AT108239B - Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke. - Google Patents

Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke.

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AT108239B
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flashlight
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Paul Dr Vierkoetter
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Paul Dr Vierkoetter
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


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  Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke. 



   Bei allen bekannten Blitzlichtlampen verbrennt der   Blitzlichtträger     (Blitzliehtpulver   oder Blitz- lichtstreifen) mit offener Flamme. Infolgedessen sind besondere Sicherungen   gegen Brandgefahr erforderlich.   



   Werden   Pulvergemisehe   verwendet, so darf die Mischung erst unmittelbar vor Gebrauch fertiggestellt werden, da die fertigen Gemische an der Luft ihre Wirksamkeit sehr bald verlieren. Die Verbrennung erfolgt explosionsartig mit mehr oder weniger Geräusch, das viele Menschen unruhig macht und erschreckt. 



   Die Flamme ist ungleichmässig und erreicht so grosse Ausdehnung, dass eine Lichtverteilung durch
Blende bzw. Reflektor schwierig oder unmöglich ist. Die bei der Verbrennung sich entwickelnde starke   Rauch-und Dampfwolke   kann sich frei ausbreiten und macht die Luft undurchsichtig, so dass mehrere
Blitzlichtaufnahmen hintereinander im kleinen geschlossenen Raum fast unmöglich sind. Ausserdem wirken die Verbrennungsgase auch schädlich auf die Atmungsorgane. 



   Die Erfindung will nun diese Nachteile der bisherigen Blitzlichtlampen mit offener Flamme beseitigen. Zu diesem Zweck wird der Blitzlichtträger innerhalb eines ganz oder teilweise evakuierten durch-   sichtigen Hohlkörpers angebracht. Die Verbrennung   erfolgt in   einem geschlossenen Raum, jede Brandgefahr   ist beseitigt. Eine Zertrümmerung der Lampe beim Verbrennen des Blitzlichtes ist ausgeschlossen, weil die Luftfüllung fehlt bzw. so klein ist, dass durch ihre Erwärmung und Ausdehnung eine nennenswerte
Drucksteigerung nicht verursacht wird. Die Flamme ist auf den engen Raum des Hohlkörpers beschränkt. 



   Infolgedessen wird ein Kugelblitz von ungemeiner Helligkeit erzeugt, dessen Licht durch einen kleinen
Schirm, der unmittelbar an der Lampe befestigt werden kann, in jeder gewünschten Richtung abgeblendet bzw. reflektiert werden kann. Das   Verpuffungsgeräusch   fällt weg, da sich im Vakuum der Schall nicht fortpflanzt. Die Verbrennungsgase können nicht nach aussen dringen, sondern schlagen sich an den Wandungen des Hohlkörpers nieder. Man kann daher in demselben Raum beliebig viele Blitzlichter hintereinander abbrennen, ohne dass die Durchsichtigkeit der Luft sich vermindert oder die Atmungsorgane gereizt werden. 



   Werden als   Blitzliehtträger   Pulvergemisch verwendet, so steht nicht zu befürchten, dass sie an Wirksamkeit verlieren, da der geringe Luftinhalt des evakuierten Hohlkörpers unschädlich ist. 



   Als Blitzlichtträger im Vakuum kommen   natürlich   nur Stoffe in Frage, denen sauerstoffgebende Mittel beigemischt sind, z. B. Mangansuperoxyd, Ammoniumnitrat u. dgl. Die Art der Verbrennung lässt sich durch Einführung verdünnter Gase derart beeinflussen, dass Explosionen verhindert sind und die Verbrennung gefördert wird.   Die Entzündung des Blitzlichtträgers   kann auf mannigfache Art eingeleitet werden, entweder chemisch, mechanisch oder durch Erwärmung. Praktisch ist die Zündung durch den elektrischen Strom, wobei der Blitzlichtstoff in Draht-, Band-, Spiralen-, Röhren-oder sonst geeigneter Form direkt oder indirekt als Teil der elektrischen Leitung benutzt werden kann (Widerstands-, Lichtbogen-,   Induktionszündung).   



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Blitzlichtlampe mit elektrischer Zündung dargestellt. Fig. 1 ist ein Schnitt durch die Lampe, Fig. 2 eine Darstellung einer Lampe mit zwei Blitzlichtladungen. 



