<Desc/Clms Page number 1>
Schachttrockner.
Bei Schachttrocknern, in welchen das Trockengut annähernd senkrecht abgeleitet, während die heissen Troekengase das Trockengut annähernd wagreeht durchströmen, ist es bereits bekannt, einen Teil der für die Trocknung bereits ausgenutzten Gase abzuleiten und in die dem Trockengut zuzuführenden frischen Gase zwecks Regelung ihrer Temperatur wieder einzuleiten.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, durch Anbringung eines Schirmes im Innern des den Schachttrockner umgebenden Gehäuses zu bewirken, dass hauptsächlich die aus dem untersten Teil des Trockners heraustretenden benutzten Gase in die frischen Trockengase in die Troekenanlage oder in das Gebläse zuführende Leitung zurückgeleitet werden, da diese Gase bei genügend weit getriebenem Trocknen eine höhere Temperatur aufweisen, als die aus einem höheren Teil des Schachtes austretenden Gase.
Man hat auch erkannt, dass, wenn die Temperatur der aus dem untersten Teil des Trockners austretenden Gase über die Temperatur der in einem höheren Teil entweichenden Gase steigt, das zu trocknende Gut praktisch bereits vollkommen getrocknet ist. In gewissen Fällen ist es nun, wie z. B. beim Trocknen von Hackspänen für Zellstoffabriken, von Kohle für Kohlenpulverherstellung usw., von Bedeutung, stets ein vollkommen getrocknetes Gut von der Trockenanlage zu er ! alten. In solchen Fällen ist es von Vorteil den Durchgang des Materiales durch den Schachttrockner auf Grund von Tenperaturbeobaeli ungen der im unteren Teil des Troekenschachtes abziehenden Gase zu regeln. Am einfachsten kann es durch Abnahme des getrockneten Gutes aus dem Troekner am unteren Ende des Schachtes erfolgen. Dies ist jedoch umständlich und nicht vollkommen verlässlieh.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zum selbsttätigen Regeln des Austrittes des Trockengutes, bei welcher die Menge des Gutes mit der Temperatur der aus dem unteren Teil des Trockners austretenden Gase in Abhängigkeit gebracht wird. Gemäss der Erfindung verwendet man hiezu eine thermostatische Regelungseinriehtung, die durch die aus dem untersten Teil des Trockners austretenden Gase gesteuert wird.
EMI1.1
trägt geeignete Mitnehmer 5, um das auf dem Boden ruhende Gut nach aussen zu bewegen. Dieses Gut wird durch das Austrittsrohr 6 und die Förderschnecke 7 weiterbefördert.
Der durchloehte Teil der äusseren Wand 2 des Schaehttroekners ist in gewissen Abstand von einer (zweckmässig gemauerten) Wand 8 umgeben, die oben einen Deckel trägt und einen Gasauslass 9 aufweist.
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
zwischen der äusseren Schachtwand 2 und dem Mauerwerk 8 durch die Leitung 13 an. Um die Temperatur der frischen heissen Trockengase in gewünschtem Masse herabsetzen zu können, ist in der Leitung 13 eine Klappe 14 vorgesehen, die durch irgend einen, nicht dargestellten Thermoregler automatisch betätigt wird.
Im Zwischenraum zwischen der äusseren durchlochten Schachtwand 2 und dem sie umgebenden Mauerwerk 8 ist ein zweckmässig heb-und senkbarer Schirm 15 angeordnet, der die unterhalb des Schirmes aus dem Schachttrockner heraustretenden Gase in die Leitung 13 fühlt. Dieser Schirm wird für gewöhnlich auf einer derartigen Höhe gehalten, dass auch Gase aus dem Raum oberhalb des Schirmes in das Gebläse zurückströmen können.
Im untersten Teil des Zwischenraumes zwischen Schachtwand 2 und Mauerwerk 8 ist ein Thermoregler 16 vorgesehen, der von den im untersten Teil des Trockners strömenden Gasen beeinflusst wird.
