AT105476B - Verfahren zur Herstellung eines Masernschutzimpfstoffes und des dazu erforderlichen Nährbodens. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Masernschutzimpfstoffes und des dazu erforderlichen Nährbodens.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines Masernschutzimpfstoffes und des dazu erforderlichen Nährbodens. Der Gedanke der Masernschutzimpfung ist nach vorliegender Erfindung zunächst derselbe wie jener der Pockenschutzimpfung. Der Masernerreger wird im Brutschrank zum Wachsen gebracht und !-eine Giftigkeit durch besondere Wachstumbedingungen abgeschwächt, während seine immunisatorische Kraft erhalten bleibt. Mit Kulturaufschwemmungen lebender ungiftiger Erreger werden gesunde, noch ungemaserte Kinder geimpft und erwerben dadurch nach einiger Zeit eine Immunität gegen virulente, vollgiftige Erreger. Die Impfung wird so vorgenommen, dass den Kindern geringe Mengen des Impfstoffes teils unter die Haut gespritzt, teils auf die Nasenschleimhaut gebracht werden. Ausgangsstoff für die Kulturen des Masernerregers ist Nasen-und Rachensekret sowie Blut masernkranker Menschen. Das Sekret wird durch bakteriendichte Filter in an sich bekannter Weise filtriert und das Filtrat auf den Nährboden verimpft. Der Nährboden besteht aus zwei Bestandteilen. Den ersten gewinnt man dadurch, dass man vorteilhaft aus unverändertem Blute zweckmässig, z. B. durch Zentrifugieren des ungerinnbar gemachten Blutes, die Formbestandteile entfernt und die Blutflüssigkeit mit etwa einem Viertel ihrer Menge verdünnt. Zur Verdünnung benützt man eine Flüssigkeit, die das Blut in seinem natürlichen Zustande unverändert lässt, die natürliche physikalisch-chemische Reaktion des Blutes hinsichtlich der H-Ionen und der übrigen Anionen-und Kationenmengenverhältnisse bietet und imstande ist, diese Verhältnisse auch während des Keimwachstums aufrechtzuerhalten. Diese Verdünnungsflüssigkeit wird z. B. durch Ultrafiltration derselben Blutart hergestellt, mit der man den Nährboden bearbeitet. EMI1.1 EMI1.2 <tb> <tb> H20 <SEP> 1000 <SEP> cm3 <tb> Na <SEP> ..........................0#14260 <SEP> Mol. <tb> K <SEP> 0'00565 <SEP> " <tb> Ca <SEP> 0-00220 <tb> Cl........................... <SEP> 0-10690.. <tb> Co3 <SEP> 0-00894 <tb> Po <SEP> 0-00073 <tb> Mg <SEP> ..........................0#00191 <SEP> ,, <tb> Auf so hergestellten Nährboden werden geringe Mengen der Fittratflüssigkeit verimpft und 12 bis 16 Tage im Brutschrank aufbewahrt. Der oben vorgeschlagene Weg kann erfindungsgemäss auch angewendet werden zur Herstellung eines Masernschutzimpfstoffes, dem das Prinzip der Behringschen Diphtherieprophylaxe zugrunde liegt, nämlich mit spezifischen Erregergiften Tiere vorzubehandeln und durch das Serum solcher vorbehandelter Tiere Schutzstoffe auf gefährdete oder schon infizierte, noch in der Inkubation befindliche Menschen zu übertragen. Damit werden die ersten vor Infektion geschützt, bei den letzteren kann die schon stattgehabte Infektion sich nicht zur Krankheit weiterentwickeln. Die Menge des bei Impfung der Tiere verwendeten Impfstoffes richtet sieb hiebei nach dem Tier, dessen deutliche Reaktion angestrebt wird. Mit dem nach oben genanntem Verfahren hergestellten Impfstoff werden in diesem Fall a Iso zunächst gesunde Tiere geimpft und dann nach gewisser Zeit das Serum in bekannter Weise dadurch gewonnen, dass Blut zum Gerinnen gebracht und das abgeschiedene Serum sodann verwendet wird. <Desc/Clms Page number 2> Bei Ausführung des Verfahrens geht man beispielsweise folgendermassen vor : Menschenblut wird steril aus einer Vene entnommen, so dass es nicht gerinnt. Es werden hierauf von einem Teil dieses Blutes Formbestandteile und Blutplasma nach einer der bekannten Methoden getrennt, ohne das Plasma zu verändern. Der verbleibende Teil des entnommenen Menschenblutes wird nach einer der bekannten Methoden ultrafiltriert und das Ultrafiltrat als Verdünnungsflüssigkeit des vorher erhaltenen Blutplasmas im Verhältnis von 1 : 3 verwendet. Die so erhaltene Flüssigkeit wird mit bakteriendicht filtriertem Blut, Nasen- oder Rachenschleim masernkranker Menschen beimpft. Der so hergestellte und mit Filtratflüssigkeit verimpfte Nährboden wird sodann etwa 12 bis 16 Tage im Brutschrank aufbewahrt. Verdünnungen dieses Nährbodens dienen als Impfstoff. - ; Es ist im übrigen bereits bekannt, dass sich Rekonvaleszencenserum Masemkranker zu Schutz- impfungen eignet und das die Erreger der Masern Bakerienfilter zu dürchdringen-vermögen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines Masernschutzimpfstoffes aus bakteriendicht filtriertem Nasen-, Rachensekret oder Blut Masernkranker, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Sekreten oder im Blut enthaltene ultravisible Erreger der Masern von den ihn begleitenden visiblen Bakertien durch Filtration getrennt, das Filtrat auf einen Nährboden verimpft und im Brutschrank zum Wachsen gebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt dieses Verfahrens zur Erzeugung eines Masernschutzserums auf dem bekannten Weg über das Tier verwendet wird.3. Verfahren zur Herstellung eines Nährbodens zur Ausführung des Verfahrens nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man'vorteilhaft unveränderte Blutflüssigkeit, die zweckmässig, z. B. durch Zentrifugieren ungerinnbar gemachten Blutes, frei vonFormbestandteilen gemacht EMI2.1 wird, mit der man den Nährboden bereitet und welche den natürlichen Zustand des Blutes unverändert lässt, die natürliche chemisch-physikalische Reaktion des Blutes hinsichtlich der H-Ionen und der übrigen Anionen-und Kationenmengenverhältnisse bietet und imstande ist, diese Verhältnisse auch während des Keimwachstums aufrechtzuerhalten.
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