AT109435B - Anordnung eines Mindestdruckventils bei einer Druckluftbremse mit Haupt- und Hilfssteuerventil. - Google Patents

Anordnung eines Mindestdruckventils bei einer Druckluftbremse mit Haupt- und Hilfssteuerventil.

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AT109435B
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Description


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    Anordnung eines Mindestdruckventils bei einer Druckluftbremse mit Haupt-und Hilfssteuerventil.   
 EMI1.1 
   : steuerventil   beeinflusst, und der über ein nach ihm hin sich öffnendes   Rückschlagventil unmittelbar   mit   det   Hauptleitung in Verbindung steht. 



   Infolge dieser Anordnung bietet das zwischen dem Hilfssteuerventil und dem Bremszylinder   ibblihdliche Mindestdruekventil   den Vorteil, dass es bei Vorhandensein zweier oder mehrerer von einem   ,Maerventil beherrschter   Bremszylinder die Drucksteigerung in den Bremszylindern beim Bremsen   in ; gleicher   Weise beeinflusst, wie bei einem einzigen Bremszylinder, wenn der zweite, dritte oder weitere Bremszylinder zum Zwecke der Abbremsung   eh   Nutzlast eingeschaltet sind.

   Dieser Vorteil ist dadurch   nithergestellt,   dass der Hilfsluftbehälter über   das Rückschlagventil   mit der Hauptleitung in Verbindung steht und aus dieser-im Masse des jeweils in ihr befindlichen Druckes, der bei maximaler Bremswirkung nicht über 3'5 Atm. sinkt-seinen Inhalt ergänzt, wenn dieser durch   Fiillung   sämtlicher vorhandener Bremszylinder stark in Anspruch genommen wird. 



   Auf der Zeichnung ist eine Bremsvorrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung weise veranschaulicht. 



   Die Hauptleitung   1   teilt sich vor dem Hauptsteuerventil 2 in die Zeigleitungen 3 und 4. Die Leitung 3 führt einerseits in die   Steuerkolbenkammer-M   des Steuerkolbens und anderseits über das Rück-   schlagventil 5   in den Bremsluftbehälter 6, der mit dem Hilfssteuerventil 7 in Verbindung steht. Das letztere , ist ober das an sich bekannte Mindestdruckventil 8 mit dem Einkammerbremszylinder 9 verbunden. 



    Zwischen   dem Mindestdruckventil 8 und dem Bremszylinder 9 können sich die auf der Zeichnung nicht dargestellten Anschlüsse zu weiteren Breniszylindern von der Verbindungsleitung abzweigen, wenn die Lastabbremsung durch einen oder mehrere Zusatzzylinder erfolgt, wie dies besonders bei Grossraumgüterwagen der Fall zu sein pflegt. In der dargestellten Lösestellung ist der Bremszylinder 9 über das Mindestdruckventil 8 durch die Bohrung 10 im Schieber 11 des Hilfssteuerventils, die mit der Bohrung 12 in Deckung steht, entlüftet. Die Leitung 4 ist durch die Zweigleitung 13. die Bohrung 14 im Grundschieber 15 des Hauptsteuerventils 2, die Muschel 16 im Hilfsschieber 17, Bohrung 18, Leitung 19 mit dem Steuerbehälter 20 verbunden, der mit dem Steuerschieberraum durch den Kanal 21 in Verbindung steht. Der Kanal 22 ist durch den Schieber 15 geschlossen.

   Eine Übertragungskammer 23 ist durch die Bohrung   24,   die Muschel 25 und die Bohrung 26 mit dem ins Freie führenden Kanal 27 verbunden, also entlüftet und ruckfrei. Der Zweigkanal 28 ist durch den   Grundsehieber   15 geschlossen. Der in die Expansionskammer 29 führende Kanal 30 ist durch die Grundschieberbohrung und die Muschel 25 des Hilfsschiebers 17 mit dem Freiluftkanal 27 verbunden. Infolgedessen ist auch der Raum vor dem Steuerkolben 33 des Hilfssteuerventils 7 über die Leitung 32 entlüftet. 



   Wird der Druck in der Hauptleitung 1 zum Zweck einer Bremsung vermindert, so vermindert sich damit auch der Druck vor dem Steuerkolben 34 des Hauptsteuerventils 2. Der in dem Steuerbehälter 20 und im Steuerschieberraum herrschende Druck, der nahezu auf der ursprünglichen Höhe des Leitungdruckes verbleibt und nunmehr höher ist als der herabgeminderte Hauptleitungsdruck, drückt den Steuerkolben 34 des Hauptsteuerventils nach links. Dadurch werden die Kanäle 13 und 19 durch den Grundschieber geschlossen. Die Bohrung 35 gelangt in Deckung mit dem Kanal 22, die Schiebermuschel 36 

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 veranlasst eine rasche Fortpflanzung des Sinkens des Leitungsdruckes. Die Bohrung 24 ist dabei derart verschoben, dass der Auslass der Kammer 23 gesperrt ist ; ebenso ist der Kanal 30 durch den Grundschieber gesperrt.