Der Thermoregler 16 wirkt auf einen Druckzylinder 17 ein, welcher seinerseits durch einen Kolben eine in der Mündung des Austrittsrohres 6 angeordneten Abstreifer 18 betätigt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende : Die Geschwindigkeit des umlaufenden Bodens 3, 4 wird derart eingestellt, dass durch das Rohr 6 weniger Gut abläuft, als wenn der Abstreicher. M im Betrieb ist. Wenn nun die aus dem untersten Teil des Schachttrockners austretenden Gase, die mit dem Thermoregler 16 in Berührung kommen, eine gewisse Temperatur erreichen, üben sie einen solchen Einfluss auf den Thermoregler aus, dass durch die Wirkung des letzteren auf den Kolben
EMI2.1
voll ausgezogene Linien in Fig. 2 angedeutet ist. Dadurch wird eine grössere Menge des getrockneten Materiales von dem Boden 4 in das Rohr 6 befördert, was wieder zur Folge hat, dass die ganze Materialmenge im Trockner schneller herabsinkt.
Das Material wird somit eine kürzere Zeit der Wirkung der Gase ausgesetzt und der Trockengrad muss somit ein kleinerer werden. Wenn jedoch die gerade gegen- über den untersten Löchern des Trockners befindliche Materialschichte nicht genügend trocken ist und die Gase, welche aus dem Trockner durch diese Locher heraustreten, zufolgedessen ungefähr die gleiche Temperatur besitzen wie die aus dem übrigen Teil des Trockners austretenden Gase, so wird der Thermoregler im entgegengesetzten Sinne wie vorher beeinflusst und verursacht, dass der Abstreicher 18 aus der Bahn des auf dem Boden 4 liegenden Gutes gebracht wird, so dass die Menge des geförderten Trockengutes abnimmt. Wenn die Temperatur im untersten Teil des Trockners wieder höher steigt, als es dem gewünschten Trockengrade entspricht, so wiederholt sieh der vorbeschriebene Vorgang.
Auf diese Weise wird gesichert, dass das Material im Trockner nicht länger bleiben kann als zur vollkommenen Trocknung desselben erforderlich ist.
Die Menge des herausgeförderten Trockengutes kann auch in anderer Weise geregelt werden.
Beispielsweise kann der Thermoregler auf die Geschwindigkeit, mit welcher sich der Boden bewegt, regelnd einwirken und dadurch den Austritt des Gutes beschleunigen oder verlangsamen. Dies kann beispielsweise in der in Fig. 4 angedeuteten Weise erfolgen, u. zw. dadurch, dass der Druckzylinder 17
EMI2.2
od. dgl. 22 den Regler eines den Boden 3, 4 treibenden elektrischen Motors od. dgl. betätigt. Auch kann die Kette oder das Seil 22 den Regler eines Kommutatormotors betätigen, wenn ein solcher Motor zum Treiben des Bodens 3, 4 benutzt wird.
Die Regelung des Austrittes des getrockneten Gutes kann auch dadurch bewirkt werden, dass der Boden 3, 4 absatzweise selbsttätig in Bewegung gesetzt wird, wenn das Trockengut austreten soll, und dann wieder zum Stillstand gebracht wird. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Druckzylinder 17 einen Stromschalter 24 (Fig. 5) des zum Treiben des Bodens 3,4 dienenden elektrischen Motors od. dgl. betätigt.
PATENT-ANSPRÜCHE ;
1. Schachttrockner, in welchem das Trockengut herabgleitet und dabei von im wesentlichen wagrecht streichenden Trockengasen durchströmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des aus dem Schacht herausgeförderten Trockengutes mit Hilfe eines von den aus dem untersten Teil des Schachtes heraustretenden Troekengasen gesteuerten Thermoreglers von der Temperatur dieser Gase derart in Abhängigkeit gebracht ist, dass die Menge mit der Zu-bzw. Abnahme der Temperatur dieser Gase ansteigt bzw. sinkt, damit das Trockengut nicht länger im Schacht verbleibt als zur Erreichung des gewünschten Trockengrades erforderlich ist.