<Desc/Clms Page number 1>
Seifenstück.
Die Erfindung betrifft ein Seifenstuek, das einen oder mehrere durchgehende mit besonderen Stoffen gefüllte Kanäle oder Löcher besitzt. Das Wesen der Eifindmg besteht in erster Linie darin, dass die Füll- masse für die durchgehenden Kanäle solche Stoffe enthält, die sich bei direkter Vermischung mit Seife
EMI1.1
stellung einer haltbaren Seife nicht möglich wäre. Beispielsweise gibt es gewisse an sich für Seifen sehr brauchbare und wertvolle Parfüms, die doch bei Vermischung mit der Seifenmasse, insbesondere durch das Alkali der Seife, bald zersetzt werden und dadurch ihren Wohlgerueh verlieren.
Verwendet man derartige Parfüms aber als Bestandteil einer konsistenten Creme oder einer Paste und füllt diese in den oder die durchgehenden Kanäle des Seifenstüeks, so bleibt der Wohlgerueh der Seife dauernd erhalten.
Hiefür kommen insbesondere die zarten durch sogenannte Enfleurage in Frankreich gewonnenen Parfüms aus Blumen, aber auch solche in Betracht, die aus Fichten-und Edeltannennadeln gewonnen werden.
Entsprechendes gilt für viele Arzneistoffe und kosmetische Mittel, die ebenfalls im Gemisch mit Seife nicht dauernd haltbar sind ; auch sie können gemäss der Erfindung mit der Seife in solcher Form vereinigt werden, dass sie sich dauernd halten und erst bei Benutzung der Seife sich damit vermischen.
Man kann auch in der angegebenen Weise mehrere verschiedenartige Stoffe, z. B. einerseits ein Parfüm, anderseits ein Medikament getrennt voneinander in Form von Pasten, Salben od. dgl. in der Seife unterbringen, indem man für jeden dieser pasten-oder salbenformigen Stoffe einen oder mehrere besondere Kanäle in dem Seifenstück vorsieht. So 1-, sen sich in einfachster Weise Stoffe gemeinsam mit der Seife zur Anwendung bringen, die sich bei vermischter Aufbewahrung gegenseitig verändern bzw. zersetzen würden.
Am zweckmässigsten erscheint es, die Seifenstücke in der Querachse mit einem durchgehenden Mittelkanal von geeignetem Durchmesser zu versehen und diesen mit der Creme, der Paste, Salbe od. dgl. zu füllen. Die Konsistenz dieser Füllmassen muss zweckmässig so gewählt werden, dass sie bei Benutzung der Seife nicht in höherem Masse verbraucht und aus dem Kanal oder Loch herausgespült bzw.-gewaschen werden, wie die Abnutzung des Seifenstückes selbst stattfindet. Als Träger für die Parfüms od. dgl. wird vorzugsweise ein Stearinereme benutzt. In andern Fällen können dafür Fette bzw. ein Gemisch von Fett und Wachs verwendet werden, die sich gegenüber empfindlichen Ölen u. dgl. vollkommen neutral verhalten und keinerlei Zersetzung veranlassen.
Reibt man sich mit einem derartigen Seifenstück in der üblichen Weise die Hände ein, so gelangt gleichzeitig mit der Seifenmasse ein entsprechender Anteil der Creme, der Salbe od. dgL auf die Haut und wird dann beim Verreiben und der Schaumbildung mit der Seife innig vermischt, so dass das Parfüm, Medikament od. dgl. mit der Seife zur vollen Wirksamkeit auf die Haut kommt. Die in der Regel stangenoder strangförmige Seele aus Creme, Paste, Salbe od. dgl. kann entweder in der gleichen Farbe gefärbt sein wie das übrige Seifenstüek, so dass sie sich davon äusserlich nicht oder nur wenig abhebt ; sie kann aber auch in besonderer, anderer Weise gefärbt sein, so dass sie auch schon äusserlich deutlich in Er- scheinung tritt, und kann auf ihren Stirnflächen auf Wunsch mit besonderen Prägungen versehen werden.
Auf Wunsch kann man die äusseren Enden dieser Seele oder Stange, welche die Seife durchquert, mit einem Schutzüberzug aus einer festen, sich in Wasser lösenden Masse versehen, die entweder aus Seife selbst oder aber auch aus andern geeigneten Stoffen bestehen kann und dazu bestimmt ist, ein etwaiges Erweichen der Creme, der Paste oder Salbe beim Lagern des noch unbenutzten Seifenstückes an zu warmen Orten unschädlich zu machen. Für Verwendung der Seife an sehr warmen oder heissen Orten, z. B. in den Tropen, kann es auch wünschenswert sein, sie mit leicht abnehmbaren Verschlusskapseln oder-deckeln für die Öffnungen der durchgehenden Kanäle zu versehen, beispielsweise mit flachen Deckeln oder Kapseln aus Zelluloid od. dgl., deren Innenflansch in die Kanalbohrungen des Seifenstückes hineinpasst.
Man muss dann bei jedesmaliger Benutzung des Seifenstückes diese Kapseln oder Deckel zunächst entfernen und nach erfolgter Benutzung wieder einsetzen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.