AT211383B - Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen - Google Patents

Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen

Info

Publication number
AT211383B
AT211383B AT368359A AT368359A AT211383B AT 211383 B AT211383 B AT 211383B AT 368359 A AT368359 A AT 368359A AT 368359 A AT368359 A AT 368359A AT 211383 B AT211383 B AT 211383B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rod
chamber
observation window
high vacuum
lateral
Prior art date
Application number
AT368359A
Other languages
English (en)
Inventor
Reimer Dipl Phys Emeis
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT211383B publication Critical patent/AT211383B/de

Links

Landscapes

  • Furnace Details (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum   tiege1freienZonenschmelzen   von Halbleiterstäben, insbesondere Siliziumstäben, mit einer metallenen Hochvakuumkammer, in welcher der HalbleiterStab in. aufrechter Stellung an beiden Enden gehaltert wird. Eine derartige bekannte Einrichtung wird er-   findungsgemäss   in der Weise verbessert, dass Boden und Decke der Kammer mit ihren seitlichen Wandungen unlösbar verbunden sind, und dass von den beiden Stabhalterungen die eine am Boden und die andere an der Decke der Kammer angebracht ist, dass die Kammer durch eine seitliche, verschliessbare Öffnung für die Bedienung zugänglich ist, und dass eine zweite seitliche Öffnung für den Anschluss einer Hochvakuumpumpeinrichtung vorgesehen ist. 



   Die Erfindung beruht auf   folgenden Überlegungen :  
Bei einer bekannten Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen unter Hochvakuum befindet sich der zu behandelnde Stab mit der Heizvorrichtung unter einer metallenen Glocke von verhältnismässig gro- sser Weite, die auf eine Bodenplatte vakuumdicht aufgesetzt ist. Diese Einrichtung weist jedoch den Nach- 
 EMI1.1 
 in der Bodenplatte befinden. Ferner ist der Rohrstutzen zum Anschluss der Evakuierungseinrichtung am Boden angebracht, so dass Fremdkörper oder abgedampftes Material in den Rohrstutzen und damit in die Vakuumpumpe geraten können. Durch den Platzmangel wird der Durchmesser   des Auschlussstatzens   begrenzt, so dass ein verhältnismässig langer Zeitraum zur Herstellung des Vakuums nötig ist.

   Zum Auswechseln eines Stabes oder zur Bedienung der Hilfseinrichtungen innerhalb der Glocke muss die Glocke mittels einer besonderen Hebevorrichtung abgehoben werden. 



   Diese Nachteile fallen bei der neuen. Einrichtung weg. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dadurch, dass für das   Vakuumgehäuse   eine Quaderform mit vorzugsweise rechteckiger Grundfläche gewählt wird. Die eine Seitenwand kann mit einer Tür und die andere mit dem Anschluss für die Vakuumpumpe versehen werden, dessen Durchmesser somit nicht durch Platzmangel begrenzt wird. Ein Anschluss für die   Vorvakuumpumpe   kann an einer dritten Seitenwand angebracht werden. Weitere Einzelheiten werden im folgenden an Hand der Figuren erläutert :
Die Fig. l zeigt ein   Ausführungsbeispiel der Zonenschmelzeinrichtung in vereinfachter perspektivi-   scher Darstellung, teilweise gesenniten.

   Fig. 2 zeigt dieselbe Einrichtung im Schnitt längs des strichpunktierten Linienzuges   IIL-IH   (Fig. 3) von vom gesehen, Fig. 3 ist eine Draufsicht im Schnitt längs der strichpunktierte Linie   H-n     (Fig. 2).   



   Nach   Fig. l hat   das Gehäuse 2 die Gestalt einer quaderförmigen Kammer. Ihre Vorderwand wird von einer Verschlussplatte 3 gebildet, die nach Art einer Tür ausgebildet sein kann. Die Kammerwandungen und die Tür haben eine an sich bekannte Wasserkühlung,   z,   B. mittels   aufgelöteter   Kupferrohre. die der Einfachheit halber in der Zeichnung weggelassen ist. Ein Beobachtungsfenster 30, das sich angenähert über die gesamte Länge des Halbleiterstabes 6 erstreckt, ermöglicht die Beobachtung des Schmelz- oder ZiehVorganges. Ein   Anschlussstutzen 4 für die Vakuumpumpeinrichtung   5 befindet sich an der Hinterwand. 



  Im Gehäuse 2 sind der Stab 6 und seine Haltevorrichtungen 7 angeordnet. An den vakuumdicht herausge-   fühtten   Wellen 8, die nur als Stumpfe angedeutet sind, greifen an sich bekannte   Antriebs- und Steuervor-   richtungen   an,   mit denen die Haltevorrichtungen in   Längsrichtung   verschoben und/oder in Umdrehung 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 versetzt werden können. Ferner sind eine Heizspule 11 mit Zuführungen 12 und einer Transportvorrichtung 13 dargestellt. Ein Schirm 14 in Form eines Halbzylinders, der in Fig. 1 in der Mitte unterbrochen 
 EMI2.1 
 und vor der Ablagerung von derdampftem Material. Ferner ist eine Greifvorrichtung, bestehend aus einer Welle 18 und einem Greifer 15 vorgesehen. 



