AT111542B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Konzentraten oder Niederschlägen aus Dispersionen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Konzentraten oder Niederschlägen aus Dispersionen.Info
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Konzentraten oder Niederschlägen aus Dispersionen.
Es ist bekannt, dass unter der Einwirkung eines elektrischen Stromes auf Dispersionen, z. B. auf Kautschukmilch gewisse dispergierte Teilchen gegen die Anode getrieben werden und es ist bereits vorgeschlagen worden, in dieser Weise Kautschuk unmittelbar an der Anode oder auf ein zwischen die Kathode und die Anode eingeschaltetes Diaphragma niederzuschlagen. Der Einfachheit halber soll im Nachstehenden die Anode oder das Diaphragma, auf welches der dispergierte Stoff aus der Dispersion
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Gemäss der Erfindung sind zwischen die anodiseh geschaltete Niederschlagungsunterlage und die
Kathode Trennungswände eingeschaltet. Diese Trennungswände können entweder derart angeordnet sein, dass sie wohl die an der Kathode entstehenden Gasblasen von dem erzielten Niederschlage abhalten, aber den Zutritt der zu verarbeitenden Dispersion zur Kathode auch ohne Berührung der Trennungswände ermöglichen, oder aber kann die Trennungswand den Kathodenraum von dem die Niederschlagungsunterlage enthaltenden Raum derart vollständig abtrennen, dass die Flüssigkeit aus dem die Nieder- schlagungsunterlage enthaltenden Raum nur durch die Trennungswände hindurch in den Kathodenraum treten kann.
Im ersten Falle kann die Trennungswand entweder aus Hüssigkeitsundurchlässigem oder aus flüssigkeitsdurehlässigem Stoff bestehen, während im letzteren Falle die Trennungswand nur durch vollständig fliissigkeitsdurchlässige (permeable) Stoffe, z. B. ein Gewebe oder aber durch halbdurchlässige (semipermeable) Stoffe z. B. Pergamentpapier, poröse, keramische Körper u. dgl. gebildet sein darf. Diese letztere Anordnung gestattet, dass die Konzentration der zu verarbeitenden Dispersion trotz der elektro- phoretisehen Entziehung des dispergierten Stoffes möglichst gleichmässig aufrecht erhalten wird, bzw. dass man die Konzentration der Dispersion im Verlaufe der Arbeitsperiode planmässig ändert.
Unter dem Ausdruck.. halbdurelhlässiger semipermeabler Stoff"soll in diesem Falle ein Stoff verstanden werden, der die niederzuschlagenden disper ? ; ierten Teilchen, also insbesondere die Kautschukteilchen vollständig oder doch zum grössten Teile zurückhält, die Flüssigkeit, also das Wasser jedoch, gegebenenfalls auch gelöste bzw. die im Serum der Kautschukmilch enthaltenen Stoffe wie z. B. Zucker oder eiweissartige Stoffe, vollständig oder zum Teil durchtreten lässt.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen schematischen lotrechten Schnitt einer Vorrichtung, bei der die zwischen Kathode und Niedersehlagungsunterlage angeordneten Trennungswände den Kathodenraum von dem, die Niederschlagungsunterlage enthaltenden Raum nicht vollständig trennen, während Fig. 2 und 3 zwei Ausführungsbeispiele einer Vorrichtung veranschaulichen, bei der die flüssigkeitsdurchlässige (semipermeable) Trennungswand den Kathodenraum von dem die Niederschlagungsunterlage enthaltenden Raum vollständig abtrennt.
In Fig. 1 sind a die Anoden. welche in den z. B. aus Gips angefertigten, als Niederschlagungsunterlage dienenden Formen z eingebettet sind. Je ist die unter den anodisehen Formen z angeordnete wagerechte Kathode und c ist ein das Ganze aufnehmender Behälter, in dem sieh Kautsehukmilch h befindet. s ist eine Stromquelle, an die die Elektroden a und k geschaltet sind. b sind z. B. aus Glas angefertigte schalenförmige Körper, welche die zwischen die Kathoden. und die Niederschlagungsunterlagen z ein- geschalteten, flüssigkeitsundurchlässigen Trennungswände bilden.
Diese Trennungswände b halten die an der Kathode entstehenden Gasblasen d vom Kautschukniederschlag e fern, so dass die Gleichmässigkeit des Kautschukniedersehlages durch keine angelagerten Gasblasen beeinträchtigt wird.
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Die'Trennungswände'b. kijnnen auch aus einem flüssigkeitsdurchlässigen Stoffe, z. B. einer porösen, keramischen Masse oder aus einem Gewebe angefertigt werden.
Wenn die Trennungswand b aus einem permeablem oder semipermeablem Stoff besteht, so kann man die Trennungswand b derart anordnen, dass diese den die Kathode enthaltenden Raum von dem die Anode und die Verdichtungsunterlage enthaltenden Raum derart vollständig trennt, dass die Flüssigkeit aus dem einen in den anderen Raum nur durch die Trennungswand b hindurchtreten kann. Besteht die Trennungswand aus einem semipermeablen Stoff, der das Dispersionsmittel durchtreten lässt, den dispergierten Stoff aber zurückhält, so kann gleichzeitig eine Konzentration durch Elektroosmose stattfinden.
