AT109403B - Verfahren zur Herstellung von Tageslichtentwicklern für photographische Platten u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tageslichtentwicklern für photographische Platten u. dgl.

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AT109403B
AT109403B AT109403DA AT109403B AT 109403 B AT109403 B AT 109403B AT 109403D A AT109403D A AT 109403DA AT 109403 B AT109403 B AT 109403B
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Tageslichtentwicldern   für photographische Platten u. dgl. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Entwicklern, mit welchen bei jeder beliebigen Lichtquelle, so vor allem auch bei Tageslicht entwickelt werden kann. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass komplexen Verbindungen von Eisen mit mehrwertigen Phenolen, wie z. B.   tribrenzcatechin-ferrisaurem   Kalium   (Fe/CJWs) Ks   2 H 2 0 Alkali zugesetzt wird. Als geeignete komplexe   Eisenphenolverbindungen zur   Herstellung von Tageslichtentwicklern für photographische Platten u. dgl. kommen in erster Linie Alkalisalze der Tribrenz-   catechin-ferrisäure   in Betracht (s. die Formel des Kaliumsalzes oben).

   Ausser den genannten Salzen der   Tribrenzeateehin-ferrisäure   können auch Salze der   Dibrenzeateehin-ferrisäure   benutzt werden, da diese violetten Salze durch überschüssiges Alkali sich leicht in die roten Salze der   Tribrenzcatechin-ferrisäure   unter   Abscheidung- von Eisenhydroxyd   verwandeln lassen. Diese komplexen Eisen-Brenzcatechin-Verbindungen wurden vom Anmelder im Verein mit Prof. Dr. Weinland zuerst hergestellt und sind in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Jahrg. 45, Heft 1, S. 148ff. und Jahrg. 45, Heft 6, S. 1113 ff. eingehend beschrieben. Sodann können auch komplexe Verbindungen des Eisens mit Pyrogallol Verwendung finden (Berichte der Deutschen   Ch rnischen Gesellschaft,   Jahrg. 47, Heft 14, S. 2755 und 2758). 



   Es ist beobachtet worden, dass solche komplexe Verbindungen des Eisens mit mehrwertigen Phe- 
 EMI1.1 
 plexen   Eisenphensslverbindungen   in wässeriger Lösung nur wenig hydrolytisch gespalten sind, so sind dieselben. ohne Alkalizusatz als Entwiclder nicht zu gebrauchen ; erst überschüssiges Alkali macht aus ihnen gute Entwickler. Zur einwandfreien Entwicklung   photographischer   Platten u. dgl. genügen schon sehr verdünnte wässerige Lösungen dieser komplexen Verbindungen bei Gegenwart von Alkali zur Er-   zielung   guter Resultate.

   Da hiebei nur ein kleiner Prozentsatz des im Komplex vorhandenen Phenols als hydrolytisch abgespaltene Phenol zur Wirkung kommt, so üben diese komplexen Eisenphenolver- 
 EMI1.2 
 vorgang bleibt aber die intensiv rote Färbung erhalten und es wird nur in dem Verhältnis, wie Phenol bei der Entwicklung verbraucht wird, Eisenhydroxyd abgespalten. 



   Die rote Färbung der wässerigen Lösung dieser komplexen   Eisenphenol-Verbindungen   macht diese zum Entwickeln bei jeder Lichtquelle geeignet, d. h. insbesondere auch bei Tageslicht. Dabei ist lediglich erforderlich, dass die Platten od. dgl. im Dunkeln oder bei rotem Licht in das Entwicklerbad gebracht werden. Die rote Farbe der Lösung hindert zunächst in bekannter Weise, dass chemisch-aktive Strahlen die lichtempfindliche Schicht beeinflussen. Sobald dann die Entwicklerlösung die lichtempfindliche Schicht   durchtränkt   hat, ist diese dadurch so weitgehend lichtunempfindlich geworden, dass die Platten sogar wiederholt aus dem Entwickler bei jeder Beleuchtung, selbst bei Tageslicht, zur Beobachtung des   Entwicklertortganges   herausgenommen werden können.

   Nach Abschluss der Entwicklung werden die Platten mit Wasser abgespült und können in einem sauren Fixierbad bei jeder Beleuchtung, selbst bei Tageslicht, ohne weitere Vorsichtsmassregeln fixiert werden. Hierauf werden die Platten gewässert. 



   Es sei ganz besonders darauf hingewiesen, dass es sich bei genannten komplexen Eisenphenolverbindungen nicht um Farbstoffe, sondern um Substanzen mit intensivster roter Eigenfarbe handelt, deren wässerige Lösungen als Lichtfilter wirken, zu gleicher Zeit weitgehende Desensibilisierung der lichtempfindlichen Schichten verursachen und auf Zusatz von Alkali Entwicklereigenschaften erhalten. 



  Die vorliegende Erfindung ist somit etwas vollkommen neues und berührt auch in keiner Weise bekannte Verfahren, bei denen   Farbstoffzusätze zu Entwicklern gemacht   werden. (D. R. P. Nr. 179 490 Sillard & Pastor). 



