<Desc/Clms Page number 1>
Entlüftungsvorrichtung.
Die Erfindung betrifft eine Entlüftungsvorrichtung nach dem Stammpatent, die mit einem absatzweise bewegbaren Rahmen für die zu entlüftenden Gegenstände und mit einer Anzahl von mit dem Rahmen sich mitbewegenden Hochvakuumpumpen versehen ist. Auf diesem Rahmen sind Halter für die zu entlüftenden Gegenstände angebracht und es kann an jeden Halter eine einzelne Hochvakuumpumpe angeschlossen sein.
Bei dieser Vorrichtung, die sich besonders zum Entlüften von Glasglocken für elektrische Glühlampen, Entladungsröhren od. dgl. eignet, sind die zu entlüftenden Gegenstände während des ganzen Entlüftungsvorga, nges unmittelbar an die Hochvakuumpumpe angeschlossen und zwischen diesen Pumpen und der gemeinsamen Vorvakuumleitung ist eine Vorrichtung zum Aufrechterhalten des Vakuums eingeschaltet. Diese Vorrichtung kann aus einem Puffergefäss bestehen. Diese bekannten Entlüftungvorrichtungen haben jedoch den Übelstand, dass beim Auspumpen undichter Gegenstände das Entlüften der andern auf die Vorrichtung aufgesetzten Gegenstände erschwert wird.
Um diesen Übelstand zu beheben, hat man Mittel vorgesehen, um beim Anfang des Entlüftungsvorganges jede einzelne Vorvakuumleitung einer Hochvakuumpumpe an eine Vakuumpumpe anzuschliessen und um nachher jede einzelne Vorvakuumleitung luftdicht abzuschliessen.
Gemäss der Erfindung können die Vorvakuumleitungen der Hochvakuumpumpen mit einem, mit dem Träger der zu entlüftenden Gegenstände sich bewegenden Ventilkörper verbunden sein, der mit einem, mit einer oder mehreren Vakuumpumpen verbundenen, ortsfesten Ventilkörper zusammenarbeitet, wobei in wenigstens einer einzigen Stellung des beweglichen Trägers die Vorvakuumleitungen der Hochvakuumpumpen mit einer Vakuumpumpe in Verbindung stehen.
Da in der Vorrichtung gemäss der Erfindung die Vorvakuumleitungen der Hochvakuumpumpen voneinander völlig getrennt sind, können undichte Gegenstände keinen schädlichen Einfluss auf andere zu entlüftende Gegenstände ausüben. Es sind auch zwischen den zu entlüftenden Gegenständen und den Hochvakuumpumpen keine Abschlussorgane mehr nötig. Vorzugsweise wird auf jeder Hochvakuumpumpe ein einziger zu entlüftender Gegenstand angebracht.
Es ist klar, dass die Luft, die, nachdem die Vorvakuumleitungen abgeschlossen worden sind, von den Hochvakuumpumpen aus den zu entlüftenden Gegenständen gesaugt wird, den Vorvakuumdruck erhöht.
Die Vorvakuumleitung hat erfindungsgemäss zwischen der Hochvakuumpumpe und dem Ventilkörper ein so grosses Volumen, dass sie als Vorvakuumbehälter dienen kann. Es wird hiedurch der Vor- vakuum druck nicht über das Maximum steigen, bei dem die benutzten Hochvakuumpumpen unökonomisch zu arbeiten anfangen. Man hat nun die Vorvakuumleitungen als weite spiralförmige Röhren ausgebildet, die von dem Kühlwasser der Pumpe gekühlt werden oder sich ganz ausserhalb der Pumpe befinden können.
Falls nämlich durch ein Undichtsein der zu entlüftenden Lampe die Hochvakuumpumpe unmittelbar mit der Aussenluft verbunden ist, wird das Quecksilber heftig aufbrodeln und Neigung zeigen, in die Vorvakuumleitung aufzusteigen. Dadurch, dass diese Leitung weit ist, können das zurückfallende Quecksilber und die aufsteigenden Quecksilberdämpfe einander passieren, so dass keine Luftsäcke in der Vor-
<Desc/Clms Page number 2>
vakuumleitung entstehen. Das Kühlen dient ferner dazu, den mit der Luft mitgesaugten Quecksilberdampf zu kondensieren.