   Die Bohrung   38   steht über der Mündung   des Kanals 2S   und die Bohrung 39 über der Mündung des Kanals 40, und die Schiebermuschel 41 verbindet die Bohrungen 38 und 39. Infolgedessen gelangt Druckluft aus dem Steuerbehälter 20 über 19, 28,   38,     41,   39 und 40 in die Expansionskammer   29   und über die Leitung 32 vor den Kolben 33 des Hilfssteuerventils 7. Dieser wird nach rechts bewegt, sperrt die Freiluftbohrung 12 und legt'die Bohrung 42 frei. Druckluft aus dem Bremsluftbehälter 6 strömt über das zunächst   völlig geöffnete Mindestdruckventil   in den Bremszylinder 9 sowie in die gegebenenfalls 
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 zum Bremszylinder 9 über eine Drosselbohrung im Mindestdruckventil allmählich vollzieht.

   Sinkt der Druck im Behälter 6 unter den herabgeminderten Hauptleitungsdruck, so strömt über das   Rückschlag   ventil 5 Druckluft aus der Hauptleitung in den Behälter 6 und in den Bremszylinder 9 nach. Auf diesem Wege werden auch Undichtigkeitsverluste in letzterem ausgeglichen, und die Bremse ist praktisch unerschöpfbar.

   Es wird in sämtlichen eingeschalteten Bremszylindern derselbe Druck erzeugt. der in dem zur Abbremsung des leeren Fahrzeugs dienenden Zylinder 9 erzeugt würde, wenn bei leerem Wagen die übrigen Zylinder abgeschaltet wären. Übersteigt der Druck im Behälter 6 und im Bremszylinder bei angezogener Bremse den herabgeminderten Druck im Steuerbehälter 20 und in den beim Bremsen damit verbundenen Räumen, so wird der Kolben 33 nach links in seine   Abschlussstellung     gedrückt.   Das Hauptsteuerventil 2 gelangt in die   Bremsabschlussstellung,   wenn der Druck im Steuerbehälter 20 unter den Hauptleitungsdruck sinkt.

   Der Steuerkolben 34 wird dann so weit nach rechts verschoben, dass der Hilfsschieber 17 die Verbindung 20, 19,   28, 38, 41,   39,40   absperrt.   Wird der Leitungsdruck zwecks Lösens der Bremse auf das normale Mass erhöht, so nehmen die Steuerorgane im Hauptsteuerventil die auf der Figur dargestellte Lage ein. Hauptleitungsluft strömt von 1 über 3 vor den Steuerkolben 34, drückt ihn nach rechts und gelangt über 13, 14, 16, 18, 19 in den Steuerbehälter 20 : und über den Kanal 21 in die Steuerschieberkammer des Hauptsteuerventils. Die Übertragungskammer 23 wird über 24,25, 27 entlüftet. Die Expansionskammer 29 wird über   30, 31,   25, 27 entlüftet ; dadurch wird auch der vor dem Steuerkolben 33 des Hilfssteuerventils 7 befindliche Druck ins Freie abgelassen. 



  Der im Bremszylinder 9 und der Steuerschieberkammer des Hilfssteuerventils sowie im Bremsbehälter 6 befindliche Druck schiebt den Steuerkolben 33 nach links, der Behälter 6 wird durch den Schieber 11 gesperrt, die Bohrung 10 tritt über die Bohrung   12,   und der   Bremszylinderdruck   entweicht allmählich über die Drosselbohrung im   Mindestdruckventil.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Anordnung eines Mindestdruckventils bei einer Druckluftbremse, bei der die Druckluft für den Bremszylinder einem das Steuerventil nicht beeinflussenden, über ein Rückschlagventil mit der Haupt- leitung in Verbindung stehenden, durch ein Hilfssteuerventil überwachten Behälter entnommen wird, wobei der Steuerkolben des Hilfssteuerventils einerseits unter dem Druck einer Ausdehnungskammer steht, die beim Lösen der Bremse durch ein von Hauptleitungsdruck beeinflusstes Hauptsteuerventil entleert, beim Bremsen mit Druckluft aus einem Steuerbehälter gefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindung zwischen Hilfssteuervendl und Bremszylinder ein gegebenenfalls mit einer Umstellvorrichtung versehenes Mindestdruekventil geschaltet ist.
AT109435D 1926-06-26 1926-06-26 Anordnung eines Mindestdruckventils bei einer Druckluftbremse mit Haupt- und Hilfssteuerventil. AT109435B (de)

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