DE451207C - Blitzlichtlampe mit elektrischer Zuendung - Google Patents

Blitzlichtlampe mit elektrischer Zuendung

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DE451207C
DE451207C DEV21974D DEV0021974D DE451207C DE 451207 C DE451207 C DE 451207C DE V21974 D DEV21974 D DE V21974D DE V0021974 D DEV0021974 D DE V0021974D DE 451207 C DE451207 C DE 451207C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
    • F21K5/02Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices ignited in a non-disrupting container, e.g. photo-flash bulb

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Discharge Lamps And Accessories Thereof (AREA)

Description

  • Blitzlichtlampe mit elektrischer Zündung. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung und Verbesserung der Blitzlichtlampe nach Patent 446 514 im Sinne einer erhöhten Sicherheit gegen Explosionsgefahr und erhöhter Lichtwirkung. Diese Wirkung wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Hohlkörper eine verdünnte Gasfüllung enthält. Darunter soll aber nicht verdünnte Luft verstanden werden. `'Welche Gase benutzt werden, hängt davon ab, ob ein größerer Wert auf die zu erzielende Helligkeit oder die absolute Sicherheit gegen Explosion gelegt wird, ferner von der Zusammensetzung der Blitzlichtpulver, die ebenfalls von verschiedenen Verhältnissen abhängig ist, z. B. der gewünschten Lichtstärke und Farbe und der Geschwindigkeit, mit der das Pulver abbrennen soll. Wenn z. B. ein besonderer Wert auf große Helligkeit gelegt wird, so empfiehlt sich die Einführung von Sauerstoff in verdünntem Zustande. In Fällen, wo es nicht so sehr auf größte Helligkeit als vielmehr absolut sichere Explosionssicherheit ankommt, wird zweckmäßig hoch evakuiert und eine Spur von Stickstoff der Lampe wieder zugeführt. Es ist z. B. möglich, Stickstoffoxyde zu verwenden. In N,0 (Stickstoff-Oxydul) verbrennen z. B. lIetalle wie in reinem Sauerstoff.
  • Außerdem könnte man z. B., um eine gelblichgrüne Farbe zu erlangen, die für Aufnahmen mit orthochromatischen Platten geeignet ist, mit verdünntem Ammoniakgas (LH,) füllen, da dieses Gas zusammen mit dem Sauerstoff, der sich aus dem Zusatz des Blitzpulvers abspaltet, mit gelblichgrüner Farbe verbrennt.
  • Ferner kommt auch noch verdünnter Wasserstoff in Frage, der sich mit dem abgespalteten Sauerstoff unter großer Lichtentwicklung verbindet. Auch kann in diesem Falle statt Wasserstoff Leuchtgas benutzt werden.
  • Es kann auch das verdünnte Gas auf die Pulvermischung abgestimmt werden, so daß sich die Bestandteile des Pulvers und des Gases zwecks vollkommener Verbrennung gegenseitig ergänzen. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Blitzlichtlampe gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist ein Schnitt durch die- Lampe, Abb. 2 eine Darstellung einer Lampe mit zwei Blitzlichtladungen.
  • Die Lampe ist in ihrer Form einer Glühlampe nachgebildet. In einem Gewindesockel x sitzt ein flaschenförmiger Glasballon 2 mit dem Füßchen 3, in den die Stromzuführungsdrähte q. eingeschmolzen sind. Der eine Draht ist bei 5 an den Sockel, der andere Draht an die isolierte Kontaktscheibe 6 gelegt. In das Füßchen 3 ist ein Röhrchen 7 zum Evakuieren der Lampe eingeschmolzen. Die zur Spitzenbildung führende Evakuierung durch den Scheitel des Glasballons ist für Blitzlichtlampen unmöglich, da derartige Spitzenlampen innere Spannung erhalten, die unter der Einwirkung der hohen Verbrennungstemperatur des Blitzlichtpulvers zu einem Zersprengen des Glasballons führen müssen.
  • Auf dem Füßchen wird eine Asbestscheibe 8 mittels der Stifte g festgehalten, die in das Füßchen eingeschmolzen sind. Die Asbestscheibe tritt kolbenartig in einen Glaszylinder io und hält diesen fest. Der untere Rand des Zylinders tritt bis in den Hals des Glasballons z, so daß das Füßchen 3 und die Zuführungsdrähte ummantelt sind. Der obere Rand des Zylinders io trägt das Gefäß ii mit der Blitzlichtladung 12. Das Gefäß muß so konstruiert sein, daß es bei der Entzündung des Pulvers dem entstehenden Gasdruck den geringstmöglichen Widerstand ent-. gegensetzt. Zu diesem Zweck werden der zylindrische Gefäßmantel und die Deckscheiben 13 bzw. i¢ nur miteinander verklebt oder verkittet. Außerdem wird als Material für das Gefäß Asbest oder Glas in geringstmöglicher Stärke verwendet. Der obere Deckel 13 liegt auf dem Rand des Glaszylinders io auf und ist hier ebenfalls festgekittet. Zur Vermeidung der Schwarzfärbung beim Abbrennen werden als Kitt anorganische Stoffe verwendet, z. B. Wasserglas mit Flußspat.
