aus einer gebräuchlichen Objektivlinse, welcher ein Prisma vorgeschaltet ist. Durch dieses Linsensystem am Objektivende ist in einer festen Stellung des Optikrohres 7 eine Beobachtung der Körperhöhle durch den Ausschnitt 4 mÖglich. Wird das Optikrohr 7 um i8o° verdreht, so soll die optische Achse des Linsensystems 8 mit der Achse des Winkelendes 2 zusammenfallen bzw. nahezu zusammenfallen. Dadurch scheint bei der Beobachtung in der letztgenannten Lage des Optikrohres das Winkelstück 2 in der Richtung des geraden Schaftes i zu liegen, und es ist daher eine zweiseitige Beobachtung der Körperhöhle durch die beiden gegenüberliegenden Ausschnitte 4 und 5 mittels der Optik möglich.
  • Zur Markierung der beiden um 18o° verdrehten Stellungen des Optikrohres 7 kann dessen Okularende z. B. mit zwei Nocken versehen sein, die vorteilhaft abgefedert sind und in entsprechende Ausnehmungen des Schaftendes des Instrumentes einfassen können. Man kann aber auch beliebige andere Feststellvorrichtungen anordnen, durch die es möglich ist, das Optikrohr 7 in die beiden um i8o° verdrehten Stellungen zu bringen und festzuhalten. ' Um beim Einführen des Instrumentes in die Körperhöhle die beiden Ausschnitte 4 und 5 auszufüllen und hierdurch Verletzungen an den Kanten dieser Ausschnitte zu vermeiden, wird ein besonderer Mandrin durch das Führungsrohr 6 eingeschoben. Dieser Mandrin g besitzt ein gelenkiges Vorderende i o, welches die beiden Ausnehmungen 4 und 5 ausfüllt. Dieses Vorderende ist vorteilhaft in Richtung des Pfeiles i i abgefedert und besitzt derartig angeordnete Anschläge, daß die Endlage des Gelenkstückes io mit der Winkellage des Schaftendes 2 übereinstimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Körperhöhlenuntersuchungsgerät, insbesondere Urethroskop, mit einer in den Schaft einzuführenden Optik, bei dem das vordere Schaftende mit der Beleuchtung und einem Beobachtungsausschnitt winkelig zum Schaft liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem prismatischen Objektiv versehene Optik um i8o° derart verdrehbar ausgestaltet ist, daß die optische Achse des prismatischen Objektivs in der einen Endlage mit der Mittelachse des abgewinkelten Schaftendes zusammenfällt bzw. nahezu zusammenfällt und eine Beobach:ung durch zwei sich gegenüberliegende, am Knie des abgewinkelten Schaftendes (2) ansetzende Ausschnitte (4 und 5) des Schaftes zuläßt und in der anderen Endlage durch den auf der Knieseite des Schaftendes vorgesehenen Ausschnitt (4) verläuft.
DE1939W0105483 1939-04-13 1939-04-13 Koerperhoehlenuntersuchungsgeraet Expired DE702374C (de)

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DE (1) DE702374C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5421323A (en) * 1992-12-02 1995-06-06 Richard Wolf Gmbh Endoscope with additional viewing aperture

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5421323A (en) * 1992-12-02 1995-06-06 Richard Wolf Gmbh Endoscope with additional viewing aperture

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