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Regelvorrichtung zur Gleichhaltung der Umdrehungsverhältnisse von mehr als zwei mechanisch nicht gekuppelten Motoren.
Es sind schon elektromotorische Antriebe bekannt geworden, bei denen eine Gruppe von zwei mechanisch nicht gekuppelter Elektromotoren gemeinsam geregelt werden, u. zw. so, dass sie alle dauernd in einem ganz bestimmten einstellbaren Drehzahlverhältnis stehen. Das Wesentliche dieser Vorrichtungen besteht darin, dass ein Regler selbsttätig verstellt wird, sobald das Drehzahlverhältnis von dem gewünschten abweicht. Der Regler ist dabei zwischen die Feldstromkreise der Maschinen so angeschlossen, dass durch seine Verstellung das Feld des voreilenden Motors verstärkt, das des nacheilenden Motors dagegen geschwächt wird. Der Regler kann dabei auf die gesamten Feldströme oder auf die Ströme in Teilwicklungen der Felder einwirken.
Das selbsttätige Verstellen des Reglers geschieht bei den einen Vorrichtungen in der Weise, dass eine Kontaktbahn mit zugehörigen Regulierwiderständen von dem einen der beiden Motoren in Umdrehung versetzt wird, während der Kontaktarm von dem andern Motor angetrieben wird. Weichen nun die Umdrehungszahlen der Motoren aus irgendeinem Grunde voneinander ab, so wird der Kontaktarm entsprechend verstellt, und eine Regelung der Motoren kommt durch entsprechende Schaltung der rotierenden Kontaktbahn und des rotierenden Kontaktarmes zustande. Andere Vorrichtungen lassen die beiden Motoren entweder direkt oder indirekt auf ein Differentialgetriebe wirken. Das Differentialgetriebe verstellt sich dann, wenn die beiden Motoren ungleiche Umlaufzahlen haben.
Diese Verstellung wirkt auf den Kontaktarm eines Regulierwiderstandes, und es wird so zusammen mit einer zweckmässigen Schaltung eine Regelung der Umla fzahl der Motoren erreicht.
Die Erfindung betrifft die Ausgestaltung der beschriebenen Regelungsanordnung, um diese zur Regelung für eine beliebige Anzahl von Motoren oder Motorengruppen geeignet zu machen. Und zwar ist erfindungsgemäss zwischen die Ableitungen je zweier aus jeweils zwei in der angegebenen Weise mit Reglern versehenen Motoren bestehenden Maschinenruppen ein weiterer Regler eingeschaltet, der die Felder der einen Maschinengruppe verstärkt und die der andern schwächt.
Fig. 1 zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens auf eine Gruppe von acht, Fig. 2 von sechs, Fig. 3 von drei Motoren und Fig. 4 auf eine Gruppe von drei Drehstrom-Gleichstromkaskaden.
Gemäss Fig. 1 werden je zwei Motoren aus einer Gruppe von acht Motoren zu einer primären Gruppe zusammengefasst und durch einen gemeinsamen Regler in der bekannten Art, wie oben beschrieben, geregelt, nämlich die Motoren AB durch den Regler a b, die Motoren C D durch den Regler cd, die Motoren E F durch den Regler e f und die Motoren G H durch den Regler g h. Das Geschwindigkeitsverhältnis je zweier Motorpaare wird nun dadurch konstant gehalten, dass das oben erläuterte Regelungsprinzip auf zwei Motorgruppen angewendet wird. Dazu werden z. B. die Motorpaare A B und C D zu einer Gruppe, die Motorpaare E F und G H zu einer weiteren Gruppe zusammengefasst.
Die Ableitungen von den Kontaktarmen der Regulatoren ab und cd werden in der aus der Fig. 1 ersichtlichen und für die Erfindung typischen Weise mit einem weiteren Regulator a c verbunden. Die Kontaktbahn und der Kontaktarm des Regulators a c werden dabei von je einem Motor des einen und des andern Motorpaares, z. B. von den Motoren A und C, in einer der oben als bekannt angegebenen Methoden, z. B. mit Differential-
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verbunden. Die Kontaktbahn und der Kontaktarm des Regulators e g werden dabei von je einem Motor des einen und des andern Motorpaares, z. B. von den Motoren E und G in einer der oben als bekannt vorausgesetzten Methoden gegeneinander verschoben.
Die Regulatoren a c und e g sprechen also auf eine Änderung des Geschwindigkeitsverhältnisses der Motoren # und C bzw. E und G an. Sie regeln derart, dass die Motoren A und C und die Motoren E und G in einem gewünschten Geschwindigkeit ; verhältnis stehen.
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der aus der Fig. 1 ersichtlichen und für die Erfindung typischen Weise mit einem weiteren Regulator a e - verbunden.
Die Kontaktbahn und der Kontaktarm des Regulators a e werden dabei von je einem Motor der Gruppe ABC D und der Gruppe #EFGH, z. B. von den Motoren A und E in einer der bekannten
Methoden angetrieben. Die Ableitung des Kontaktarmes des Regulators a e kann dann direkt mit dem zweiten Pol des Netzes verbunden werden. Gegebenenfalls kann in diese letzte Ableitung noch ein von
Hand zu betätigender Regulator eingeschaltet werden, durch den die Geschwindigkeit sämtlicher Motoren gleichzeitig erhöht oder erniedrigt werden kann ; oder es kann die Spannung einer besonderen Erreger-
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sowie der Regulatoren g h, e e cl, e g und a e. a c wird direkt mit dem zweiten Pol des Netzes verbunden.
In Fig. 4 ist die Anwendung der Erfindung auf eine Gruppe von drei Drehstrom-Gleichstromkaskaden dargestellt.
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) die GIeichstromhintermotoren.
Die Umlaufzahlen derartiger Kaskaden werden bekanntlich durch Änderung der Feldstärke der
Gleichstromhintermotoren geregelt und ergibt sich damit die Anwendungsfähigkeit der Erfindung.
Die Feldregulierung erfolgt denn auch ebenso wie in Fig. 3, wobei in Fig. 4 die Hintermotoren-4, B, C an die Stelle der ebenso bezeichneten Gleichstrommotoren in Fig. 3 treten. Es werden gemäss Fig. 4, i wie gemäss Fig. 3, der Regulator ab durch die Motoren A und B, der Regulator a c durch die Motoren A und C betätigt. Beim Regulator a e ist berücksichtigt, dass die bei 0 und m angeschlossenen Stromkreise ungleiche Ströme führen.
Dem ist Rechnung getragen durch Teilung der Regelstufen in zwei Hälften m n und n o, die so bemessen sind, dass bei einer bestimmten Verschiebung des Kontaktarmes P-Q die bei m und o ankommenden Ströme ungefähr im gleichen Verhältnis entgegengesetzt verändert werden.
Der Regler 11 ermöglicht, die Feldstärken sämtlicher Gleichstrommotoren und damit die Geschwin- digkeiten aller drei Kaskaden gleichzeitig zu verändern. Der gleiche Zweck kann durch Änderung der
Erregerspannung für die Hintermotoren erreicht werden.
Es können auch, falls es zweckmässig erscheint, zwischen den zu regelnden Motoren und den
Reglern veränderliche Übersetzungsgetriebe, z. B. konische Riementriebe eingeschaltet sein, so dass das 'Drehzahlverhältnis der'einzelnen Motoren bzw. der einzelnen Gruppen in bekannter Weise eingestellt werden kann.