Zu Beginn des Entlüftungsvorganges können die Vorvakuumleitungen der Hochvakuumpumpen auch an eine vorhandene Vorvakuumleitung angeschlossen werden. Es ist aber im allgemeinen vorteilhafter, die Vorvakuumleitungen an eine Vorvakuumpumpe anzuschliessen, damit bei Beginn des Ent- lüftungsvorganges in den Vorvakuumleitungen der Hochvakuumpumpen ein gutes Vakuum erzielt wird.
Es wird dadurch, z. B. bei Verwendung von Metalldampfstrahlpumpen, erreicht, dass diese weniger stark erhitzt zu werden brauchen, so dass ökonomischer gearbeitet wird.
Der Ventilkörper in der Entlüftungsvorrichtung kann ferner die Form einer drehbaren Scheibe haben, die so viele Öffnungen aufweist, wie Hochvakuumpumpen vorhanden sind, und mit diesen Öffnungen stehen die Vorvakuumleitungen dieser Pumpen in Verbindung. Eine ortsfeste Scheibe ist auf der drehbaren Scheibe luftdicht angeschlossen und weist eine oder mehrere Öffnungen auf, die mit Vakuumpumpen verbunden sind und in den Rulestellungen des absatzweise sich drehenden Trägers den in der drehbaren Scheibe vorgesehenen Öffnungen gegenüber stehen. Es können überdies in den Dichtungflächen der beiden Ventilkörper eine oder mehrere Nuten angebracht sein, weiche die Öffnungen in der Anschlussfläche umgeben und mit einer Vakuumpumpe in Verbindung stehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen zum Entlüften von Birnen für elektrische Glühlampen dienenden Maschine in Fig. 1 in der Draufsicht, in Fig. 2 im lotrechten Schnitt nach der Linie 11 -11 der Fig. 1 und in Fig. 3 im lotrechten Schnitt durch eine Quecksilberdampfstrahlpumpe, die hier als Hochvakuumpumpe dient, dargestellt. Die Fig. 4 und 5 zeigen im Schnitt bzw. in Draufsicht eine zur Verwendung gelangende Dichtungsscheibe.
Auf Füssen 2 ruht eine Tischplatte 1,. in der ein Rahmen auf einem Kugelring 4 drehbar ist. Dieser drehbare Rahmen ist mit einer Nabe 5 versehen, die an einer zentralen Hohlwelle 6 unverrückbar befestigt ist, die durch ein Schraubengewinde mit einer Hohwelle 49 verbunden ist und am oberen Ende einen drehbaren Ventilkörper 7 trägt (Fig. 2) ; auf diesem ruht eine ortsfeste Ventilscheibe 8, die an einem Bügel 9 befestigt ist. Im drehbaren Rahmen sind Abschlussorgane 10 angebracht, mittels deren die Pumpstengel der zu entlüftenden Birnen mit der Hochvakuumleitung luftdicht verbunden werden. Oberhalb dieser Anschlussorgane ist eine Schutzplatte 11 mittels Bolzen 12 an dem drehbaren Rahmen 3 befestigt (Fig. 2).
Das Organ 10 ist mittels einer Hoehvakuumleitung 2. 3 (Fig. 2) mit der Hochvakuumleitung 26 einer Metalldampfstrahlpumpe verbunden. Diese ist mit einem Gefäss 26 für Quecksilber oder ein anderes leichtschmelzbares Metall (Fig. 3) versehen, das einen Hohlraum aufweist, in dem eine Heizspirale 27 angeordnet ist. Der beim Erhitzen sich bildende Metalldampf steigt durch eine zentrale Dampfzuführungsröhre 28 empor und sinkt durch in dieser Röhre vorgesehene Öffnungen und durch die ringförmigen Strahlrohre 29 und 30 wieder nach unten. Der Metalldampf nimmt dabei die von der Leitung 25 aus dem zu entlüftendem Gegenstand zugeführten Luftteilchen mit sich mit und kondensiert dann an der Wand der
EMI2.1
zurück.