  • In der Blitzlichtladung 12 liegt ein schraubenförmig gewickelter Zünddraht 15, der zwischen dem Gefäßmantel und der oberen und unteren Deckscheibe festgeklemmt ist und zwischen dem Glaszylinder io und der Asbestscheibe 8 hindurch zu den Stromzuführungsdrähten q. geführt ist.
  • Wird die Lampe in eine Fassung eingeschraubt und der elektrische Stromkreis eingeschaltet, so wird das Blitzlichtpulver durch den Zünddraht augenblicklich entzündet. Das Blitzlichtgefäß wird sofort zertrümmert, da es den Verbrennungsgasen keinen nennenswerten Widerstand entgegenzusetzen vermag. Die brennenden Gase können sich daher nach allen Seiten innerhalb des Ballons frei ausbreiten, so daß ein Kugelblitz von intensiver Helligkeit entsteht. Da der Ballon 2 evakuiert ist, wird durch die Verbrennungsgase eine Drucksteigerung, die zur Zertrümmerung des Ballons führen könnte, nicht hervorgerufen.
  • Das Glasfüßchen 3 und die Zuführungsdrähte4 sind infolge der Ummantelung durch das Rohr io geschützt, so daß das Füßchen gegen Zersprengen und die Drähte gegen Kurzschluß durch die Flamme gesichert sind. Da die bei der Verbrennung auftretende Flamme als Leitung für den Strom dient, tritt eine starke Stromvermehrung ein, die zum Durchschmelzen des Zünddrahtes führt, so daß der Stromkreis nach dem Abbrennen des Blitzlichtes selbsttätig unterbrochen wird und die Sicherungen .des elektrischen Leitungsnetzes gegen Durchschlagen gesichert sind. Um eine sofortige Entzündung zu erreichen, muß der Zünddraht eine möglichst hohe Temperatur aushalten, ehe er zum Schmelzen kommt. Am besten eignet sich für den Draht Eisen, Wolfram, Tantal, Molybdän.
  • Die beschriebene Lampe ist ebenso wie die Lampe gemäß Odem Hauptpatent mit einer Vorrichtung versehen, die den Stromkreis selbsttätig unterbricht, wenn das Vakuum aus irgendwelchen Gründen verlorengegangen ist. Diese Vorrichtung besteht aus einem Kapillarröhrchen 16, das in der Asbestscheibe 8 sitzt. Es ist zwischen Asbestscheibe und Blitzlicht geschlossen, um ein kleines Luftvolumen aufzunehmen, das durch einen Quecksilbertropfen 17 abgesperrt ist. Das andere Ende ist offen und nimmt die Enden des Zuführungsdrahtes q. bzw. Zünddrahtes 15 auf, so zwar, daß eine Berührung der Drahtenden verhindert ist. Beim Evakuieren dehnt sich das Luftvolumen des Kapillarröhrchens 16 aus, so daß das Quecksilbertröpfchen 17 an das Ende des Kapillarröhrchens vorgeschoben und der Kontakt zwischen den Enden der Drähte q. und 15 hergestellt wird. Ist die Lampe aus irgendeinem Grunde undicht geworden, so wird das Quecksilbertröpfchen 17 in dem Kapillarröhrchen zurückgeschoben und der Kontakt unterbrochen. Die Blitzlichtladung der Lampe kann dann überhaupt nicht zur Entzündung gebracht werden.
  • Sobald die Verbrennungsgase sich kondensiert haben, ist das Vakuum wiederhergestellt, so daß ein und derselbe Glasballon für mehrere Blitzlichtladungen verwendet werden kann. Man hat nur dafür zu sorgen, daß die einzelnen Blitzlichtladungen gegen ungewollte Entzündung durch die zuerst abgebrannten Blitzlichter geschützt sind.
  • Abb. 2 zeigt eine Lampe mit zwei Blitzlichtladungen. Die beiden Blitzlichter 18, i9 sind durch eine Glimmerscheibe 2o voneinander getrennt und werden durch einen in das Füßchen eingeschmolzenen Drahtbügel 23 gehalten, der zugleich als gemeinsamer Stromzuführungsdraht für die Zünddrähte 21 bzw. 22 dient. Andererseits liegen die Zünddrähte an je einem besonderen Stromzuführungsdraht 24 bzw. 25. Der gemeinsame Draht 23 ist wie bei der einfachen Lampe bei 23 an den Sockel 27 gelegt. Ebenso liegt auch der Stromzuführungsdraht 25 der einen Blitzlichtladung ig an der Mittelkontaktscheibe 28 des normalen Sockels. Der Draht 24 der anderen Blitzlichtladung ist an eine zweite Mittelkontaktscheibe 29 des Sockels gelegt, die von der ersten durch einen