   In den Fig. 2 und 3 sind gleiche Teile wie in Fig. 1 mit gleichen Bezugsziffern versehen. Die Ausführung der Verschlussplatte 3 nach Art einer Tür, nämlich mit seitlicher Ausschwenkung an der Vorderwand, ist aus Fig. 3 zu ersehen. Die Tür 3 erhält eine Gummidichtung 28, die angeschraubt oder in. eine Nut eingelegt oder auf ähnliche Art befestigt wird. Die Tür ist mit einem oder mehreren, vorzugsweise seitlich angebrachten Doppelscharnieren 21 versehen, die bei geschlossener Tür angenähert gestreckt sind. 



  Dadurch wird der vakuumdichte Verschluss   de} Tür   durch den   äusseren Druck ohne merkllche   seitliche Verschiebung bei Druckänderungen ermöglicht. Zur Bedienung erhält die Tür einen Handgriff 29. Das Beobachtungsfenster 30 ist durch eine Hartglasscheibe   23, deren Stärke   entsprechend   derDruckbeanspruchung   gewählt wird, mit einer Dichtung 22, vorzugsweise Gummidichtung, verschlossen. In einem gewissen Abstand, etwa von der Dicke der Hartglasscheibe   23,   ist aussen auf Abstandsröhrchen 26 eine durchsichtige Scheibe 27 aus splitterfreiem Glas, vorzugsweise   Polymemylmetacrylat   (Plexiglas) zum Schutz des Beobachters angebracht.

   Zum Schutze der Hartglasscheibe 23 gegen Verschmutzung durch abgedampftes Material ist   innen eine dünne Glasscheibe 24 eingesetzt, die mittels einer Spreizfeder 25 gehalten wird   und zum Zweck der Säuberung leicht auswechselbar ist. Sie kann aber auch beispielsweise durch eine oder mehrere angeschraubte Blattfedern gehalten werden. Zum Schutze der Augen des Beobachters kann die Scheibe 27 dunkel gefärbt sein, so dass zur Beobachtung des Schmelzvorganges keine Schutzbrille mehr benötigt wird. 



   Damitdervon abgedampftem Material gebildete Innenbelagdes Beobachtungsfensters nicht schon nach kurzer Betriebszeit so dicht werden kann, dass er die Beobachtung behindert, soll der senkrechte Abstand des Beobachtungsfensters von der Achse der Stabhalterungen 7 mindestens das Fünffache der lichten Weite der ringförmigen Heizspule 11 betragen. Hienach sind die Stellen festgelegt, an welchen die Wellen 8 mit je einer vakuumdichten Drehdurchführung durch den Boden bzw.   die Decke derVakuumkammer   2 hindurchgeführt sind. 



   Die Heizvorrichtung, welche in einer Ecke der Vakuumkammer angeordnet ist, besteht im wesentlichen aus   derHeizspulell, die   vorteilhaft als Flachspule ausgeführt ist   unddenHalbleiterstab 6 umschliesst,   sowie den Stromzuführungen 12 und der mit einer   vakuumdichtenDurchführung   durch   denBoden geführten   
 EMI2.2 
 zentrischen Rohren besteht, die zugleich zur Zu- und Abfuhr des Heizstromes dienen können. Die Wasserkühlung der Heizspule, bei der die Wasserzu- und abführung durch die Spulentransportvorrichtung erfolgt, ist in der Zeichnung nicht dargestellt. 



   Der Wärmeschirm 14 kann an der Decke des Vakuumgehäuses festgeschraubt sein. Für ihn kann eine besondere Wasserkühlung mittels aufgelöteter Kupferrohre vorgesehen sein. 



   In einer andern, vorzugsweise der Tür gegenüberliegenden Ecke ist eine Greifvorrichtung   fürden Halb-   leiterstab angebracht. Diese Vorrichtung erleichtert die Bedienung und ermöglicht unter Umständen die Einsparung mehrerer Arbeitsgänge,   z. B.   Öffnen und Schliessen der Tür, Einsetzen eines Stabes und Eva-   kuierung   des Gehäuses, und bewirkt dadurch eine erhebliche Zeitersparnis, z. B. in dem Falle, dass zwischen zwei in   denHalierungen eingespannten Stabstücken   oder Impflingen ein   drittes Stück eingesetztund   festgeschmolzen werden soll. Die Greifer 15 sind mittels Stellschrauben 17 auf den an Boden und Decke drehbar gelagerten und durch Zahnräder 19 angetriebenen Wellen 18 verschiebbar befestigt.

   Die Wellen 18 werden über die Zahnräder 19 durch das Zahnrad 20 angetrieben, das von aussen betätigt werden kann. 



