AT112120B - Verfahren zur Herstellung und Reinigung von Hydroxyden und Karbonaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung und Reinigung von Hydroxyden und Karbonaten.

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AT112120B
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Max Dr Buchner
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Max Dr Buchner
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung und Reinigung von Hydroxyden und Karbonaten. 
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Will man die Bildung von   Amm3niumkarbonat   vermeiden, so kann man ein Gemisch von Kalziumhydroxyd und Kalziumkarbonat verwenden, welches Verfahren folgende Reaktion veranschaulicht : 
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 Wichtig ist der vorstehend beschriebene   Kreisprozeb auch tür die Reinigung   etwa schon vorhandener Hydroxyde. Steht beispielsweise eine unreine Kalilauge zur Verfügung, so kann man dem durch Zersetzung von komplexen Kaliumfluorid anfallenden Gemisch aus Kaliumfluorid und Ammoniumfluorid die unreine Kalilauge zugeben, erhält dadurch Kaliumfluorid und Ammoniak und setzt hernach das Kaliumfluorid beispielsweise mit Kalziumhydroxyd um.

   Die Reaktionen wurden sich nach folgenden 
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 ist diese   Ausführungsform   bei Verwendung von komplexem Natriumfluorid als Ausgangsstoff. Es ist aber nicht erforderlich, eine restlose Trennung von Metallfluorid und   freigewordenem   Ammoniak vorzunehmen, da ein Metallfluoridgehalt der ammoniakalischen Lösung keine Schwierigkeiten bei der Zer-   setzung weiterer Mengen komplexen Fluorides mit Hilfe der so erhaltenen ammoniakalisehen Lösung bereitet. Es ist aber ein Vorteil, dass bei dieser Arbeitsweise die Entstehung gasförmigen Ammoniaks   sich gänzlich vermeiden lässt.

   Aus diesem Grunde empfiehlt es sieh, unter Umständen mit einem Teil des gemäss der Erfindung hergestellten Hydroxydes erst eine Freilegung des Ammoniaks aus dem Ammoniumfluorid zu bewirken und hernach das von Ammoniakverbindungen freie Metallfluorid in'Karbonat bzw. 



  Hydroxyd umzuwandeln. 



   Verunreinigungen von Alkalilaugen, die z. B. Tonerde und Kieselsäure sein können, werden bequem und leicht beim Arbeiten nach der Erfindung beseitigt. Die Reinigung kann auch in der Weise erfolgen, dass man die unreinen Laugen bei dem Aufbau der komplexen Fluoride einführt, etwa nach der Gleichung : 
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   Das abtallende Kallzumtluond kann auch in der Weise zum Aulbau   von   Silikoiluorlden benutzt   werden, dass man Siliziumfluorid oder ein anderes Fluorid eines komplexe Fluorverbindungen liefernden Elementes zu der Um3etzung mit heranzieht, beispielsweise nach der Gleichung :

   
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 Diese Arbeitsweise empfiehlt sich, wenn   Siliziumfluoridmengen   aus anderen Prozessen zur Ver- 
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 Fluoriden dem Verfahren entnommen werden, welche als Trübungsmittel oder als färbende Stoffe in der   Keramik Verwendung finden'können. Zur Erleichterung   der Umsetzungen arbeitet man gegebenenfalls bei höherem als   Atmosphärendruck   bzw. unter Anwendung von Überdruck und höheren Temperaturen, beispielsweise bei Temperaturen von   1000 C   und einem Druck von zwei Atmosphären. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung'und Reinigung von Hydroxyden und Karbonaten, wobei Überführung komplexer Fluoride in einfache Fluoride durch Behandeln mit Ammoniak und Umsetzung ein-   faeher   Fluoride mit Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Behandeln komplexer Fluoride mit   Ammoniak die entsprechenden Metallfluoride und Ammo-   niumfluorid erzeugt, diese einfachen Fluoride, gegebenenfalls nach Abtrennung von den dabei sich bildenden   Niederschlägen,   mit Oxyden, Hydroxyden oder Karbonaten, insbesondere der Erdalkalien, umsetzt, unter Verflüchtigung des bei der Reaktion entstehenden Ammoniaks und mit Hilfe des zuletzt anfallenden Fluorids das eingangs benötigte komplexe Fluorid aufbaut,

   welches dann mit Hilfe des im Verfahren frei gewordenen Ammoniaks wieder zu einfachen Fluoriden übergeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die durch Zersetzung komplexer Fluoride anfallenden Fluoride mit Hydroxyden solcher Metalle zwecks Freilegung des Ammoniaks aus Ammoniumfluorid behandelt, deren Base in dem neben dem Ammoniumfluorid vorhandenen Metallfluorid enthalten ist und gleichzeitig oder im nachfolgenden besonderen Arbeitsgang durch Umsetzung mit geeigneten Hydroxyden oder Karbonaten das erstrebte Hydroxyd bzw. Karbonat bildet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Auskristallisierenlassen und Filtrieren des in der Ammoniaklösung'enthaltenen Fluorides die Abtrennung des Fluorides bewirkt und die gegebenenfalls noch durch Fluorid verunreinigte Ammoniaklösung zur Zersetzung weiterer Mengen komplexen Fluorides benutzt.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zu reinigende Laugen bei dem Aufbau komplexer Fluoride einführt.
AT112120D 1927-07-20 1927-07-20 Verfahren zur Herstellung und Reinigung von Hydroxyden und Karbonaten. AT112120B (de)

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