   Ausführungsbeispiel : 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> Eine <SEP> geeignete <SEP> Eiitwiciderzusammensetzung <SEP> ist <SEP> die <SEP> folgende <SEP> :
<tb> 2 <SEP> g <SEP> Tribrenzca. <SEP> techm-fernsaures <SEP> Kalium,
<tb> 198 <SEP> g <SEP> destilliertes <SEP> Wasser,
<tb> 15 <SEP> cm3 <SEP> 10% <SEP> Kaliumhydroxydlösung.
<tb> 
 
 EMI1.4 
 Lichte in den genannten Entwickler gebracht, worauf sogleich das elektrische Licht eingeschaltet werden kann. Nach weiteren 2 bis 3 Minuten kann die Platte zur Beobachtung des Entwieklungsfortsehrittes 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 25 <SEP> g <SEP> Natriumthiosuliat,
<tb> . <SEP> 3 <SEP> Natriumbisulfit,
<tb> 72 <SEP> g <SEP> destilliertes <SEP> Wasser.
<tb> 
 



   Die nach obigem Verfahren entwickelten Platten haben nun den Nachteil, dass sie nach dem Fixieren eine bräunliche bis   rötlich   bräunlich gefärbte Schicht aufweisen. Diese ist insofern nachteilig, als sie eine etwas längere Kopierdauer zur Herstellung von Positiven bedingt. Dieser Übelstand wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dass dem nach obigem Verfahren hergestellten Tageslichtentwickler ein wasserlösliches Sulfit zugesetzt wird. Durch diesen Zusatz wird der genannte Übelstand in vollkommener Weise beseitigt, die Plattenschicht wird trotzdem in jeder Beziehung normal, wie sie beispielsweise auch in normaler Zeit kopiert.

   Diese Wirkung des wasserlöslichen Sulfites war nicht ohneweiteres vorauszusehen, da es sich im vorliegenden Falle ja um komplexe Eisenphenolentwickler handelt, die seither nicht bekannt und daher auch nie benutzt wurden und die sich infolge ihrer tiefroten Eigenfarbe auf die lichtempfindlichen Schichten ganz anders auswirken, als die bekannten einfachen organischen   Entwicklersubstanzen.   Tatsache ist, dass nur bei Gegenwart eines   wasserlöslichen   Sulfites eine vollkommene Entfärbung der lichtempfindlichen Schichten im sauren Fixierbad eintritt. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Das <SEP> Verfahren <SEP> sei <SEP> durch <SEP> folgendes <SEP> Ausführungsbeispiel <SEP> erläutert <SEP> :
<tb> Zur <SEP> Herstellung <SEP> des <SEP> Entwicklers <SEP> werden
<tb> 2 <SEP> g <SEP> Tribrenzcatechin-ferrisaures <SEP> Kalium <SEP> und
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Natriumsulfit, <SEP> kristallisiert, <SEP> in
<tb> 200 <SEP> destilliertem <SEP> Wasser <SEP> gelöst <SEP> und
<tb> 10 <SEP> cm3 <SEP> 10%ige <SEP> Kaliumhydroxydlösung <SEP> hinzugefügt.
<tb> 
 



   Die zu entwickelnden Platten werden nach der Belichtung bei rotem Lichte oder in einem dunklen Raume oder unter einem absolut lichtdichten Tuche, in den genannten Entwickler gebracht, worauf sofort das elektrische Licht eingeschaltet oder dem Tageslicht der Zutritt gestattet werden kann. Nach zwei Minuten kann die Platte zur Beobachtung des Entwicklungsfortschrittes sowohl bei elektrischem hellen, wie auch bei Tageslicht, wiederholt aus dem Bade herausgenommen werden. Nach erfolgter Ent- 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> 25 <SEP> Natriumthiosulfat,
<tb> 5 <SEP> g <SEP> Natriumbisùlfit,
<tb> 70 <SEP> g <SEP> destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 
 
 EMI2.6 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tageslichtentwicklern für photographische Platten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass komplexen Eisen-Phenolverbindungen Alkali zugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entwickler ein wasserlösliches Sulfit zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als wasserlösliches Sulfit Natriumsulfit benutzt wird.
    4. Verfahren nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entwickler folgende Zusammensetzung gegeben wird : EMI2.7 <tb> <tb> 2y <SEP> Tribrenzcateehin-ferrisaures <SEP> Kalium, <tb> 5 <SEP> 9 <SEP> Natriumstilfit, <SEP> kristalusiert, <tb> 200 <SEP> 9 <SEP> destilliertes <SEP> Wasser, <tb> 10 <SEP> cm8 <SEP> 10% <SEP> ige <SEP> Kaliumhydroxydlösung. <tb> 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fixierbad von folgender EMI2.8 EMI2.9 <tb> <tb> 25 <SEP> g <SEP> Natriumthiosulfat, <tb> 5 <SEP> Natriumbisulfit, <tb> 70 <SEP> destilliertes <SEP> Wasser. <tb>
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