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Einrichtung zur Vornahme von Messungen an Kabeln.
Die Bestimmung der elektrischen Konstanten von vieladligen Kabeln, besonders solchen mit Viererverseilung, ist sehr zeitraubend, da vorschriftsmässig alle Adern, Paare und Vierer gemessen werden müssen und das Umlegen der Messleitung bzw. Messleitungen von Ader zu Ader, Paar zu Paar oder Vierer zu Vierer oft mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Messung selbst. Diese Zeitverluste möglichst einzuschränken, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, welche darin besteht, dass für jede Aderngruppe eine Scheibe angeordnet ist, die mit Klemmen und mit Einführungslöchern für Steckerstifte versehen ist, um die Adern festzuhalten und die Verbindung der Adern mit Erde bzw. den Messleitungen durch Einstecken verschiedener Stecker oder Sehalter in die Einführungslöcher der Scheibe zu ermöglichen.
Die Vorrichtung besteht zunächst aus so vielen Scheiben a aus Isoliermaterial (Fig. 1), als das
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alle Adern mit Ausnahme jener, die gerade gemessen werden, an Erde liegen müssen, wird in die Löcher e der Scheibenklemmen und die Büchse d ein fünffacher Stecker, dessen Stifte alle metallisch verbunden sind (Fig. 2), gesteckt. Die vier Klemmen und die Büchse bilden ein in bezug auf nur eine Achse symmetrisches Fünfeck, um die verschiedenen Steckvorriehtungen nur in einer Stellung einstecken zu können.
Zum Messen der Gleichstromkapazität und der Isolation dient ein Schalter nach Fig. 3, der das Anlegen der einzelnen Adern, der Paare und des Vierers in der in Fig. 6 dargestellten Reihenfolge gestattet.
Dieser Schalter besteht aus einer Scheibe m aus Isoliermaterial, die wieder fünf Steckerstifte trägt, von denen der eine k nach aufwärts verlängert ist. Parallel zu der Scheibe m, durch die Säulen ni, nag und die Verlängerung von k getragen, liegt die metallische Scheibe o. Der Stift k ist gegen die Scheibe o isoliert. In den beiden Seheiben m und o ist nun die Schaltwalze q gelagert, deren Nasenanordnung in
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sind vier Federn/i,/a,/g,/ angebracht, die einerseits mit je einem der Steckerstifte i verbunden sind, anderseits in der Nullstellung der Schaltwalze an der Verlängerung von k und somit an Erde liegen. Am oberen Ende der Sehaltwalze befindet sich eine Scheibe s mit zugehöriger Arretiervorrichtung t, um die Walze in den einzelnen Stellungenfestzuhalten.
Wird nun die Walze gedreht, so wird zunächst die Feder i durch die Nase der Walze von k abgeht n und mit der Messleitung, die bei x angeschlossen ist und über n2, 0, t und s mit der Walze in Verbindung steht, verbunden. Durch Weiterdrehen der Walze gelangen nach und nach sämtliche Adern und Paare und zuletzt der ganze Vierer in Verbindung mit der Messleitung.
Die jeweils nicht an der Messleitung liegenden Adern des zur Messung gelangenden Vierers sind durch die k berührenden Federn an Erde gelegt.
Da der Messplatz gewöhnlich von dem zur Messung gelangenden Kabel weiter entfernt liegt, wird
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beamten gleich anzuzeigen, welche Ader bzw. Adern anliegen, kann in den Schalter eine weitere Gruppe von vier Federn die an der aus Isoliermaterial bestehenden Schiene X befestigt sind, eingebaut werden.
Von jeder Feder führt eine Leitung zu einer von vier am Messtisch angebrachten Glühlampen (2-4 Volt), die entsprechend der Farbe der Adern (z. B. rot, weiss, blau, grün) gefärbt sind. Die gemeinsame Rück- leitung von den Lampen führt zur Säule M. Wird nun eine der Federn t durch eine Nase der Walze q von k weggedrückt, so wird die zugehörige Feder y durch den aus Isoliermaterial bestehenden Stift p an Mi angelegt und somit der Stromkreis der betreffenden Lampe geschlossen.
Statt des Schalters nach Fig. 3 kann auch ein Stecker nach Fig. 8 verwendet werden. Dieser besteht aus einer Scheibe aus Isoliermaterial h, die unten wieder fünf Stifte trägt. In der Mitte der
Scheibe h ist die metallische Scheibe e befestigt, die mit dem Stifte Gleitend verbunden ist. Dann folgen konzentrisch vier Segmente d, in die die Stifte i eingeschraubt sind, und der Ring b, zu dem die Messleitung führt. Die Erdung der Adern erfolgt hier durch Einstecken von Stiften in die Löcher g, das Anlegen an die Messleitung durch Einstecken von Stiften in die Löcher e.
Zur Bestimmung der Betriebskapazität und der Ableitung mittels der Wagnerschen Brücke dient ein Schalter nach Fig. 9, der dem nach Fig. 3 sehr ähnlich ist, nur besteht hier die Schaltwalze q aus zwei Teilen qt und q"die voneinander isoliert sind, und trägt in jeder Stufe zwei Nasen. Der Teil ql ist durch die Büchse r mit der einen, der Teil q2 durch die Platte o und die Säule n mit der zweiten Messleitung verbunden. Beim Drehen der Walze q wird zunächst die eine Ader eines Paares an qi, die andere an q2 gelegt und somit mit den Messleitungen verbunden. In Stellung 2 (Fig. 10) der Walze sind Adern des anderen Paares mit den Messleitungen verbunden. In Stellung 3 liegt das eine Paar an ql, das andere an q,.
In Stellung o liegen alle vier Federn an der Verlängerung von k und somit an Erde.
Zur Verbindung des Vierers mit den vier Messleitungen der Kopplungsbrücke dient ein Stecker nach Fig. 7. Die Scheibe v aus Isoliermaterial trägt wieder die fünf Stifte. Die Stifte i sind mit je einer Messleitung verbunden. Der Stift k dient nur als Führung. Bei Bestimmung der Kopplung zwischen den einzelnen Vierern müssen zwei Stecker nach Fig. 7 angewendet werden, bei denen aber nur je zwei Messleitungen angeschlossen und die Stifte)-mit ? und M mit 'verbunden sind. Dieser Stecker könnte auch mit automatischer Signalisierung, ähnlich wie der Schalter nach Fig. 9, eingerichtet werden.
Bei der Bestimmung der Widerstände kann entweder der Schalter nach Fig. 3 in den Stellungen la, A, Ila und-ilb verwendet werden oder ein Stecker nach Fig. 12, bei dem die Verbindung der Adern mit der Messleitung durch Einstecken eines Stiftes in die Löcher e erfolgt. Auf der Gegenseite werden in beiden Fällen die vier Adern durch eine entsprechende Klemme mit der zweiten Messleitung verbunden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Vornahme von Messungen an Kabeln, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Aderngruppe eine Scheibe angeordnet ist, die mit Klemmen und mit Einführungslöchern für Steckerstifte versehen ist, um die Adern festzuhalten und die Verbindung der Adern mit Erde bzw. den Messleitungen durch Einstecken verschiedener Stecker oder Schalter in die Einführungslöcller der Scheibe zu ermöglichen.