AT106013B - Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem Schwefeldioxydgas. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem Schwefeldioxydgas.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem Schwefeldioxydgas. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung eines Gases mit einem hohen, 90% und mehr betragenden Gehalte von Sehwefeldioxyd. Ein Hauptzweck der Erfindung ist die Benutzung grosser Mengen von Sauerstoff, der z. B. als Nebenerzeugnis erlangt werden kann, wenn Wasser elektrolysiert wird, um Fette oder Öle mit Wasserstoff zu hydrieren oder um Ammoniak durch katalytische Synthese zu gewinnen, oder auch von flüssiger Luft, wenn Stickstoff zur Herstellung von Zyanamid gewonnen werden soll. Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass Schwefel, Schwefelkies oder andere schwefel- haltige Stoffe verbrannt werden, indem zur Unterhaltung der Verbrennung eine Mischung von Schwefel- dioxyd und Sauerstoff oder eine Mischung von Sehwefeldioxyd, Schwefeltrioxyd und Sauerstoff verwendet wird. Hiebei ist es vorteilhaft, den Sauerstoff vor Benutzung zu trocknen, was nach einem der üblichen Verfahren geschehen kann. Die in der Mischung m80, + n0, oder in der Mischung mS02 + nS03 + pOs (wo m, n, p Volumina bedeuten) enthaltene Menge Sauerstoff kann je nach den besonderen Arbeitsbedingungen geändert werden. Gewöhnlich beträgt der Sauerstoff 22-40% vom Volumen der Mischung. Die Öfen zum Brennen des Schwefels, der Schwefelkiese oder der andern schwefelhaltigen Stoffe sind die der bekannten Gattung, vorzugsweise mechanische Drehöfen, Herreshofj oder Kauffmann. Die Öfen werden mit den Rohstoffen zusammen mit einer der besagten Mischungen anstatt mit Luft beschickt. Wenn keine Schwefelkiese im Ofen gebrannt werden, müssen der Schwefel oder die schwefel- haltigen Stoffe mit etwa 10%-30% oder mehr Gewichtsteilen Sehwefelkiesabbränden vor Beschickung des Ofens vermischt werden, u. zw. aus den nachstehenden Gründen. Der hauptsächliche Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, dass mit den obenange- führten Mischungen grössere Mengen Beschickungsgut im Ofen gebrannt werden können als mit Luft, weil jene Mischungen mehr Sauerstoff enthalten als die normale Luft. Natürlich aber darf der Sauerstoff- gehalt in obigen Mischungen nicht zu hoch sein, weil sonst die Verbrennung zu heftig vor sich gehen würde und die grosse Hitze den Ofen schädigen könnte. Da aber die spezifische Wärme von Schwefel- EMI1.1 auf derselben Temperatur gehalten werden wie bei Verwendung von Luft, auch wenn die Mischung mehr Sauerstoff enthält als in der Luft enthalten ist, so dass also zufolge des erhöhten Sauerstoffgehaltes eine grössere Menge Beschiekungsgut verbrannt werden kann als mit Luft. Wenn die Gasmischung bei Eintritt in den Ofen mit heissen Schwefelkiesabbränden in Berührung kommt, wird sie in den Schichten, wo verhältnismässig niedere Wärme herrscht, unter Wärmeentwicklung zu Schwefeltrioxyd katalysiert. Diese zusätzliche Wärme zusammen mit der verhältnismässig grossen Menge Sauerstoff in der Mischung erleichtert die Verbrennung desjenigen Teiles des Schwefels, der in den besagten Schichten mit verhältnismässig niederer Temperatur nicht verbrannt worden ist. Auf diese Weise bietet das Verfahren einen weiteren Vorteil dadurch, dass die Brennwirkung erhöht wird. Das in den Schichten mit verhältnismässig niederer Temperatur gebildete Schwefeltrioxyd zersetzt sich ganz oder teilweise in den Schichten mit verhältnismässig hoher Temperatur und übt mithin eine regelnde Wirkung auf die Temperatur aus, die also in allen Teilen des Ofens gleichmässiger wird. <Desc/Clms Page number 2> Demzufolge ist die durch Ausstrahlung von den Ofenwänden verlorene Wärmemenge grösser, die Kühlvorrichtung wirksamer und Vorwärmung der Gasmischung unnötig. Auf diese Weise erzielt. man ausser der oberwähnten noch weitere Vorteile, die dazu beitragen, sowohl den möglichen Sauerstoffgehalt der Gasmischung als auch die Menge des Brenngutes zu erhöhen. Das durch das vorliegende Verfahren erhaltene Gas enthält nicht mehr als etwa 10% Sauerstoff. Es enthält fast immer etwas Schwefeltrioxyd, aber dieses kann nach Kühlung durch Waschen mit Schwefelsäure entfernt werden. Das gewaschene Gas besteht hauptsächlich, d. h. zu etwa 90% aus Schwefeldioxyd, neben Sauerstoff, kleinen Mengen Stickstoff und andern Gasen. Dieses Gas kann zur Darstellung von flüssigem Schwefeldioxyd oder zur Umwandlung in Schwefelsäure oder zu andern Zwecken verwendet werden. Ein Teil des Gases wird zur Verdünnung von Sauerstoff benutzt, um die, wie oben beschrieben, in den Ofen einzuführende Mischung zu bilden. Wenn diese Mischung Schwefeltrioxyd enthalten soll, wird das Gas ohne Abscheidung durch Schwefelsäure verwendet. Nach einer gewissen Arbeitszeit ist es möglich, dass die kreisenden Gase eine derartige Menge indifferenter Gase, wie z. B. Stickstoff oder Kohlendioxyd, enthalten, um schädlich werden zu können. Daher wird ein Teil der kreisenden Mischung von Zeit zu Zeit oder fortwährend abgezogen und einer Schwefelsäurean1age zugeführt, wenn eine solche vorhanden ist, oder zur Darstellung von Sulfiten oder zu andern Zwecken verwendet. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Darstellung von hochkonzentriertem Sehwefeldioxydgas, dadurch gekennzeichnet, dass Schwefel, Schwefelkies oder andere Schwefelverbindungen in einem Ofen verbrannt werden unter Verwendung einer Mischung, enthaltend Schwefeldioxyd und wenigstens 20% Sauerstoff, als Verbrennungsunterhalter.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Unterhaltung der Verbrennung dienende Gasmischung einen Zusatz von Schwefeltrioxyd enthält.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Beschickung Schwefel oder schwefelhaltige Stoffe mit annähernd 10%-30% Gewichtsteilen, Schwefelkiesabbränden benutzt wird.4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Ofen austretenden Gase nach Kühlung mit Schwefelsäure gewaschen werden, um das Schwefeltrioxyd aufzunehmen.5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der vom Ofen kommenden Gase zur Verdünnung des Sauerstoffs benutzt wird, um die als Verbrennungsunterhalter wirkende Gasmischung von Schwefeldioxyd, Schwefeltrioxyd und Sauerstoff zu bilden.6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in den kreisenden Gasen enthaltene Teil indifferenter Gase auf Werten gehalten wird, die nicht schädlich werden können, indem von Zeit zu Zeit oder fortwährend ein Teil der kreisenden Gase abgezogen wird.
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