In Fig. 3 ist der'Flüssigkeitsbehälter c durch das Diaphragma b z. B. aus unglasiertem Ton derart in zwei Teile a ; und y unterteilt, dass die Flüssigkeit vom Raume x in den Raum y nur durch das Diaphragma b hinübertreten kann. In dem einen Raum x befindet sich die an die positive Klemme der Stromquelle s geschaltete Niedersehlagungsunterlage z. B. eine gedrehte trommelförmige Anode a, auf die der Kautschuk unmittelbar niedergeschlagen werden kann. Doch kann die Anode a auch mit einem Anodendiaphragma z. B. mit einer Gipsbekleidung t versehen sein, während die Kathode k im anderen Raume y liegt. Der Raum x ist mit einer Zuführung f für die zu verarbeitende Dispersion und der Raum y mit einem Abfluss g versehen. Der Raum y ist mit einem Elektrolyten z.
B. einer wässerigen Gipslösung gefüllt. Durch die elektrophoretische Wirkung des. Stromes werden die dispergierten Stoffe anodisch
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Trommel aus dem Bade ausgehobene Niederschlagschicht e wird von der Trommel kontinuierlich entfernt.
Bei geeigneter Wahl der Verhältnisse lässt es sich erreichen, dass die bei f zugeführte Dispersion
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Anodenraum x in den Kathodenraum y nur durch die poröse Scheidewand b hindurchtreten kann.
Wenn der Kathodenraum vom Niederschlag11llgsraum durch das Diaphragma vollständig getrennt ist, so kann der Durchtritt der Dispersionsflüssigkeit durch das Diaphragma durch hydrostatischen Druck oder durch Saugwirklmg unterstützt werden. Bei diesem Beispiel ist der Kathodenraum y von der Aussenluft abgeschlossen und die Abflussleitung g ist mit einer Saugleitung j verbunden, so dass die elektroosmotische Wirkung des Stromes noch durch eine Saugwirkung unterstützt werden kann.
Selbstverständlich könnte man, die in den verschiedenen Figuren dargestellten Anordnungen auch kombinieren, z. B. bei der in Fig. 3 dargestellten, ausser der permeablen Trennungswand bauch impermeable Schirmwände gemäss Fig. 1 vorsehen, um die Stärke des Niederschlages an einzelnen Stellen zu beeinflussen.
Die Erfindung kann für verschiedene Dispersionen z. B. für wässerige Kasein-oder Zelluloseester- dispersionen Verwendung finden, soll aber hervorragend zur Verarbeitung von natürlichen oder künstlichen Dispersionen von Kautschuk oder kautschukartigen Stoffen, z. B. Guttapercha, Balata in unvul- kanisiertem oder vulkanisiertem Zustande verwendet werden. Die Dispersionen können entweder in reinem Zustande oder mit beliebigen Zusatz-oder Füllstoffen vermischt verarbeitet werden, um diese Zusatzstoffe in den hergestellten Niederschlag einzuverleiben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Konzentraten oder Niederschlägen aus Dispersionen auf einer anodisch geschalteten Niederschlagungsunterlage, mittels des elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Kathode entstehenden Gase durch Trennungswände von der Niederschlagungs- unterlage abgehalten werden.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, zum Ausgleich der Verminderung der Konzentration der Dispersion infolge der Niederschlagung des dispergierten Stoffes auf der Anode, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Elektrolytflüssigkeit enthaltende Kathodenraum von demjenigen Raum, der die Niederschlagungsform und die zu verarbeitende Dispersion enthält, mittels eines semipermeablen Diaphragmas getrennt ist, das gleichzeitig die an der Kathode entwickelten Gase von dem Niederschlage abhält.3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kathode und der Niederschlagtmgslmterlage Schirm-oder Trennungswände angeordnet sind, die den Durchtritt der Dispersion zwischen Kathode und der Niederschlagungsunterlage gestatten, aber die an der Kathode gebildeten Gasblasen von der Niederschlagungsunterlage fernhalten. <Desc/Clms Page number 3>4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schirmwände aus flüssigkeitsdurchlässigen Stoffen bestehen und ausserhalb des Bereiches der Niederschlagungsunterlage Durchtritts- öffnungen für die zu verarbeitende Dispersion und für die Gasblasen frei lassen.5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennungswände Öffnungen besitzen, die genügend gross sind, um den Durchtritt der zu verarbeitenden Dispersion von der einen Seite auf die andere Seite der Trennungswand zu gestatten, aber nicht genügend gross sind, um den an der Kathode entwickelten Gasblasen den Durchtritt zu gewähren.6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, bei der eine oder mehrere Niederschlagungsunterlagen in dem die zu verarbeitende Dispersion enthaltenden Raum derart beweglich angeordnet sind, dass sie entweder zeitweise (Fig. 3) oder ununterbrochen (Fig. 2) in die Dispersion eingetaucht und aus derselben herausgehoben werden können, dadurch gekennzeichnet, dass der die Dispersion enthaltende Raum von dem die Kathode enthaltenden Raum durch flüssigkeitsdurchlässige, aber für den dispergierten Stoff wesentlich undurchlässige Scheidewände abgetrennt ist.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4,5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den flüssigkeitsdurchlässigen Trennungswänden zwischen diese und der Niederschlagungsunterlage auch flüssigkeitsundurchlässige Schirmwände eingeschaltet sind. EMI3.1
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