AT109913B - Verfahren zur Beseitigung von Kapazitätsunterschieden in Fernmeldekabeln. - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Kapazitätsunterschieden in Fernmeldekabeln.

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  Verfahren zur Beseitigung von   Kapazitätsunterschieden   in   Fernmeldekabeln.   



   Bekanntlich werden durch Unterschiede in den Teilkapazitäten zwischen den Adern in Fernmeldekabeln störende Erscheinungen hervorgerufen, z. B. rührt das Nebensprechen in Fernsprechkabeln in der Hauptsache von solchen Kapazitätsunsymmetrien her. 



   Man hat nun versucht, diese Kapazitätsdifferenzen auszugleichen, indem man die Kabel je nach den gemessenen Werten aneinanderschaltete (Kreuzungsmethode) oder indem man Kondensatoren hinzufügt, die einen Wert besassen, der dem fehlenden Betrage entsprach   (Kondensatorausgleich).   Diese Nachteile der Kreuzungsmethode liegen in der Schwierigkeit, die aneinanderzuschaltenden Adern zu finden. Der Kondensatorausgleich hat den Mangel, dass er einen besonders grossen Aufwand an Zusatzelementen verlangt, z. B. Kondensatorkästen oder Spezialmuffen. 



   Die Kapazität zwischen zwei Adern ist bekanntlich abhängig von dem Abstand der Leiter, ihrem Durchmesser, respektive ihrer Oberfläche und der   Dielektrizitätskonstante   der Isolierung. Man kann also durch Verändern dieser Konstanten die Grösse der Kapazität beeinflussen. 



   Gemäss der Erfindung wird nun die Eigenschaft, dass durch Formveränderung bzw. Vergrösserung der Oberfläche der Leiter eine Kapazitätsänderung erreicht werden kann, dazu benutzt, die Teilkapazitätsdifferenzen zu beseitigen.   Unter "Oberfläche   der Leiter"wird hiebei die Grenze gegen das die Leiter umgebende Dielektrikum verstanden. Man kann z. B. die eine (a) von den beiden Adern, die eine zu geringe gegenseitige Kapazität haben, um die andere (b) herumwickeln (Fig. 1), wodurch die gewünschte Kapazitätserhöhung erzielt wird. Die Länge der Wickelstelle ist natürlich von der Grösse des auszugleichenden Kapazitätsunterschiedes abhängig, oder man wickelt einen Hilfsdraht (Fig. 2) um den einen Leiter und verbindet ihn mit dem andern.

   Eine weitere Ausführungsform ist eine Metallhülse, die die eine Ader umgibt und mit der andern leitend verbunden ist (Fig. 3). Zur Besserung des Isolationswiderstandes dieser Stellen können zwischen der einen Ader und der sie umgebenden Ader bzw. dem Hilfsdraht oder der Hülse besondere Zwischenlagen aus Isoliermaterial eingefügt werden. 



   Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass es ohne Zusatzelemente im Kabel selbst ausgeführt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Beseitigung von Kapazitätsunterschieden in Fernmeldekabeln, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergrösserung der zu niedrigen Teilkapazität die geometrische Gestalt der Oberfläche eines oder beiden der beteiligten Leiter verändert wird, wobei die Änderung der Gestalt der Oberfläche entweder durch blosse Formänderung erfolgt oder durch leitende Verbindung mit Metallteilen, deren Oberfläche zu derjenigen der ursprünglichen Leiter neu hinzutritt oder durch gleichzeitige Anwendung beider Massnahmen. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Ader in einer solchen Länge um die andere Ader gewickelt wird, die der erforderlichen Kapazitätsänderung entspricht (Fig. 1).
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfsdraht spiralig um eine Ader gewickelt wird, der mit der andern Ader leitend verbunden ist (Fig. 2).
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenvergrösserung durch eine Metallhülse erfolgt, die die eine Ader zylindrisch umgibt und mit der andern leitend verbunden ist (Fig. 3). **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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