AT105352B - Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten.

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AT105352B
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resinous
resinous condensation
sulfochlorides
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Meilach Dr Melamid
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Meilach Dr Melamid
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten. 



   Bekanntlich entstehen durch Kondensation von Phenolen mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd in alkalischer, saurer oder neutraler Lösung Produkte. die harzartigen Charakter haben. 



   Die älteren dieser Verfahren liefern in der Regel übelriechende, durch Wirkung von Luft und Licht 
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 auch die daraus hergestellten   Lackanstriche   und Polituren. 



   Die neueren Verfahren, welche diese   Lbelstände   beseitigen wollen, erfordern entweder besonders reines Ausgangsmaterial, wie es in den technischen   Phenolgemischen   nicht geboten wird, oder grössere 
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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten, indem man die bei der Einwirkung von Formaldehyd auf Phenole bei Gegenwart von Basen bzw. von Säure primär entstehenden Phenolalkohole bzw. Dioxydiarylmethane in alkalischer Lüsung mit aroma- 
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 verwendet werden, weil eine Esterbildung. nicht aber eine   Anhydrisierung   erfolgen soll. 



   Bei der Anwendung von Phosgen trägt man der gasförmigen Natur und den Eigenschaften des Phosgens Rechnung, indem man z. B. in die mit Benzol   überschichtet   Phenolalkohollösung unter energischem Rühren die gleiche Menge Phosgen einleitet. Die Benzolschicht, die das Produkt enthält, wird dann von etwa anhaftender Lauge gewaschen, getrocknet und das Benzol abgetrieben. 



   Es ist nicht erforderlich, Sulfochloride von Kohlenwasserstoffen zu verwenden, sondern man kann auch Sulfoehloride solcher aromatischen Verbindungen anwenden, die noch   Karboxyl-oder Hydroxyl-   
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 vollkommen wie Naturharze verhalten. 



   Das Verfahren wird dann in der Weise ausgeführt, dass   Alkoholate mit Karboxyl-oder   Hydroxylgruppen enthaltenden   Sulfochloriden   bei Gegenwart   von Alkali miteinander in Reaktion gebracht werden.   Wesentlich ist hiebei, dass mindestens eine der in den reagierenden Körpern   enthaltenen   Hydroxyl- bzw. 
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 werden.   Zweckmässig   verwendet man noch einen   kleinen Alkaliübersehuss darüber   hinaus. 



   Man kann entweder die ganze Alkalimenge vor vornherein zuführen oder   man kann beim Vermischen   von zwei Hydroxyl- oder Karboxyl- oder beide Grappen enthaltenden Körpern zunächst nur den einen in Lauge lösen und dann dem andern Körper entsprechende Mengen Natronlauge allmählich zusetzen. 



     Selbstverständlich     kann man auch beliebige Mischungen   von   hydroxvl-oder karboxylhaltigen   
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 Mischungen dieser mit   andern Sulfochloriden. Wesentlich istaberinjedemFalledieAnwesenheitmindestens   einer Hydroxyl-oder Karboxylgruppe. 



   Die Harznatur der auf die oben angegebene Weise erhaltenen Körper kann durch Erhitzen im Vakuum zweckmässig auf Temperaturen von über   1000 wesentlich   verbessert werden. Man erhält dann Körper, die sich vollkommen wie Naturharze verhalten, sie sind hart, durchsichtig und weisen einen höheren Schmelzpunkt als die Ausgangsstoffe auf. 



   Man kann entweder die Harze in einem Lösungsmittel auflösen und den   Rückstand   nach Abdestillation des Lösungsmittels erhitzen oder man kann auch die Harze direkt erhitzen. 



   Beispielsweise kann man ein durch Kondensation von Kresolalkohol mit Sulfochlorid erhaltenes Harz in Alkohol oder Äther auflösen, das Lösungsmittel abdestillieren und den Rückstand nunmehr im Vakuum bis auf etwa 1100 erwärmen. Man erhält dann ein hartes, durchsichtiges Harz. 



