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Spielzeug mit in einem wassergefällten Hohlkörper befindlicher Tauchfigur.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die aus einem mit Wasser gefüllten Hohlkörper und einer im Wasser schwimmenden Figur besteht, welche dadurch zum Auf-und Niedersteigen gebracht werden kann, dass man auf einen nachgiebigen Teil des Hohlkörpers von aussen einen Druck ausübt.
Die Wirkung beruht bekanntlich darauf, dass eine Luftblase, die sich in der hohlen Figur befindet, durch den äusseren Druck zusammengedrückt wird und dementsprechend Wasser durch eine Öffnung in die Figur eintritt. Diese wird dadurch schwerer und sinkt nach unten, während sie beim Aufhören des äusseren Druckes infolge der Ausdehnung der Luftblase wieder leichter wird und emporsteigt.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art bestehen aus einer die Figur einschliessenden Glasröhre, deren Öffnung mit einer Membran überspannt ist, auf welche der Druck ausgeübt wird. Die Vorrichtungen dienen gewöhnlich nur zur Erläuterung physikalischer Erscheinungen, können aber nicht als Spielzeug benutzt werden, weil die Handhabung für Kinder zu schwierig ist. Denn sie müssen mit der einen Hand die Röhre halten und mit der andern Hand auf die Membran drücken. Dazu kommt, dass die Glasröhre leicht zerbrechen und das Kind verletzen kann. Ein Mangel der bekannten Vorrichtungen ist ferner, dass sie erfahrungsgemäss in kurzer Zeit unwirksam werden. Dies liegt darin, dass die Luft im Innern der Figur sich im Laufe der Zeit vermindert, indem sie entweder unmittelbar aus der Öffnung derselben entweicht oder von dem umgebenden Wasser aufgenommen wird.
Die Erfindung bezweckt, die Einrichtung so auszubilden, dass sie als Spielzeug auch für kleine Kinder benutzbar ist und dauernd wirksam bleibt. Dieser Zweck ist zunächst dadurch erreicht, dass der ganze Hohlkörper aus nachgiebigem Stoff, beispielsweise aus Zelluloid, besteht. Das Kind kann dann die Röhre an beliebiger Stelle mit einer Hand umfassen und mit derselben Hand einen mehr oder weniger starken Druck ausüben, um die eingeschlossene Figur zum Auf-und Niedersteigen zu bringen. Es ist ferner, wie später erläutert wird, Vorsorge getroffen, dass die in der Figur enthaltene Luft nicht entweichen oder vom umgebenden Wasser aufgenommen werden kann.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 das Spielzeug im Längsschnitt durch den Hohlkörper. Fig. 2 und 3 zeigen die eingeschlossene Figur im Längsschnitt in verschiedenen Lagen. In Fig. 4 und 5 ist eine Aus- führungsform des Spielzeugs veranschaulicht, bei welcher die in der Figur befindliche Luft in einem kleinen Hohlkörper eingeschlossen ist. Die Fig. 6-9 zeigen Ausführungsformen der Figur, bei denen die Luft auf andere Weise von dem umgebenden Wasser abgeschlossen ist.
Der Hohlkörper a, in welchem sich die Figur b befindet, hat die Form einer Röhre und besteht zweckmässig aus durchsichtigem Zelluloid, welches derart elastisch ist, dass es einem äusseren Drucke leicht nachgibt. Die Röhre ist oben und unten durch Kapseln mund n abgeschlossen. In der oberen Kapsel m befindet sich eine durch den Stöpsel v verschliessbare Öffnung, durch welche die Röhre mit Wasser gefüllt werden kann. Die Figur b ist hohl und gemäss Fig. 2 und 3 bis auf die Luftblase I mit Wasser gefüllt. In der Wandung der Figur befindet sich ein kleines Loch e, durch welches hindurch der Druck des äusseren Wassers sich auf das im Innern der Figur befindliche Wasser fortpflanzt.
