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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 10682. CARL REINHOLD ENGELBRECHT IN KÖLN A. RH.
Schiffsstuhl.
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dadurch vollkommener entspricht, dass er Schaukelbewegungen in zwei rechtwinklig sich schneidenden Bahnen auszuführen gestattet. Diese Bewegungsfreiheit erweist sich insbesondere von Vorteil bei der Benutzung des Stuhles auf Schiffen, wo er infolge seiner eigentümlichen Bauart einerseits dem #Stampfen" und andererseits dem #Überholen" des Schiffskörpers gegenüber ausgleichend wirkt, so dass der Inhaber des Stuhles ungeachtet aller Schaukelbewegungen des Schiffes in stets annähernd horizontaler Sitzlage verbleiben und daher weniger leicht ein Opfer der Seekrankheit werden soll.
Es sind früher Sit7- gcräte für Schiffsgebrauch in cardanischer Aufhängung in Vorschlag gebracht worden, bei welchen der Sitz nach Art des Kompasses pendelnd aufgehängt ist. Biese bereits bekannten Schiffssitzgeräte sind im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Beweglichkeit durch
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tst und dem Stuhisitz gestattet, auch um diese zweite Drehachse zu schwingen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform zur Darstellung gebracht und zwar ist Fig. eine Seitenansieht des Stuhles, Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. i ein Schnitt nach Linie ("-7) und Fig. 4 ein Schnitt nach
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Der Sitz n ruht auf seinem um die Endxapfen b der Welle c drehbaren Teil cl und bewegt sich mit diesem schaukelnd um die Welle. Letztere ist bei e auf der mit dem untergestell ! fest verbundenen Welle y drehbar gelagert. Der auf der Welle c ruhende Sitz kann daher Schaukelbewegungen einerseits um die Welle c und andererseits rechtwinkelig dazu um die Achse g ausführen.
Ohne das Wesen der Erfindung zu ändern, kann die Welle g auch drehbar im Untergestell gelagert und durch das Kreuzstück e fest mit
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weglich gelagert.
Um die Normallage der beweglichen zu den festen Teilen zu sichern, sind je zwei Federnpaare (i i, i i und k k, k k) zwischen dem Sitz und dem Untergestell angeordnet.
Die Federnpaare i i. i i sind einerseits an dem Stuhlsitz und andererseits an der Drehachse g angeordnet, während die Federnpaare k k, k einerseits an der Drehachse c und
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ständig aufgehoben werden. Die Riemen h 1. sind einerseits an dem Untergestell befestigt und andererseits mit dem Stuhlsitz lösbar verbunden.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
Schiffsstuhl, gekennzeichnet durch die Verbindung zweier, unterhalb des Stuhlsitzes . sich rechtwinkelig kreuzender Drehachsen, von denen die eine drehbar gegen das feststehende Untergestell und die andere drehbar zum Stuhlsitz gelagert ist, wobei die Normallage der beweglichen Teile zu den festen Teilen dadurch gesichert ist, dass je zwei Federnpaare (i i, i i und k k, k k) zwischen dem Sitz und dem Untergestell einerseits und den Achsen andererseits angeordnet sind, von denen das erstere um die eine Drehachse und das zweite um die andere Drehachse die Normallage zwischen beweglichen und feststehenden Teilen herzustellen bestrebt ist.