   Ausführungsbeispiele :
1. 100 g des nach einer der bekannten Methoden hergestellten Kresolalkohols (aus technischem
Kresolgemisch) werden in einem geringen Überschuss   verdünnter   Natronlauge gelöst und bei einer Temperatur nicht über   30   mit   einer Lösung von 137 g Toluol-Sulfochlorid in 500 g Benzol mehrere Stunden gerührt. Die Benzolschicht, die das Produkt enthält, wird von eventuell anhaftender Lauge gewaschen, getrocknet und das Benzol abgetrieben. Das zurückgebliebene hellgelbe, harte Produkt ist in jeder Beziehung den natürlichen Harzen, wie Kopal usw., ähnlich. 



   2.100   g   Kresolalkohol in geringem Überschuss verdünnter Natronlauge gelöst, werden mit einer Lösung von   74 g   Essigsäureanhydrid in   400 g   Benzol oder einem andern geeigneten Lösungsmittel gerührt, die Lösung des Produktes gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel abgetrieben. 



     Manhatzwarbereits vorgeschlagen, harzaitige, in Alkali lösliche   Kondensationsprodukte aus Phenolen in Formaldehyd zu verestern. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, dass nicht die harzigen, sondern gerade die nichtharzait : gen Kondensationsprodukte weiter behandelt werden sollen. Hiedurch wird ein wesentlicher technischer Vorteil erreicht. Kondensiert man nämlich Phenol und Formaldehyd bis zur Bildung harzartiger Kondensationsprodukte, so wird ein grosser Teil der freien Hydroxylgruppen mitkondensiert und es entsteht bei der weiteren Behandlung ein Gemisch von Estern und   Niehtestern.   Die Gegenwart der bereits ven sterten Gruppen beeinflusst aber die Eigenschaften des Endproduktes in ungünstiger Weise.

   Bei der Erfindung wird die Kondensation nur so weit getrieben, dass nicht harzartige Produkte entstehen, es bleiben also alle Hydroxylgruppen unangegriffen, und diese werden erst bei dem weitergehenden Verfahren verestert. Auf diese Weise hat man es in der Hand. das Verfahren so zu leiten, wie man es gern haben möchte. 



   Man hat ferner vorgeschlagen, bei der Herstellung von Kondensationsprokduten aus Phenolen und Formaldehyd Säureanhydride zur Esterbildung zu verwenden. Das ist aber etwas ganz anderes als im vorliegenden Falle, bei dem die Säureanhydride ja an dem Verfahren selbst teilnehmen, indem sie in die zu erzeugenden Produkte eintreten. Schliesslich hat auch das Verfahren mit der an sich bekannten Herstellung der sogenannten Saliretine nichts zu tun. Diese Stoffe entstehen bei der Einwirkung von Essigsäureanhydrid auf Phenolalkohole. Verwendet man wie bei dem vorliegenden Verfahren mindestens molekulare Mengen oder sogar   einen Überschuss   an Säureanhydriden, so erfolgt nicht eine Anhydrisierung wie bei dem bekannten Verfahren, sondern eine Esterbildung und es entstehen luftbeständige, unlösliche
Körper von harzartige Natur. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolalkoholen bzw. Dioxydiarylmethanen, darin bestehend, dass man diese bei der Einwirkung von Formaldehyd auf Phenole in Gegenwart von Basen bzw. von Säuren primär entstehenden, niedrig molekularen, kristallnischen Verbindungen in alkalischer Lösung mit aromatischen Sulfochloriden, zweckmässig bei   300 nicht   wesentlich übersteigenden Temperaturen, behandelt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, gekennzeichnet durch die Verwendung von Phosgen an Stelle von aromatischen Sulfochloriden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von mindestens molekularen Mengen organischer Säureanhydride, insbesondere Essigsäureanhydrid an Stelle von organischen Sulfochloriden.
AT105352D 1918-12-27 1919-12-16 Verfahren zur Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten. AT105352B (de)

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