An das Loch e schliesst sich ein kurzes Rohrstückchen t an, welches bewirkt, dass die Luftblase I bei keiner Lage der Röhre a entweichen kann. Steht nämlich die Figur gemäss Fig. 2 in aufrechter Lage, so befindet sich die Luftblase I im Kopf. Sind die Füsse nach Umkehrung der Röhre nach aufwärts gerichtet oder liegt die Figur auf dem Rücken, so befindet sich die Luftblase in dem geschlossenen Fussteil oder in der Bauch-
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gegend. Liegt die Figur aber gemäss Fig. 3 auf dem Bauche, so umgibt die Luftblase das Röhrchen und kann ebenfalls nicht entweichen.
Um ganz sicher zu erreichen, dass die in der Figur befindliche Luft auch im Laufe längerer Zeit durch das Wasser nicht aufgenommen wird oder durch feinste Öffnungen der Figur entweicht, wird ferner die Luft gemäss der Erfindung in einem kleinen elastischen Hohlkörper eingeschlossen, der beliebige Form und Ausbildung erhalten kann.
Gemäss den Fig. 4 und 5 ist der kleine Hohlkörper g als Kugel oder Ball ausgebildet, der beispielsweise aus Gummi besteht. Der Ball g hält die Figur, in deren Fuss die kleine Öffnung ? vorgesehen ist, gewöhnlich in der oberen Lage schwimmend. Beim Zusammendrücken der Röhre verringert sich das Volumen des Bläschens, wie in der Zeichnung deutlich gemacht ist, und die Figur sinkt zu Boden. Die
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hindert.
Gemäss Fig. 6 bildet der Kopf der Figur b den die Luft enthaltenden Hohlkörper g. Der Halsansatz c des Kopfes ist mit einer Gummihaut d überspannt, deren Rand luftdicht zwischen dem Halsansatz und dem oberen Bumpfteil eingeschlossen ist. Der Rumpf ist mit Wasser gefüllt und in der Sohle der Figur befindet sich das kleine Loch o, durch welches sich der äussere Druck auf das im Rumpf befindliche Wasser fortpflanzt. Dieser Diuek wölbt die Gummihaut d, wie strichpunktiert angegeben, nach aufwärts. Auf diese Weise wird ein Teil des ursprünglichen Luftraumes durch Wasser eingenommen. Die Figur wird also schwerer und sinkt zu Boden.
Bei der Schwimmfigur nach Fig. 7 ist die Kopfbedeckung derselben als der die Luft enthaltende
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dieser liegt mit ihrem Rande eine zweite Schale i. Beide Schalen sind luftdicht miteinander verbunden, so dass sie eine Kappe bilden, die in ihrem oberen Teil einen Hut oder eine Mütze darstellt. Die Böden der Schalen oder nur einer von ihnen sind derart dünn, dass sie dem verstärkten Drucke des umgebenden Wassers leicht nachgeben. Der Körper der Figur b ist mit Wasser gefiült.
Gemäss Fig. 8 dient die ganze Figur als Luftbehälter g. In ihrem Rumpf ist ein Rohr r eingebaut.
In diesem befindet sich ein Schlitz s, der mit einer Membran t überspannt ist. Beim Wachsen des Wasserdruckes in dem Rohr l'wölbt sich, wie strichpunktiert angedeutet, die Membran in den luftgefüllten Hohlraum der Figur hinein. Der mit der Membran t überspannte Schlitz könnte natürlich auch unmittelbar in der Wandung der Figur vorgesehen sein.
Die Figur nach Fig. 9 stellt ebenfalls als ganze den luftgefüllten Hohlkörper g dar. Sie unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 8 dadurch, dass nicht eine besondere Membran vorgesehen ist, sondern dass die Körperwand w derart elastisch ist, dass sie insbesondere im Brust-und Rückenteil, wie die strichpunktierten Linien angeben, dem erhöhten Wasserdrucke nachgibt.
In allen Fällen ist die der Volumenänderung unterworfene Luft von dem umgebenden Wasser
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spielzeug mit in einem wassergefiwten Hohlkörper befindlicher Tauchfigur, welche durch einen Druck von aussen auf den Hohlkörper zum Nieder-und Hochsteigen gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (a) aus elastischem Material besteht, so dass der Druck an jeder beliebigen Stelle seiner Wandung ausgeübt werden kann.