Die von dem Metalldampf mitgeführte Luft wird durch eine schraubenförmig gewundene, in die obere Wand des Raumes 31 mündende Leitung 34 abgesaugt. Um das Kondensieren des Metalldampfes zu fördern, sind Röhre 25 und Spirale 34 in einem Kühlgefäss 35 angeordnet, das von einer geeigneten Kühlflüssigkeit, z. B. Wasser, durchflossen wird. Das Gefäss 26 ist von einem wärmeisolierenden Mantel 36 umgeben.
Die Spirale 34 geht in eine Vorvakuumleitung 38 (Fig. 2) über, die mit dem drehbaren Ventilkörper 7 (Fig. 4) luftdicht verbunden ist, der mittels einer Stellschraube 39 mit der Hohlwelle 6 fest verbunden ist.
Damit diese Vorvakuumleitung einen grossen Inhalt hat, besitzt sie einen spiralförmigen Teil 24 (Fig. 2).
Die luftdichte Verbindung zwischen der Vorvakuumleitung und dem Ventilkörper 7 wird dadurch erzielt, dass ein Ring 40 aus Gummi oder ähnlichem elastischen Stoff von einer Mutter 41 um die Leitung 38 herum zusammengepresst wird. Bei der absatzweisen Drehung des Rahmens 3, wobei sich der Ventilkörper 7 mitdreht, wird die Vorvakuumleitung 38 in einer bestimmten Stellung einem im ortsfesten Ventilkörper 8 vorgesehenen Kanal gegenüberstehen, der mit einer Vorvakuumpumpe oder mit einer vorhandenen Vorvakuumleitung in Verbindung steht. In allen andern Stellungen mündet der im Ventil 7 vorgesehene Kanal 42'an der Unterfläche des ortsfesten Ventilkörpers 8, so dass auf der Vorvakuumseite der Metalldampfstrahlpumpen 31 ein geschlossener Raum gebildet wird.
Um einen guten luftdichten Abschluss zwischen den beiden Ventilkörpern zu erzielen, ist im ortsfesten Ventilkörper 8 eine ringförmige Nut 45 (Fig. 4 und 5) vorgesehen, die durch einen Kanal 46, z. B. durch Vermittlung einer vorhandenen Vorvakuumleitung mit einer Vakuumpumpe, in Verbindung gebracht wird.
EMI2.2
Leitung 50 ist. mit der absatzweise sich drehenden Welle 49 wasserdicht verbunden und mündet in deren Hohlraum. Zuführungsröhren 51 führen von diesem Hohlraum zu den Kühlgefässen 35,
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
abfliessen kann.
Der Rahmen kann in üblicher Weise, absatzweise gedreht werden. Die Einzelheiten sind in der Zeichnung nicht dargestellt, sondern nur ein Zahnrad 68, das von einem Elektromotor angetrieben werden kann.
Auf der Achse dieses Zahnrades ist ein Arm 69 befestigt, der mit einer Rolle 70 versehen ist, die
EMI3.2
sieben Stellungen des Rahmens sind in Fig. 1 mit A, B, C, D E, F und G bezeichnet und die diesen Stellungen des Rahmens 3 entsprechenden sieben Stellungen des drehbaren Ventilkörpers 7 sind in Fig. 5 mit denselben Buchstaben angedeutet.
