DE428651C - Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DesinfektionsmittelnInfo
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Classifications
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- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N65/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln. Die Erfindung betrifft die weitere Verarbeitung des nach dem durch das Patent 405314 geschützten Verfahren gewonnenen reinen Sinalbinsenföles zur Herstellung von als Desinfektionsmittel zu verwendenden Senfzubereitungen, welche nicht nach Senföl riechen und bei gewöhnlicher Temperatur haltbar sind.
- Es ist bekannt, daß der Samen des weißen Senfes wie der Samen des schwarzen Senfes für verschiedene Zwecke gebraucht wird. Der Samen des weißen Senfes kommt auch zusammen mit dem Samen des schwarzen Senfes zur Anwendung, wobei er dessen Wirkung erhöht. Von den Eigenschaften der beiden Samenarten und ihrer Bestandteile wurde bereits in einer Reihe von Fällen für die Herstellung von verschiedenartigen Senfzubereitungen, wie Senfessig, Senfmolken, Senfwasser, Senfsirup, Senfspiritus, Senfstift, Senftinktur u. a., Gebrauch gemacht. Als eigentlich wirksamer, von dem Senfsamen herrührender Bestandteil wird den bekannten Zubereitungen dieser Art entweder Senfpulver als solches, das Senföl entwickelt, oder unmittelbar das aus dem Samen des schwarzen Senfes gewonnene reine ätherische Allylsenföl zugesetzt. Die Verwendung von Senfpulver für den genannten Zweck hat den Nachteil, daß in der Masse außer dem aktiven Senföl noch Cellulosen, Hemicellulosen, Myrosin und andere Stoffe enthalten sind, die zu der beabsichtigten Wirkung nicht nur nichts beitragen, dieselbe vielmehr noch abschwächen. Die angeführten Nachteile sind bei dem Gebrauche des reinen Allylsenföles allerdings nicht vorhanden; dafür hat aber das Allylsenföl andere unerwünschte Eigenschaften, welche gegen seine Verwendung sprechen; das ist vor allem ein stechender, zü Tränen reizender Geruch, verbunden mit einer schon bei gewöhnlicher Temperatur vorhandenen starken Flüchtigkeit, welche zugleich auf die Atmungsorgane eine ätzende Wirkung ausübt.
- Die Erfindung besteht darin, daß für die Herstellung der als Desinfektionsmittel dienenden Zubereitungen lediglich das aus dem Samen des weißen Senfes gewonnene Sinalbinsenföl Anwendung findet. Dieses Senföl ist bis heute nur in ganz geringen Mengen, und zwar nur für wissenschaftliche oder für Laboratoriumszwecke, aus dem Samen des weißen Senfes hergestellt worden. Es ist nirgends käuflich und daher für gewerbliche Zwecke bisher überhaupt noch nicht verwendet. - Erst durch das Patent 405314 ist ein Verfahren bekannt geworden, das eine einfache und billige Herstellung reinen Sinalbinsenföles gestattet.
- Das Sinalbinsenföl hat gegenüber dem Allylsenföl verschiedene Eigenschaften, die es vor dem Allylsenföl auszeichnen; so ist es vor allem geruchlos und auch nicht flüchtig; weiter unterscheidet sich das- Sinalbinsenföl, das in seiner Wirkung weniger scharf ist als das Allylsenföl, von dem Allylsenföl auch noch dadurch, daß es sich schon bei mäßiger Temperatur zersetzt und seine Schärfe verliert, während das an und für sich schärfere Allylsenföl auch bei höherer Temperatur untersetzt mit Wasserdämpfen flüchtig ist und seine Schärfe beibehält. Da sich mit der Schärfe des Sinalbinsenföles auf den verschiedenen Anwendungsgebieten die gleichen Wirkungen erzielen lassen wie mit der des AllyIsenföles, so ist die Ersetzung des Allylsenföles durch das Sinalbinsenföl insbesondere da vorteilhaft, wo der intensive Geruch oder die Flüchtigkeit des Allylsenföles seiner Verwendung im Wege stehen. Wichtig ist es ferner für bestimmte Zwecke, daß schon verhältnismäßig niedrige Temperaturen ein mit dem Verlust der Schärfe verbundenes Zerfallen des Sinalbinsenföles herbeiführen, weshalb gegen die Anwendung des Sinalbinsenföles in solchen fällen Bedenken nicht bestehen, in denen das Allylsenföl wegen seiner Beständigkeit selbst höheren Temperaturen gegenüber mehr oder weniger giftig wirkt und sein Gebrauch nicht ratsam erscheint. Die leichte und schon bei mäßigen Temperaturen auftretende Zersetzung des Sinalbinsenföles gibt die Möglichkeit, gegebenenfalls durch Teriiperaturerhöhung oder Wärmezuführung, z. B. durch Auflegen von heißen Kompressen oder in anderer Weise, die Schärfe des Sinalbinsenfölzusatzes der Zubereitung nach einer gewünschten Wirkungsdauer abzuschwächen oder ganz auszuschalten, also die Wirkung des Sinalbinsenföles ganz oder teilweise aufzuheben. Die unter Anwendung von Sinalbinsenföl hergestellten, als Desinfektionsmittel dienenden Stoffe sind infolge der Nichtflüchtigkeit dieses Öles viel haltbarer sowie einfacher, leichter und länger aufzubewahren als die unter Verwendung von Senfpulver oder von Allylsenföl angefertigten gleichen Produkte, wovon die aus Senfpulver hergestellten Zubereitungen außerdem noch stark hygroskopische Eigenschaften zeigen.
- Die Anwendung des Sinalbinsenföles ist naturgemäß nicht nur auf die bereits gebräuchlichen Senfzubereitungen mit desinfizierender Wirkung beschränkt; das Sinalbinsenföl kann immer dann an Stelle von Senfpulver oder Allylsenföl benutzt werden, wenn es sich um einen geruchlosen und nicht flüchtigen Zusatz von Senfschärfe handelt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln, gekennzeichnet durch die Verwendung von nach dem Patent 405314 hergestelltem geruchlosen und nicht flüchtigem reinen Sinalbinsenföl.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch mäßige Temperaturerhöhung dem Desinfektionsmittel die Senfschärfe ganz oder teilweise genommen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH70424D DE428651C (de) | 1924-05-06 | 1924-05-06 | Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln |
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| DE428651C true DE428651C (de) | 1926-05-14 |
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| DESCH70424D Expired DE428651C (de) | 1924-05-06 | 1924-05-06 | Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln |
Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008064365A1 (de) * | 2008-12-22 | 2010-06-24 | Peter Jentsch | Beschichtungsmittel zum Desinfizieren einer Oberfläche |
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1924
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Cited By (2)
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| DE102008064365A1 (de) * | 2008-12-22 | 2010-06-24 | Peter Jentsch | Beschichtungsmittel zum Desinfizieren einer Oberfläche |
| DE102008064365B4 (de) * | 2008-12-22 | 2014-12-04 | Manouchehr Abdolali | Beschichtungsmittel zum Desinfizieren einer Oberfläche |
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