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Einrichtung zur selbsttätigen Lieferung von Flüssigkeiten in bestimmten Zeitabständen und Mengen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur selbsttätigen Lieferung von Flüssigkeiten in bestimmten Zeitabständen und Mengen, welche im wesentlichen aus einem mit Ableitungsrohr versehenen Verdampfungsgefäss besteht, das ein im Druckraum mit einem Rückschlagventil versehenes Zuleitungsrohr und eine Druckregelungseinrichtung enthält. Zweckmässigerweise wird die Druckregelungseinrichtung aus einem Entlüftungsrohr mit bestimmt bemessenem Austrittsquerschnitt gebildet, wobei sowohl letzterer als auch das Entlüftungsrohr selbst in bezug auf den Gefässboden verstellbar ist.
Die Einrichtung kann überall dort verwendet werden, wo es sich um die abschnittsweise Lieferung von Flüssigkeiten auch unter Berücksichtigung derer Temperaturen handelt, wie beispielsweise in chemischen Laboratorien, Färbereien, sowie insbesondere im Haushalt b7w. in Gaststätten und Kaffeehäusern (zum Aufgiessen des Kaffeebohnenmehles mit heissem Wasser).
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung im Schema dargestellt.
Ein Verdampfungsgefäss 1 (Kessel, Kolben od. dgl.) wird durch einen Deckel 2 (Pfropfen) dicht abgeschlossen, auf welchen ein Flüssigkeitsvorratsbehälter 3 aufgesetzt ist. Das Gefäss 1 enthält drei Rohre 4,5, 6, welche unter entsprechend dichtem Abschluss den Deckel 2 durchsetzen und zum Teil in den Behälter 3 hineinragen, zum Teil über diesen hinausreichen. Das Zuleitungsrohr 4, das an seinem im Druckraum des Gefässes 1 liegenden Ende mit einem Rückschlagventil 7 versehen ist, endet im Behälter3 und ist im Deckel 2 verschiebbar gelagert. Das im Deckel feste Ableitungsrohr 5 führt bis zum Boden des Verdampfungsgefässes 1 und überragt den Rand des Behälters 3 als Auslaufmündung oder Anschluss- stück für eine Rohrleitung.
Ein Entlüftungsrohr 6 ist im Deckel 2 verschiebbar gelagert und an seinem, dem Behälter 3 abgekehrten Ende mit einer zweckmässigerweise verstellbaren Austrittsöffnung 6'versehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Die in den Behälter 3 eingefüllte Flüssigkeit gelangt durch den eigenen Druck unter Anhebung des am Rohre 4 vorgesehenen Rückschlagventiles 7 in das Vcrdampfungsgefäss jf, das in beliebiger Art geheizt wird. Die im Gefäss 1 befindliche Luft kann solange durch das Entlüftungsrohr 6 entweichen, bis der Flüssigkeitsspiegel in ersterem den Unterrand des Rohres 6 erreicht hat. Nach diesem Zeitpunkt tritt nur mehr so lange Flüssigkeit in das Gefäss 1 ein, bis der Druck in diesem dem um den Druck der Flüssigkeitssäule vermehrten Atmosphärendruck Gleichgewicht hält und das Ventil 7 sich schliesst. Bei zunehmender Drucksteigerung im Gefäss 1 durch die Heizung desselben wird der Überdruck sich durch Ausblasen aus dem Entlüftungsrohr ausgleichen.
Je nach der Bemessung der Öffnung 6'wird der Überdruck im Gefäss 1 sich früher oder später soweit steigern, dass ein Ausgleich durch die enge Öffnung 6'nicht mehr möglich ist, so dass die Flüssigkeit durch das Ableitungsrohr 5 in die Atmosphäre ausgepresst wird, u. zw. in einer von Rauminhalt des Luftbzw. Dampfpolsters im Gefäss 1 abhängigen Menge. Die durch den Flüssigkeitsaustritt bedingte Druckverminderung im Gefäss 1 ermöglicht es, den durch die weitere Heizung bedingten Überdruck wieder durch das Entlüftungsrohr abzulassen, bis die Wiederholung des geschilderten Vorganges eintritt. Da jedoch der Druck hiebei niemals unter Atmosphärendruck sinken kann, wird das Ventil 7 dauernd geschlossen bleiben.
Erst nachdem durch vollständige Entleerung das Gefäss 1 mit der Atmosphäre kommuniziert, wird durch den Druck der Flüssigkeitssäule Flüssigkeit aus dem Behälter 3 naehströmen, nach dem Eintritt in das Gefäss durch Kondensation des in demselben noch befindlichen Dampfes überdies angesaugt werden, so dass die Füllung rasch vor sich. gehen kann.
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Sekunden (bei vollständig verschlossener bzw. vollständig offener Öffnung 6') durch Einstellung der Öffnung 6'bemessen werden können. Eine weitere Regelungsmöglichkeit liegt in der Einstellung der
Heizung. Die Menge der bei jeder durch das Rohr 9 erfolgenden Druekentlastung austretenden Flüssig- keit kann durch Verschiebung des Unterrandes des Entlüftungsrohres 6 im Gefäss ? geregelt werden.
Die Art der Verwendung sowie die bauliche Anordnung der Vorrichtung ist eine beliebige.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur selbsttätigen Lieferung von Flüssigkeiten in bestimmten Zeitabständen und
Mengen, gekennzeichnet durch ein mit einem Ableitungsrohr versehenes Verdampfungsgefäss mit einer Druckregelungsemrichtnng sowie einem im Druckraum mit einem Rückschlagventil versehenem Zu- leitungsrohr.