AT108525B - Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Metalldampfgleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhülsen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Metalldampfgleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhülsen.

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AT108525B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Metalldampf- gleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhülsen. 



    Bei Metalldampfgleichrichtern treten hie und da Rückzündungen auf, welche den Betrieb stören und von mancherlei nachteiligen Wirkungen begleitet sind. So z. B. kann eine in einen vollkommenen   
 EMI1.1 
 das Potential der betreffenden Anode negativ gegenüber dem der Kathode ist.

   Das ist aber innerhalb einer Periode des Wechselstromes in derjenigen Zeit der Fall, in welcher diese Anode keinen Belastungsstrom   führt.,  
Im allgemeinen weist nun stets eine isoliert angeordnete Anodenhülse ein Potential auf, das zwischen demjenigen der zugehörigen Anode und demjenigen der Kathode liegt Geht von einer Anode jedoch ein Lichtbogen aus, dann stellt dieser die leitende Brücke zwischen Anode und Anodenhülse dar und   bye, wirkt   die Gleichheit des Potentials beider Teile. 
 EMI1.2 
 hülsen zu vermeiden, aber alle diese Bestrebungen waren nahezu ganz ohne Erfolg geblieben, weit die   Anodenhülsen   den Übertritt des   Stromes   von der Kathode zur Anode nicht von selbst verhindern.

   Ist das Bestreben der Rückzündungsausbildung vorhanden, dann nehmen die Anodenhülsen schon als   Fol   des wachsenden   Glimmstromes   ein Potential an, welches positiv   gegenüber   dem Potential der zugehörigen Anoden ist und das Fliessen eines Stromes begünstigt. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Verhütung von Rückzündungen bei metalldampfgleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhiilsen, bei welchem in den   Entladungsweg@ge-   
 EMI1.3 
 Sechstelperiode den   Belastungsstrom.   In Fig. 1 ist diese Zeitdauer durch die Zeit t1 - t2 dargestellt, In dieser Zeit ist das Potential der Anode   gegenüber dem   der Kathode positiv. Die Gerade   l#l   stellt das konstante Potential der Kathode dar.

   Man erkennt, dass   ausserhalb der Zeit t,-   das Anodenpotential gegen- über dem Kathodenpotential negativ ist und dass also   ausserhalb   der genannten'Zeit die   Möglichkeit einer   
 EMI1.4 
 

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   Spanntingsrichtung nur ein Strom in Richtung Anode#hülse fliessen   könnte und nicht umgekehrt.   InFig.   1 ist durch Kurve b beispielsweise eine Potentialkurve der Anodenhülse dargestellt, wie sie erfindungsgemäss erzielt werden soll. Ihre Lage gegenüber der Kurve a ist im dargestellten Falle eine derartige, dass man zu ihr gelangt, wenn man alle Ordinatenwerte von a um einen konstanten Betrag e erniedrigt.

   Solch ein Verlauf der Potentialkurve b der Anodenhülse lässt sich nun in folgender Weise erreichen : die Anodenhülsen werden an eine besondere in Stern geschaltete   Sekundärwicklung   des den Gleichrichter speisenden Transformators angeschlossen, welche gegenüber der eigentlichen   Sekundärwicklung   die   sekundäre Hilfs-   wicklung genannt werden soll. Die sekundäre Hilfswicklung soll beispielsweise die gleiche Spannung haben wie die die Anoden speisende sekundäre   Hauptwicklung   des Transformators, aber sie soll von dieser   zunächst   unabhängig und galvanisch getrennt sein. 



   Um nun aber den Anoden in jedem Zeitmoment ein gegenüber der zugehörigen Anode negatives Potential zu geben, wird zwischen den Nullpunkt der   sekundären Hilfswieldung   und dem der sekundären Hauptwicklung eine relativ kleine Gleichstromspannung geschaltet, deren Spannungsrichtung eine solche ist, dass der Nullpunkt der Hauptwicklung positiv gegenüber dem Nullpunkt der Hilfswicklung ist. Als Spannungsquelle kommt ein   Meiner Umformer, Gleichrichter   oder eine Batterie in Betracht, wobei zu beachten ist, dass es sich nur um Lieferung sehr kleiner Ladeströme handelt. 



   Dieses Ausführungsbeispiel des neuen Verfahrens soll an Hand der Fig. 2 näher erläutert werden. 



