AT106236B - Verfahren zur Erzielung naturfarbiger Kinematographie durch additive und subtraktive Farbenmischung. - Google Patents
Verfahren zur Erzielung naturfarbiger Kinematographie durch additive und subtraktive Farbenmischung.Info
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<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Werden für die farbeuselektion hinter einem panchromatisch sensibilisierten Film die beiden komplementären Filterfarben BIaugrun und Gelblichrot gewählt, so werden die Blaustrahlen des naturfarbigen Aufuahmsgegenstandes in den unbelichtetell Stellen der Rotfilteraufnahme bzw. in dem schwarzen Silberbild des betreffenden Positivabdruckes ihre Wiedergabe finden. Wird dieses schwarze Silberbild des Positivfilms nun in ein durchsichtiges Blaubild z. B durch EisenLonung verwandelt, so wird dann bei der Projektion dieses Filmes hinter dem Dreifarbenkreisel die Wiedergabe des AufnÅahmsgegenstandes in allen drei Grundfarben, Rot, Grün, Blau, und ihren Mischfarben erfolgen. Das Silberbild des Positives der Blau-Grün-Filteraufnahme kann hiebei als solches belassen oder gleichfalls blau getont werden. Tont oder färbt man dieses Silberbild nach bekannten Einfärbemetlioden In einer andern Farbe ein, so ermöglicht dies Farbverschiebungen der resultierenden Misehungsfarben und somit eventuelle Farbkorrekturen in einem gewünschten Sinne. Vorteilhaft wählt man dann für dieses hinter dem Grünsslter aufgenommene Silberbilc1 Gelb-oder Roteinfärbung des Silberkornes, da dieses Silberbild dein Rotgehalte des Aufnahmegegenstandes entspricht und daher durch diese Wahl der-Einfärbung auch die richtigste und vor allem flimmerfreie Farbenmischung erzielt wird. Durch diese verschiedenfärbige Tonung bzw. Einfärbung der Silberbilder der beiden Teilfarbellaufnahmen hat man die richtige gegenseitige Abstimmung der beiden additiven und subtraktiven Farbmischungen zur Erzielung ganz naturgetreuer Farbwiedergabe weitestgehend in der Hand. Es ist indessen möglich, bereits durch einheitliche Blautonung des gesamten Films, wenn diese durch die Zusammensetzung des Tonbades richtig nuanciert wird, zu durchaus farbrichtiger Wiedergabe der Grund-sowie aller ihrer EMI2.1 . kornes des Films ist technisch leicht so durchführbar, dass zunächst das Silberkorn des gesamten Films durch ein Bad eingefärbt wird und dann nach Abdeckung der Grünulter- aufnahme vermittels einer wasserdichten Schutzschicht, die restlichen Rotfilteraufnahmen durch ein zweites Gesamtbad des Films blau getonl werden. Da bei dem vorliegenden Verfahren in geschilderter Weise in zwei Bildfolgen bereits alte drei Grundfarben und ihre Mischungsfarben enthalten sind, so wäre zu deren richtiger Wiedergabe von Haus aus ein rotierender Farbkreisel zusammengesetzt aus den drei Grund- farben Rot, Grün, Blau oder zwei Grundfarben und Weisslicht, da Blau ja bereits direktfärbig im Film enthalten ist, erforderlich. Man kann indessen bereits lediglich mit zwei Projektions- farben nach vorliegender Erfindung die vollständige Wiedergabe aller Farben erzielen, wenn man diese beiden zueinander komplimentären Projektionsfarben gegenüber den beiden bei der Aufnahme verwendeten Filterfarben in ihrem Farbione, u. zw. in Richtung der dritten wieder- zugebenden Farbe, verschiebt. Wurden die Filter demnach für die Aufnahme gelhlichrot und blaugrün verwendet, so sind diese für die Projektion mit oberwälmter Farbverschiebung nach blau, also karmoisinrot und gelbgrün zu wählen. Denn während das blaugetonte oder-gefärbte Silberbild des Films hinter gelbrotem Filter, wie es zur Aufnahme verwendet wird, schwarz erseheinen würde, gelangt es in dem karmoisinroten Projektionsfilter violett zur Projektion und wird dann dieses durch die nachfolgende Grünteilbildprojektion in additiver Farbenmischung zu Reinblau rückgebildet. - - Diese Möglichkeit der vollkommenen Farbenwiedergabe vermittels nur zweier Projektions- farben gestattet es, die komplizierte Hilfsapparatur des Farbenkreises in einfacher Weise durch eine vom Projektionsapparat unabhängige, mit dem Film mitlaufende zweifarbige Filmschleife zu ersetzen oder in noch einfacherer Weise den Film selbst als Träger der beiden Projektionsfarben auszugestalten, wie dies Friese-Greene bereits vorschlug (Britisches Patent Nr. 26927.) Die Auftragung der beiden Projektionsfarben auf den Film wird nach der vorliegenden Erfindung technisch am einfachsten so durchgefiilrt, dass eine der beiden Teilfarhenaufl1ahmen mit einer wasserdichten, in der zugehörigen Projektionsfarbe gefärbten Schutzschicht abgedeckt wird und liierauf der ganze Film zur Anfärbung der Gelatine der nicht abgedeckten zweiten Teilfarbenaufnahme in ein Farbbad gebracht wird. Da nun das Blau um so reiner und lichlstärker zur Wiedergabe gelangt, je weniger das EMI2.2 Wird nämlich die Gelatine an den Stellen des Blaubildes zugleich mit dessen Hervorrufung gehärtet und das grün zu projezierende Teilbild direkt mit einer grün gefärbten Schutzschicht abgedeckt, so werden im Farhbade die nicht getonten ungehärteten Gelatinestellen sich intensiv rot einfärben, wie dies für die Rotprojektion erforderlich, hingegen die gehärteten und blau getonten Stellen nur wenig Farbstoff aufnehmen, so dass das blau gefärbte Silberbild als helles Violettblau erhalten bleibt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren für die Projektion lebender Bilder in natürlichen Farben auf Grund einer Kombination additiver und subtraktiver Farbenmischung. dadurch gekennzeichnet, dass alle drei Grundfarben und deren Mischungsfarben vermittels nur zweier Projektionsfarhen (z. B. Rot und Gruau) dadurch erreicht wird, dass die dritle Grundfarbe (z. B. Blau) durch bekannte AnfärbungsoderTonungsverfahrendesSilberkornesdireklfärbigimFilmeenthaltenist. EMI3.1 Films nicht durchgängig nur in einer Farbe wie nach Anspruch 1. sondern zwecks eventueller Farbkorrektur und flimmerfreier Mischung der resultierenden Farben in periodischer Bildfolge in mehreren Farben getont oder eingefärbt wird.4. Verfahren nach Anspruch l bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Anwendung von Farbkreisel, mitlaufender filmschleife oder Ähnliches, der Film selbst zum Träger der Projektionsfarben wird. indem die eine der beiden Teilfarbenaufnahmen vermittels einer EMI3.2 farbe angefärbt wird.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Tonung bzw. Aus- bleichung des Silberbildes des Films durch entsprechende Wahl der hiezu verwendeten Bäder die Gelatine an den Stellen des Silbers gehärtet wird, wodurch dann die Einteilung der Gelatine im Farbbade in verschiedener Farhdichte erfolgt, u. zw. die ungehärteten nicht getonten Gelatinestellen intensiv, die gehärteten getouten Stellen hingegen nur schwach ein- gefärbtwerden.
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