<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Entfernung fester Rückstände aus Destillationskänuuern.
Es ist-schon vorgeschlagen worden, Pech oder ähnliches Material, das in flüssigem Zustand in eine Pfanne eingebracht wird und dort erhärtet, durch Aufbrechen aus der Pfanne zu entfernen, indem man vor Eingiessen der flüssigen Masse auf den Boden der Pfanne eine Kette in Zickzackform verlegte und nachher durch einen Wanderkran od. dgl. die Kette aus der Masse herausriss.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird ebenfalls durch ein Reissglied eine derartige Masse ent- fernt. Um aber aus einer Destillationskammer, die die ganze Kammer anfüllende Masse entfernen zu können, ist nun das Reissglied nicht mehr unmittelbar an die Wand oder auf dem Boden der Kammer verlegt, sondern so unterstützt, dass es sich räumlich durch die verschiedenen Zonen der Kammer hindurch erstreckt, so dass beim Herausreissen der Reihe nach das Material aus diesen verschiedenen Zonen auf- gebrochen und entfernt wird. Zur Herstellung dieser verschiedenen Zonen können Tragdrähte quer in verschiedenen Höhenlagen angeordnet und das Reissglied kann auf diesen, so gebildeten falschen
Böden in Windungen verlegt sein, um das Aufbrechen des festen Rückstandes zu erleichtern.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel von Vorrichtungen zur Ausführung des Ver- fahrens dar :
Fig. 1 zeigt schematisch eine Destillationsanlage, Fig. 2 ist ein Schnitt nach 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 zeigt ein Befestigungsmittel für das Reissglied an den Wänden der Kammer, Fig. 4 ist eine Führung- vorrichtung für das Reissglied, Fig. 5,6 und 7 zeigen eine Destillationskammer, in welcher das Reissglied um einen besonders entfernbaren Kern in der Kammer gelegt ist, und Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch eine Destillationskammer, in welcher statt wagrechter Zonen senkrechte Zonen zur Verlegung des Reissgliedes gewählt sind.
Die in Fig. 1 dargestellte schematische Anlage umfasst die Heizschlange 1 im Ofen 2, dessen Schorn- stein bei 3 und den Brenner 4. Das Öl wird gespalten, indem Frischöl oder anderes Material aus der
Leitung 5 zugeführt wird und diese Leitung ist durch ein Ventil 6 mit dem Rohr 7 des Dephlegmators 8 verbunden, in dessen Innerem Prallplatten 9 vorhanden sind. Die Zufuhrung des Öls in den Dephlegmator findet durch die Brausenleitung 10, die Abführung der Dämpfe durch das Rohr 11 statt. Das gespaltene Öl aus dem Ofen 2 fliesst durch das Rohr 12, das das Ventil. M enthält, in die Reaktionskammer 14, wo es in Dämpfe und Rückstand zerlegt wird. Die Kammer hat oben den Abschlussdeckel15, unten den
Boden 16, sowie in verschiedenen Höhenlagen Prüfröhren 17 mit Hähnen 18.
Eine zusätzliche Prüf- röhre 19 mit dem Ventil 20 schliesst sich an den Boden der Kammer an. Die Dämpfe gehen durch das Rohr 21 mit dem Ventil 22 in den Dephlegmator.
In der Reaktionskammer 14 verbleiben nach Abzug der Dämpfe, Rückstände, welche allmählich diese Kammer anfüllen und welche nach Füllung der Kammer herausgerissen werden müssen. Zu diesem
Zweck ist ein Reissglied, z. B. ein Drahtseil oder eine Kette 24, im Innern der Kammer 14 derartig unter- stützt, dass es im ganzen Raume verteilt ist. Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, befinden sich an der Wand der Kammer die Haken 23, in welche eine, den Umfang der Kammer bildende Windung des Draht- seiles 24 durch Abreissdrähte 25 befestigt ist. Ferner erstrecken sich von diesen Haken 23 diametral durch die Kammer in verschiedenen Höhenlagen die Spanndrähte 26, welche auf diese Weise Spiral- windungen des Reissgliedes unterstützen können, wie bei 27 gezeigt.
Wird also der Bodendeekel 16 geöffnet, so kann man das daran anliegende Ende des Drahtseiles erfassen und durch eine passende Maschine über die Leitrollen 29 und an den Leitrollen 30 vorbeiführen (Fig. 4).
<Desc/Clms Page number 2>
Nach Fig. 5 bis 7 umschliesst das ebenfalls in mehreren Zonen verlegte Reissglied, das auf den Spanndrähten 107 ruht, einen Käfig, gebildet aus senkrechten Stäben 101, an welche die Enden der Spanndrähte 107 angeschlossen sind. Viele Windungen eines solchen Reissgliedes 103 umschliessen auch
EMI2.1
einen Zug an den Enden 106 des andern Reissgliedes richtig zu bewerkstelligen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 ist das Reissglied F in der Kammer selbst nach auf-und abwärts hin und her gewunden und oben und-unten an den beiden Stellen bei E verankert. Auch hier wird durch einen Zug an dem Reissglied die ganze Masse aufgebrochen werden und nicht nur jene Masse entfernt werden, die in unmittelbarer Berührung mit den Wänden der Kammer steht.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zur Entfernung fester Rückstände aus Destillationskammern unter Verwendung eines in der Destillationskammer eingebetteten Reisskörpers (Drahtseils oder Kette), dadurch gekenn- zeichnet, dass der Reisskörper an den Wänden und allenfalls auch im Innern der Kammer an dort vor- gesehenen Stützpunkte (Haken od. dgl. ) mittels abreissbarer Drähte befestigt ist, so dass der Reiss- körper durch den ganzen Kammerraum verlegt ist und beim Herausreissen desselben der ganze Inhalt der Kammer aufgebrochen wird.