AT108697B - Verfahren zur Verarbeitung von Teerpechen und Asphalten und zur Gewinnung von Pechölen. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Teerpechen und Asphalten und zur Gewinnung von Pechölen.

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    Verfahren zur Verarbeitung von Teerpechen und Asphalten und zur Gewinnung von Pechölen.   



   Bei der Destillation von Teeren verschiedenster Art, wie Holzteer, Braunkohlenteer und Steinkohlen-Hoch-und Tieftemperaturteeren gewinnt man stets einen pechartigen Rückstand, der in vielen Fällen eine ständige Verwertung, in manchen Fällen jedoch keine besondere Verwertung findet. Es ist bekannt, Teere nicht nur in Blasen, also diskontinuierlich, sondern auch kontinuierlich zu destillieren, wobei aber ebenfalls pechartige Rückstände anfallen, für die in der Regel eine direkte Verwertung gesucht wird, Es ist ferner bekannt, Steinkohlenteerpech einer weiteren Destillation in Blasen bis zur Rotglut zu unterziehen, wobei man weitere Mengen hochsiedender Teeröle neben einem koksartigen Rückstand gewinnt.

   Ebenso wird auch Olgoudron (minderwertiger künstlicher Erdölasphalt) unter Umständen bis auf Koks destilliert, wobei eine Reihe von Ölen verschiedenen Siedepunktes erhalten werden. Diese gelegentliche   Durchführung   von Pech-und Asphaltdestillationen erfolgt jedoch stets in Blasen in periodischem Betrieb und bildet die Entfernung der an den Blasenwänden festhaftenden Koks einen grossen Übslstand. Auch leiden die Apparate stark durch die mechanische Entfernung der anhaftenden Koksrückstände. Bei anderen Teerpechen ist jedoch eine Weiterverarbeitung derselben auf Koks unter Gewinnung von Ölen nicht bekannt, oder auch mit den bisherigen Mitteln nicht durchführbar, wie z. B. 
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 unvermeidlich.

   Anderseits besitzen manche   Pechrückst nde,   die durch Destillation von Teeren gewonnen werden, einen äusserst geringen Wert, da sie auch als   Heizmaterialien   infolge ihrer Schmelzbarkeit schlecht verwendet werden können und nicht alle   pechartigen   Rückstände sich als Bindemittel für Kohlenbrikettierung eignen. Auch sind die bei der Destillation mancher Teerpeche erhaltenen koksartigen Rückstände infolge ihrer geringen Dichte und Festigkeit für Spezialzwecke (Elektrodenkohle) usw. nicht verwertbar. 



   Es wurde gefunden, dass es durch geeignete Vorrichtungen, welche eine Verarbeitung der Peche verschiedenster Herkunft in kontinuierlichem Arbeitsgange ermöglichen, eine restlose Verwertung und Veredlung solcher Peche möglich ist, wenn man den bei der Destillation des Peches entstehenden Koks im selben Apparat zu Generatorgas verbläst. Auf diese Weise gelingt es, die wertvollen Bestandteile (Öle) der Peche restlos zu gewinnen und die   koks artigen Rückstände   der Pechverschwelung (die Pechkoks) in leicht verwertbares Generatorgas, also in ein hochwertiges Brennmaterial, umzuwandeln, ohne dass, hiezu Handarbeit erforderlich wäre. 



   Die Verschwelung von Kohlen in sogenannten Schwelgeneratoren (Doppelgasgeneratoren) ist bekannt und sind Vorrichtungen verschiedenster Art hiefür konstruiert worden und im Betrieb. Zur Durchführung des gekennzeichneten Verfahrens ist es notwendig, einen solchen Apparat zu verwenden, der schmelzbares Bitumen kontinuierlich verarbeiten kann und welcher es ermöglicht, Schwelgas und Generatorgas getrennt abzuführen. Beispielsweise zeigt die beiliegende Skizze das Schema eines für die Pechschwelung zur Gewinnung von Destillationsprodukten aus dem Pech geeigneten Apparates. 



  Durch den Fülltrichter 1 wird mit Hilfe der in   Bewegung befindliehen Schnecke   2 gepulvertes Pech oder 
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 zu besorgen hat, sofern nicht ein Füllrumpf mit periodisch zu betätigende Verschluss angebracht ist, in die Schwelretorte 4 kontinuierlich eingebracht, dort von der bewegten Schnecke 3 in der Richtung nach abwärts gegen den Generator befördert. Die Schnecke 3 ist durchlocht, so dass die Schweldämpfe 

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 gas verblasen, während die geringen Mengen an Asche durch den Drehrost automatisch nach aussen befördert werden. Das im Generatorraum 8 entwickelte Generatorgas entweicht zum Hauptteil durch den Mantel 6 und durch den Abzugstutzen 11, zum geringeren Teil mit den   Schweldämpfen   durch die Schwelretorte 4 und den Abzugstutzen 5. 



   Es lässt sich die Anordnung aber auch in anderer Weise lösen, sofern die   obsrwähnten   prinzipiellen Regeln eingehalten werden. 



   Man erhält auf diese Weise z. B. aus Hartholzteerpech noch 50% vom Gewicht des Peches an kondensierbaren flüssigen Schwelprodukten (wässrige und ölige Destillate), während die entstandenen, andernfalls ganz unbrauchbaren Pechkoks zu hochwertigem Generatorgas verblasen werden. Aus Braun-   kohlengeneratorteerpech   erhält man bei gleicher Arbeitsweise noch zirka 50% paraffinreiche Öle als Schwelprodukte, während die für Elektrodenkohlen nicht geeigneten Peehkoks zu hochwertigem Generatorgas verblasen werden. 



   Aber auch aus Steinkohlenteerpech kann man auf diese Weise die gleiche Menge an aromatischen   Schwerölen (Anthracenöl usw. ) erhalten wie bei der Behandlung in der Blase.   



   Schliesslich können aber auch   Erdöhückstände   entsprechender Konsistenz und   minderweitige   natürliche Asphalte auf diese Weise glatt in wertvolle Bestandteile zerlegt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung von Teerpechen und Asphalten und zur Gewinnung von Pechölen, dadurch gekennzeichnet dass Teerpache und Asphalte, wie Holzteerpech, Steinkohlenteerpech, Braunkohlenteerpech sowie künstliche und natürliche Asphalte kontinuierlich in einer Vorrichtung nach Art eines Schwelgenerators in deren einem Teil bis auf Pechkoks abgeschwelt und die Pechkoks in dem andern TJI auf Generatorgas Verblasen werden, wob : i das die Schwelretorte umspülende heisse Generatorgas die für die Abschwelung der Peche notwendige Wärme liefert und die Schweldämpfe und das Generatorgas durch getrennte Öffnungen aus dem Apparat entweichen. EMI2.2
AT108697D 1924-03-14 1924-03-14 Verfahren zur Verarbeitung von Teerpechen und Asphalten und zur Gewinnung von Pechölen. AT108697B (de)

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