  Die Betätigung erfolgt vorteilhaft über ein selbstsperrendes Getriebe, z. B. ein Schneckenradgetriebe 31, 32. Zum Schutz des Halbleiterstabes gegen Verunreinigungen sind auf die Enden der Greifer Röhrchen 16 aus hitzebeständigem und abriebfestem Material, vorzugsweise aus Quarz, aufgesetzt. 



   In einer der beiden noch freien vorderen Ecken der Vakuumkammer kann eine rohrförmige Kühlfalle angebracht sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Sie kann beispielsweise an der Decke hängend angebracht und mit ihrem oberen, offenen Ende durch die Decke vakuumdicht hindurchgeführt sein, so dass sie von aussen   z. B.   mit flüssiger Luft gefüllt werden kann. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzell von Halbleiterstäben, insbesondere Siliziumstäben, <Desc/Clms Page number 3> mit einer metallenen Hochvakuumkammer, in welcher der Halbleiterstab in aufrechter Stellung an beiden Enden gehaltert wird, dadurch gekennzeichnet, dass Boden und Decke der Kammer mit ihren seitlichen Wandungen unlösbar verbunden sind, und dass von den beiden Stabhalterungen die eine am Boden und die andere an der Decke der Kammer angebracht ist, dass die Kammer durch eine seitliche, verschliess- bare Öffnung für die Bedienung zugänglich ist, und dass eine zweite seitliche Öffnung für den Anschluss einer Hochvakuumpumpeinrichtung vorgesehen ist.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je ein stangenförmiges Antriebsglied für die axiale Verstellung der unteren Stabhalterung und für die Längsverschiebung einer den Stab umgebenden ringförmigen Heizeinrichtung durch den Boden der Hochvakuumkammer verschiebbar hindurchge- führt ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die seitliche Bedienungsöffnung eine ebene Verschlussplatte mit einem länglichen Beobachtungsfenster, das sich annähernd über die ganze Bewegungsbahn der ringförmigen Heizeinrichtung erstreckt, vorgesehen ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Beobachtungsfensters von der Achse der Stabhalterungen mindestens das Fünffache der lichten Weite der ringförmigen Heizeinrichtung beträgt.
    5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussplatte mittels eines seitlich angebrachten Doppe1srharniers schwenkbar befestigt ist.
    6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Beobachtungsfenster aus einer von aussen mit Dichtung eingesetzten Hartglasscheibe, die der Druckbeanspruchung standhält, und einer von innen leicht auswechselbar eingesetzten schwächeren Glasscheibe besteht.
AT368359A 1958-07-30 1959-05-19 Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen AT211383B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE211383X 1958-07-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT211383B true AT211383B (de) 1960-10-10

Family

ID=5802396

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT368359A AT211383B (de) 1958-07-30 1959-05-19 Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT211383B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1217339B (de) * 1961-11-29 1966-05-26 Siemens Ag Verfahren zum tiegelfreien Zonenschmelzen von Halbleitermaterial

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1217339B (de) * 1961-11-29 1966-05-26 Siemens Ag Verfahren zum tiegelfreien Zonenschmelzen von Halbleitermaterial

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1151669B (de) Vorrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen von Halbleiterstaeben
DE1629092A1 (de) Vorrichtung zum Verschliessen von Behaeltern unter Vakuum
AT211383B (de) Einrichtung zum tiegelfreien Zonenschmelzen
EP0343413B1 (de) Vorrichtung zum Reinigen solcher Teile von Kunststoffverarbeitungsmaschinen, an denen Kunststoffreste anhaften
DE2257652A1 (de) Kaeltepumpvorrichtung
DE404722C (de) Maschine zur Bereitung von Kaffee- und aehnlichen Aufguessen
DE4017565A1 (de) Vorrichtung zum gefrieren von schuett- und fliessfaehigen stoffen
DE2119948C3 (de) Gaslaser
DE3043836A1 (de) Vorrichtung zur probenahme von fluessigkeiten
DE1941342C2 (de) Vorrichtung zum Einleiten von chemischen Reaktionen in einem Plasma
DE1583343C3 (de)
DE102008060683A1 (de) Vakuumkammer zum Bedampfen oder Beschichten
DE3037593C2 (de) Injektor zum Einspritzen von plastischem Wachs
DE10225612A1 (de) Herstellungsverfahren für Entladungslampe
DE1805351C3 (de) Elektrisch beheizter Vakuumofen
DE102019006722B3 (de) Vorrichtung zum Positionieren der zu untersuchenden Proben
DE242745C (de)
CH304810A (de) Ofen mit evakuierbarem Heizraum.
DE260954C (de)
AT70278B (de) Apparat zum Ausgeben flüssiger Stoffe.
DE1188042B (de) Vorrichtung zum tiegellosen Zonenschmelzen eines stabfoermigen kristallinen Halbleiterkoerpers
DE1279645B (de) Kondensattrichter fuer Rueckflusskondensatoren
DE69043C (de) Kühl- und Lüftungsäpparat für Bierwürze
AT107509B (de) Entlüftungsvorrichtung.
DE1145386B (de) Fangvorrichtung zum Zurueckhalten von Verunreinigungen fuer Massenspektrometer