   Die Lampe ist in ihrer Form einer   Glühlampe   nachgebildet. In einem Gewindesockel 1 sitzt ein   flaschenförmiger   Glasballon   i   mit dem Füsschen J, in den die Stromzuführungsdrähte 4 eingeschmolzen sind. Der eine Draht ist bei 5 an den Sockel, der andere Draht an die isolierte Kontaktscheibe 6 gelegt. In das   Füsschen   ist ein Röhrchen 7 zum Evakuieren der Lampe eingeschmolzen. Auf dem Füsschen wird eine Asbestscheibe 8 mittels der Stifte 9 festgehalten, die in das Füsschen eingesehmolzen sind, Die 

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 EMI2.1 
 

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 Man kan auf diese Weise verhindern, dass Licht bei photographischen Aufnahmen in den Aufnahmeapparat fällt und zugleich erreichen, dass das Licht auf den Gegenstand der Aufnahme geworfen wird. 



  Die   Blende 31   ist an einem   Ring. ?   befestigt, der über den Sockel der Lampe geschoben werden kann und beim Einschrauben der Lampe in der Fassung   festgeklemmt   wird, so dass die Blende in jeder gewünschten Lage eingestellt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass der Blitzliehtträger in einem ganz oder teilweise evakuierten durchsichtigen Hohlkörper angebracht ist.

Claims (1)

  1. 2. Blitzlichtlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper eine verdünnte Gasfüllung enthält.
    3. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe die Form einer elektrischen Glühlampe besitzt und mit einem Glasballon (2), Füsschen (3) und eingeschmolzenen Stromzuführungsdrähten (4) und Kontaktsockel (1) ausgestattet ist.
    4. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Blitzlichtträger (12) in einem Glasrohr (10) aufgehängt ist, das über eine am Füsschen ( : 3) befestigte Asbest- EMI3.1 festgeklemmt werden.
    5. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasrohr (10) beiderseits so weit über die Asbestscheibe (8) hinausragt, dass es einerseits das Füsschen (3) und die Zuführungsdrähte (15) ummantelt, anderseits ein freier Raum zwischen Blitzlichtladung (12) und Asbestscheibe (8) bleibt. EMI3.2 aus einem Ring (11) mit aufgekitteten Deckscheiben .', aus Glas oder Asbest besteht.
    7. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Blitzlichtgefäss mittels seiner Deckscheibe (- auf den Rand des Glasrohres (10) aufgekittet ist.
    8. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zünddraht (15) zwischen dem Ring (11) und den beiden Deckscheiben (13, 14) des Blitzlichtgefässes festgeklemmt ist.
    9. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des aus Eisen oder hochschmelzenden Metall (z. B. Wolfram, Tantal, Molybdän) bestehenden Zünddrahtes so bemessen ist, dass er beim Abbrennen der Blitzlichtladung infolge der dabei eintretenden Stromvermehrung durchschmilzt.
    10. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in die Asbestscheibe (8) ein zwischen der Blitzlichtladung und der Asbestscheibe (8) geschlossenes, am andern Ende offenes Kapillarröhrchen (16) sitzt, in das durch ein Queekoilbertröpfehen (17) ein kleines Luftvolumen eingeschlossen ist, während in das offene Ende des Röhrchens (16) die Enden des Zuführungsdrahtes (4) bzw. des Zünddrahtes (15) isoliert eintreten, um ein Entzünden bei nicht evakuiertem Ballon zu verhindern.
    11. Blitzlichtlampe nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Glasballons (2) mehrere Blitzlichtträger (18, 19) angeordnet sind, die gegeneinander zur Sicherung gegen ungewollte Entzündung durch die vorher abgebrannten Blitzlichter abgeschirmt sind und deren Zünddrähte (21, 22) einerseits an einen gemeinsamen Zuführungsdraht (23) des Sockelgewindes, anderseits an besondere gegeneinander isolierte Mittelkontaktplatten (29, 28) des Sockels (27) gelegt sind. EMI3.3
AT108239D 1926-12-13 1926-12-13 Blitzlichtlampe, insbesondere für photographische Zwecke. AT108239B (de)

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