  In dieser Fig. bedeutet Nw ein Dreiphasennetz,   Fi   die   Primärwicklung   des den Gleichrichter G speisenden Transformators   T,  
Q1 die   sekundäre Hauptwicklung   und-
Q2 die   sekundäre   Hilfswicklung des Transformators T,   al-a.   sind die Anoden,   -/te   die zugehörigen Anodenhülsen, k die Kathode des Gleichrichters G. 



   Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, ist der Nullpunkt 01 der Wicklung Q1 mit dem Nullpunkt   02   der 
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 nicht zustande kommen. In der Figur sind in den   die Anodenhülsen   mit den Klemmen der   Hilfswicklung Q2   verbindenden Leitungen noch die Widerstände   W1-W6   vorgesehen, welche ohmisch, induktiv oder kapazitiv sein können. Sie haben folgende Bedeutung : Durch die Einfügung der Spannung e ist zwar das Potential der   Hülse unter   das Potential der Anodegesenkt.

   Daaber die Hülse von den von der Kathode ausgesandten Ionen getroffen wird, kommt stets ausserhalb der Zeit   -   (Fig. 1) ein durch die Hülse gehender   zurück-   fliessender St om zustande, welcher das Potential der Hülse erhöht und unter Umständen die Wirkung 
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 Strom so niedrig gehalten werden, dass sein Einfluss auf das Potential der Hülse verschwindet. 



   Ein Nachteil der beschricbenen Einrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens liegt in der Notwendigkeit einer   Gleichstlomhilfsspannung. Nicht   immer steht eine besondere Spannungsquelle kleiner Spannung zur   Verfügung   und auf alle Fälle stellt sie eine gewisse Komplikation der Anlage dar. Nun lässt sich diese besondere Spannungsquelle aber vollkommen vermeiden, wenn man die Spannung der sekundären Hilfswicklung grösser macht als die der sekundären   Hauptwicklung   und den Nullpunkt der sekundären   Hilfswicklung nicht   mit dem Nullpunkt der sekundären Hauptwicklung verbindet.

   Zunächst erscheint das Potential der Hilfswieklung und der mit ihr verbundenen Anodenhülsen noch   unbestimmt,   aber sobald von einer Anode ein Lichtbogen über die Hülse zur Kathode geht, wird dieser Hülse das 
 EMI2.3 
 die der Wicklung Q1 ist, u. zw. stellt sich das Potential der Hülsen tiefer ein als das der Anoden. 



   Fig. 3 zeigt für diesen Fall den Verlauf der Potentialkurven. a ist wieder die Potentialkurve der Anode, b die Potentialkurve der zugehörigen Hülse. Während der Zeit   t,-fallen   beide Kurven zusammen, weil der Belastungslichtbogen Anode und Hülse überbrückt. Während der übrigen Zeit der Periode weichen die Kuiven voneinander ab. u. zw. liegt die Potentialkurve der Hülse niedriger als die der Anode.

   Die gl össte Abweichung tritt zur Zeit   (f3)   der negativen Amplitude der Kurve a ein und die Differenz   111 11 entspricht   der doppelten Differenz der Spannungen der   Wicklungen   Q1 und   Qa.   
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   grösser   als die der Wicklung Q1 ist, so dass die Anodenhülsen von einer   glösseren Spannung gespeist werden   als die Anoden, und darin, dass der Nullpunkt o2 nicht mit o1 verbunden ist. Das Potential der Wicklung   Q2   ist nun ganz davon abhängig, welche Anode gerade den Balastungsstrom führt. Nimmt man beispiels- 
 EMI2.5 
 

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   das Potential der Anode al an.

   Die Lige der Potentiale der andern Hülsen wird dann durch die Grösse und Richtung der Spannungen bestimmt, weiche zwischen den Hülsen herrschen. Es ist leicht einzusehen, dass im betrachteten Falle zwischen der Anode a4 und ihrer Hülse h4 eine Spannung bestehen muss, welche sich aus der Differenz zweier Spannungen ergibt, nämlich aus der Spannung zwischen der in Wicklung Q2 zwischen den Klemmen 1' und 4' herrschenden Spannung und der in dEr Wicklung Q1 zwischen den Klemmen 1 und 4 herrschenden Spannung. Da die Spannung zwischen l'und 4'grösser als die zwischen 1 und 4 ist und das Potential der Klemmen 4 und 4'gegen 1 und l'negativ ist, muss das Potential der Hülse h4 negativ sein gegenüber dem Potential der Anode a4. 