In der Stellung 1 des Rahmens, wird eine noch nicht entlüftete Birne mit dem Pumpstengel in ein Abschlussorgan 7C eingesetzt. In der Stellung B kommt die Vorvakuumleitung der bezüglichen Metalldampfstrahlpumpe mit dem Kanal 42 des ortsfesten Ven tilkörpers 8 in Verbindung, so dass der Vorvakuumraum der Pumpe luftleer gesaugt wird und zugleich die betreffende
EMI3.3
dass sie auch arbeiten können, wenn die Pumpe voll Luft gelaufen ist und dann auf der Vorvakuumseite plötzlich mit einem guten Vakuum verbunden wird. Pumpen'der in Fig. 3 dargestellten B : uart sind dazu imstande.
Beim plötzlichen heftigen Aufsieden des Metalldampfes, der entsteht, wenn die Vorvakuumleitung der Pumpe mit der Vakuumpumpe in Verbindung gebracht wird, wird das Mitführen von Metalldampf oder von Metalltropfen in die Vorvakuumleitung verhindert, zunächst durch den ringförmigen
EMI3.4
dass der erste Teil der Vorvakuumleitung spiralförmig und in einem Kühlgefäss angeordnet ist. Etwa in die Leitung 34 eintretender Metalldampf wird also in dieser Leitung noch kondensiert und fällt in den ringförmigen Raum. 31 zurück.
In der Stellung B ist die zu entlüftende Birne innerhalb einer Heizkappe 81 angelangt, die auf der ortsfesten Tischplatte 1 befestigt und mit ringförmigen Gasbrennern 82 und 83, ersehen ist.
In den Stellungen C, D, E, F und G endet der Kanal mit dem die Vorvakumleitung 38 in Verbindung steht, an der unteren Wand des ortsfesten Ventilköl'} Jers 8, so dass auf der Vorvakuumseite der Pumpe ein geschlossener Raum gebildet wird. Gase, die von den Metalfdampfstrahlen aus dem zu entlüftenden Gegenstand zu der Vorvakuumleitung mitgeführt werden, sammen sich somit in den Lei- tungen 34 und. ?, so dass der Druck auf der Vorvakuumseite der Pumpe allmählich höher wird.
Es ist klar, dass das innere Volumen der Röhren 84 und 88 gross genug sein muss, um den Druck auf der Vorvakuumseite der Pumpe unter dem Wert zu halten, bei dem sie nicht mehr würde arbeiten können. Anderseits ist es vorteilhaft, eine Hochvakuumpumpe zu verwenden, die imstande ist. gegen ein verhältnismässig schlechtes Vorvakuum zu arbeiten. Dies ist bei einer Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Fig. 4 der Fall, die mit zwei hintereinander angeordneten ringförmigen Strahlrohren versehen ist. Solche Pumpen können gegen ein Vorvakuum von z. B. 20 mm arbeiten.
Für die Ökonomie der Wirkung der sich mit drehenden Pumpen ist es aber doch erwünscht, dass das Vorvakuum möglichst niedrig gehalten wird und es ist daher vorteilhaft, in Stellung B im Vorvakuumraum der sich mitdrehenden Pumpen ein sehr gutes Vakuum zu erreichen.
In Vakuumlampen verwendet man öfter roten Phosphor zur Verbesserung des Vakuums. Der Phosphor wird z. B. auf den Glühfaden gespritzt oder dieser in eine Phosphorlösung eingetaucht. Beim Entlüften solcher Lampen wird stets auch etwas Phopshordampf mitgenommen, der nun zum Teil in den Strahlrohren der Quecksilberdampfstrahlpumpen kondensiert. Diese werden dadurch zum Teil verstopft, so dass die Pumpe weniger gut oder gar nicht mehr arbeitet. Es ist also erwünscht, eine Metalldampfstrahlpumpe zu benutzen, die man von innen leicht reinigen kann. Bei der in Fig. 4 dargestellten
EMI3.5
bare Kappen 29 und < ? erreicht werden. In der Stellung G ist die Birne genügend entlüftet und kann nun abgeschmolzen werden.
Nach dem Abschmelzen kann die Lampe von Hand oder maschinell entfernt werden, und, nachdem der abgeschmolzene Pumpstengel entfernt worden ist, kann eine neue Lampe in das Abschlussorgan 10 eingesetzt werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.