Isolator 30 getrennt ist. Wird eine solche Lampe in einen elektrischen Stromkreis eingeschlossen, so fließt der Strom zunächst über den Kontakt 29, Leitung 24, Zünddraht 18 zum Kontakt 26 des Sockels 27, so daß die erste Ladung 18 zur Entzündung gelangt. Sobald sich die Lampe abgekühlt hat und die Verbrennungsgase kondensiert sind, kann die zweite Ladung ig abgebrannt werden. Die Lampe wird zu diesem Zweck aus der Fassung herausgenommen und der Isolatorring 30 und das Kontaktblättchen 29 abgerissen und von neuem in die Fassung eingeschraubt. Wird jetzt der Strom eingeschaltet, so fließt dieser über den Kontakt 28, Leitung 25 und Zünddraht 22, Zuleitungsdraht 23 zum Kontakt 26 des Sockels 27.
  • Da der Vorgang der Verbrennung sich in dem geschlossenen Raum des Glasballons 2 abspielt, die Ausdehnung der Flamme also genau festgelegt ist, kann auch die Flamme mit Hilfe eines unmittelbar an der Lampe befestigten Schirmes 31 in gewünschter Richtung abgeblendet oder reflektiert werden. Man kann auf diese Weise verhindern, daß Licht bei photographischen Aufnahmen in den Aufnahmeapparat fällt und zugleich erreichen, daß das Licht auf den Gegenstand der Aufnahme geworfen wird. Die Blende 31 ist an einem Ring 32 befestigt, der über den Sockel der Lampe geschoben werden kann und beim Einschrauben der Lampe in der Fassung festgeklemmt wird, so daß die Blende in jeder gewünschten Lage eingestellt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Blitzlichtlampe mit- elektrischer Zündung nach Patent 446514, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (2) eine verdünnte Gasfüllung (außer Luft) enthält. z. Blitzlichtlampe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Blitzlichtpulver (i2) in ein Gefäß (ii) eingeschlossen ist, das bei Entzündung des Pulvers der Ausbreitung der Verbrennungsgase keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzt. 3. Blitzlichtlampe nach Anspruch i und 2 in Form einer elektrischen Glühlampe, dadurch gekennzeichnet, daß das Blitzlichtgefäß (ii, i2) in einem Glasrohr (io) aufgehängt ist, das über eine am Füßchen (3) befestigte Asbestscheibe geschoben ist. 4. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Blitzlichtgefäß aus einem Ring (ii) mit aufgekitteten Deckscheiben (13, 14) aus Glas oder Asbest besteht. 5. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Blitzlichtgefäß mittels einer Deckscheibe (13) auf den Rand des Glasrohres (io) aufgekittet ist. 6. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis q:, dadurch gekennzeichnet, daß das Glasrohr (io) beiderseits so weit über die Asbestscheibe (8) hinausragt, daß es einerseits das Füßchen (3) und die Zuführungsdrähte (15) ummantelt, andererseits ein freier Raum zwischen Blitzlichtladung (11, 12) und Asbestscheibe (8) bleibt. 7. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünddraht (15) zwischen dem Ring (ii) und den beiden Deckscheiben (13, 14) des Blitzlichtgefäßes festgeklemmt ist. B. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zünddraht aus Eisen oder hochschmelzendem Metall (z. B. Wolfram, Tantal, Molybdän) angebracht ist, dessen Stärke so bemessen ist, daß er beim Abbrennen der Blitzlichtladung infolge der dabei eintretenden Stromvermehrung durchschmilzt. g. Blitzlichtlampe nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Glasballons (2) mehrere Blitzlichtträger (18, ig) angebracht sind, die gegeneinander zur Sicherung gegen ungewollte Entzündung durch die vorher abgebrannten Blitzlichter abgeschirmt sind und deren Zünddrähte (21, 22) einerseits an einen gemeinsamen Zuführungsdraht (23) des Sockelgewindes, andererseits an besondere, gegeneinander isolierte Mittelkontaktplatten (2g, 28) des Sockels (27) gelegt sind.
DEV21974D 1926-12-18 1926-12-18 Blitzlichtlampe mit elektrischer Zuendung Expired DE451207C (de)

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DE (1) DE451207C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1237433B (de) * 1957-10-21 1967-03-23 Patra Patent Treuhand Blitzlichtlampe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1237433B (de) * 1957-10-21 1967-03-23 Patra Patent Treuhand Blitzlichtlampe

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