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Einzelachsantrieb fiir elektrische Triebfahrzeuge.
Die bekannten zahlreichen Formen des Ein7. l'lachsantriebes für elektrische Triebfahrzeuge können mit Bezug auf die Lage des Fahrzeugrahmens in zwei Hauptgruppen geteilt werden. Eine Gruppe umfasst die Antriebe mit Innenrahmen, d. i. mit innerhalb der Triebräder liegendem Rahmen, die andere Gruppe die Antriebe mit Aussenrahmen, d. i. mit ausserhalb der Räder angeordnetem Rahmen.
Zur zweiten Gruppe gehören der älteste elektrische Fahrzeugantrieb, der,, Tramantrieb" und der bekannte Hohlwellenantrieb mit Federkupplung, der Westinghouseantrieb". In letzter Zeit sind Hohlwellenantriebe entstanden, die an Stelle der Kupplungsfedern Gelenkkupplungen oder an Stelle der liegenden Motoren stehende Motorensetzen, wobei die Kupplung mittels Federn oder Gelenkkupplungen bewirkt wird.
Die Erfindung bezieht sich nun auf einen Hohlwellenantrieb mit einseitig zwischen Motor und Triebrad angeordneter Gelenkkupplung, die erfindungsgemäss in einem geschlossenen Gehäuse mitumläuft, das nur mit den für die Triebzapfen erforderlichen Öffnungen versehen ist.
Der Antrieb nach der Erfindung ist in Fig. 1 und 2 in Vorder-und Seitenansicht in beispielsweiser Ausführung dargestellt. Fig. 3 zeigt Einzelheiten der Sehmierpumpe im Schnitt.
In den Figuren ist 1 der Antriebsmotor, 2 das gefederte Zahnradgetriebe, : 3 die Hohlwelle, I'die Gelenkkupplung in geschlossenem. mitumlaufendem Gehäuse und 5 der angetriebene Triebradsatz.
Die Anordnung der Kupplung in einem geschlossenen umlaufenden Gehäuse. das gleichzeitig als Träger der Kuppelzapfen dient. ermöglicht eine einfache selbsttätige Schmierung. Nach vorliegender
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geüllt, so dass sich die Pumpe stets im Schmiermittel bewegt. Die von der oder den Pumpen weiter entfernten Schmierstellen können durch Rohre an die Hauptschmiernuten 16 angeschlossen werden.
Das Austreten von Schmiermittel und Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit durch das Triebzapfenloch in das Kupplungsgehäuse ist z. B. durch eine in Fig. 1 ersichtliche, gleitende Abschlussplatte 6 verhindert. Das Kupplungsgehäuse ist zweckmässig geteilt und mit Kontrollöchern versehen, um die Kupplung auseinander nehmen und kontrollieren zu können.
Der Antrieb eignet sich besonders für Breitspur, die zwischen den Ttiebrädern etwa 240 mm mehr Baubreite ergibt als Normalspur. Der Antrieb ist weiter für die Anwendung von Doppelmotoren gedacht, tun ein schmales Zahnrad zu benötigen.
Die besonderen Vorzüge des Antriebes sind : Vollständig geschlossener. öldichter Zahnradgetriebe- kasten (da keine Zapfen ins Zahnrad eingesetzt sind), Vermeidung zusätzlicher Beanspruchung des Zahn- rades durch die Triebzapfen, einmalige Ausführung der Gelenkkupplung für einen Radsatz, eine kleine
Zahl Schmierstellen und die Möglichkeit, die Gelenkkupplung auf einfache Weise zu kapseln und mit einer selbsttätigen Sehmierung auszustatten.
Da bei Doppelmotoren wegen der kleinen Abmessungen und wegen des mangelnden Raumes in der Motorlängsriehtung eine Federung der Ritzel unmöglich ist. muss die Federung in das grosse Zahnrad verlegt werden. Ein gefedertes Zahmad ist wegen des beschränkten Raumes bei Hohlwellenantrieben
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ausserhalb des Zahnrades liegende Kupplung geeignet. Die Federung in die Kupplung selbst zu verlegen i, t unerwünscht, besonders wenn die Kupplung mit starren Stangen eine vollständig gleichförmige
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feststehend ausgeführt werden, doch wäre die Ausbildung eine umständlichere und die Abdichtung des Kastens nicht so zufriedenstellend.
Bei umlaufendem Gehäuse sind nur die beiden Zapfenlöcher zu verschliessen, während bei feststehendem Schutzkasten noch die umlaufende Scheibe des Schutzkastens gegenüber dem feststehenden Teil abgedichtet werden müsste. Der feststehende Schutzkasten gibt auch zu Klappergeräuschen Anlass, was beim umlaufenden Gehäuse ausgeschlossen ist. Auch die Kontrollöcher können bei umlaufendem Gehäuse einfacher und zweckmässiger angebracht werden.
Ein Vorzug des Antriebes ist es. dass er keine ungünstig beanspruchten Federn aufweist, wie ein Hohlwellenantrieb mit Sehraubenfederkupplung. Die Seitenverschiebbarkeit der Triebachse kann auch für grössere Beträge einwandfrei gesichert werden. Infolge der einseitigen Anordnung der Kupplung kann auf eine Federung der Kuppelstangen verzichtet werden, im Gegensatz zu beidseitiger Anordnung der Kupplung, bei der federnde Stangen zur gleichmässigen Verteilung der Drehmomente auf die Triebräder und Beanspruchung der Kupplungen nötig sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einzelaehsantrieb für elektrische Triebfahrzeuge mit Hohlwelle und einseitig zwischen. Motor und Triebrad angeordneter Gelenkkupplung, dadurch gekennzeichnnet, dass die Gelenkkupplung in einem geschlossenen Gehäuse mitumläuft, das nur mit den für die Triebzapfen erforderlichen.Öffnungen versehen ist.