  Es war bisher vorausgesetzt, dass der von der Anode ausgehende Lichtbogen (des Belastungsstromes) die Anode und die zugehörige Hülse leitend verbindet und damit diese Hülse annähernd auf das Potential ihrer Anode bringt. Nun kann es aber bei gewissen Formen und Dimensionen der Hülsen vorkommen, dass der Lichtbogen die Hülse nicht berührt und dass keine Sicherheit betreffs der Einstellung des Hülsenpotentials besteht. Man kann nun die Gleichheit der Potentiale beider Teile dadurch sichern, dass man den Hülsen eine gewisse Aktivität gibt, indem man sie nach Art von Anoden auf einen Belastungswiderstand arbeiten lässt. Zu diesem Zweck schaltet man zwischen dem Nullpunkt o2 der die Hülsen speisenden Wicklung Q2 und der Kathode einen (relativ hohen) Belastungswiderstand.

   Von den Hülsen geht dann ein geringer Strom zur Kathode in Gestalt eines Lichtbogens, welche sich mit dem von der Anode ausgehenden vereinigt. Damit ist die elektrisch leitende Brücke zwischen Anode und Hülse sichergestellt. 



  Bei dem vorbeschriebenen Verfahren zur Verhütung von Rückzündungen ist aber der Wirkung sehr kleiner Rückströme auf das Potential der Hülsen Rechnung zu tragen. Man muss damit rechnen, dass minimale Rückströme stets vorhanden sind. Diese Rückströme suchen das Potential der Hülse zu heben und wirken also der negativen Einstellung des Hülsenpotentials entgegen. Man kann aber diesen Einfluss der Rückstlöme in verschiedener Weise ausschalten. So z. B. kann man im Innein der eigentlichen Anodenhülse eine engere #Steuerhülse" vorsehen, deren Potential in der beschriebenen Art niedriger als   
 EMI3.1 
 vermeiden, weil die   Einführungsstellen   leicht Ulsaehe von   Störungen   sind.

   Man kann dies dadurch erreichen, dass man die Anoden in bekannter Weise im oberen Teil von Armen unterbringt. welche aus dem Gleichrichter   heraustagen und aus unmetallischem, isolbiendem   Stoff bestehen. Die Hülse wird dann unterhalb der Anode   ringförmig   um den Arm gelegt und mit der betreffenden Klemme der Wicklung   Q   unmittelbar verbunden. Die   Widerstände w1#w6 können   hier in   Foltfall kommen,   weil ein Strom über die Hülse bei dieser Anordnung nicht mehr fliessen kann. 



   An Stelle der Anodenhülsen können auch andere Einrichtungen verwendet werden, welche durch Aufladung auf ein dem Stiomübergang auf die Anode entgegenwirkendes Potential den Rückstrom verhindern. Als solche äquivalente Einrichtungen kommen z. B. Gitter, Siebe. Ringe etc., kurz alle in den Entladungsweg gebrachten isolierten Metallteile in Betracht.

   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI3.2 
 neten Anodenhülsen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Entladungsweg gebraehte, isoliert angeordnete Metallteile bzw. die Anodenhülsen selbst an eine besondere Transformator wicklung gelegt werden, deren   Potentiallage     gegenüber   der die Anoden speisenden Tiansformatoiwicklung durch eine Gleichspannung oder einen Gleichstiom derart festgelegt bzw.   gesteuert   wild, dass durch sie jeder Anodenhülse in jedem Zeitmoment, mindestens aber in   denjenigen   Zeitmomenten innerhalb jeder   Wechselstiomperiode,   in welchen ihre zugehörige Anode keinen   Belabtungssttom fühlt,   ein relativ zu der zugehörigen Anode negatives Potential erteilt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anodenhülsen (bzw. ihre Äquivalente) an eine besondere, in Stern geschaltete sekundäre Hilfswicklung EMI3.3 Anoden speisenden sekundären Hauptwicklung gleich sein kann, wobei zwischen dem Nullpunkt der Hilfswieklung und dem Nullpunkt der Hauptwieklung eine Gleichspannung gelegt ist, welche vom Nullpunkt EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 EMI4.2
AT108525D 1925-06-02 1926-05-21 Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Metalldampfgleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhülsen. AT108525B (de)

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AT108525D AT108525B (de) 1925-06-02 1926-05-21 Verfahren und Einrichtung zur Verhütung von Rückzündungen bei Metalldampfgleichrichtern mit isoliert angeordneten Anodenhülsen.

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