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Flüssigkeitsstands-Fernanzeiger.
Es wurden bereits Flüssigkeitsstandsfernanzeiger in Vorschlag gebracht, bei welchen der Anzeigebehälter durch Abwärtsführung der Anschlüsse tiefgelegt ist. Zunächst wurde vorgeschlagen, den tiefgelegten Anzeigebehälter mit Quecksilber zu füllen und auf dieses die Behälterflüssigkeit einwirken zu lassen.
Da aber der aus den verschiedenen Höhen der Behälterflüssigkeitssäulen in den Anschlussröhren sich ergebende Höhenunterschied zwischen den Quecksilbersäulen im Anzeigebehälter zu gering ist, um den Behälterflüssigkeitsstand daran ablesen zu können, wurde der erwähnte Vorschlag zugunsten einer Anordnung fallengelassen, bei welcher ein aus einer umgekehrt U-förmigen Röhre bestehendes Schauglas vorgesehen ist, in welches eine unter dem Einfluss der Flüssigkeitssäulen in den beiden Anschlussröhren stehende Luftsäule eingeschaltet ist. Entsprechend den verschieden hohen Flüssigkeitssäulen in den Anschlussröhren ergeben sich verschieden lange Zweige der Luftsäule in den beiden Schenkeln der U-Röhre.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass das Volumen der Luftsäule vom Druck abhängig und unbestimmt ist, und dass zur Einstellung desselben besondere Lufteinlass-und Flüssigkeitsauslasshähne erforderlich sind.
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der Behälterflüssigkeit, das an einem gewöhnlichen Anzeiger ersichtliche Bild des Flüssigkeitsstandes sich im tiefgelegten Anzeigebehälter des Fernanzeigers genau widerspiegelt, indem der Höhenunterschied zwischen den beiden Spiegeln der Anzeigeflüssigkeit dem Höhenunterschied zwischen den Flüssigkeitsspiegeln im Behälter oder Kessel und in dem an den Dampf-oder Luftraum des Kessels angeschlossenen Röhrenschenkel gleichkommt.
Zur Vermeidung verhängnisvoller Irrtümer ist es von grösster Wichtigkeit, dass der Heizer stets den Flüssigkeitsstand in seiner natürlichen Grösse vor Augen und denselben nicht erst mit Hilfe von Verhältniszahlen festzustellen hat.
Falls es schwierig srin sollte, z. B. für Dampfkessel eine geeignete Anzeigeflüssigkeit zu beschaffen, deren spezifisches Gewicht genau 2 ist, so kann ein dem Höhenunterschied zwischen den Flüssigkeitsspiegeln im Kessel und in dem an den Dampfraum angeschlossenen Röhrenschenkel entsprechender Abstand zwischen den Flüssigkeitsspiegeln der Anzeigeflüssigkeit durch Schräglegung des die letztere aufnehmenden Anzeigebehälters hergestellt werden.
Auf der Zeichnung ist ein gemäss der Erfindung ausgebildeter Wasserstandsanzeiger für einen Dampfkessel veranschaulicht.
Der Wasserstandsanzeiger besteht aus einer U-förmig nach abwärts gekrümmten Röhre a, b, deren Schenkel a unterhalb und deren Schenkel b oberhalb des Wasserspiegels an den Kessel angeschlossen ist. Die beiden Röhrcnschenkel sind vollständig mit Wasser gefüllt. Zwischen den Wassersäulen beider Röhrenschenkel ist an der tiefsten Stelle, an welcher beide Schenkel miteinander verbunden sind, eine Anzeigeflüssigkeit c eingeschaltet, deren spezifisches Gewicht doppelt oder annähernd doppelt so gross ist als dasjenige des Wassers, so dass die Flüssigkeit c ihre Lage zwischen den beiden Wassersäulen stets beibehält.
Durch eine oberhalb des Schenkels b angeordnete Kühlfläche d wird soviel Dampf kondensiert,
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in den beiden Röhrenschcnkeln entspricht daher dem Höhenunterschied zwischen dem Flüssigkeitspiegel im Kessel und der Ansehlussstelle des Röhrensehenkels b an den Kessel. Bei einer Anzeigeflüssigkeit mit dem spezifischen Gewicht 2 entspricht der letzterwähnte Höhenunterschied genau dem Höhenunterschied der beiden Flüssigkeitsspiegel der Anzeigeflüssigkeit in den beiden Schenkeln des Sehauglases.
Im Bereiche der Schwankungen des Flüssigkeitsspiegels der Anzeigeflüssigkeit ist im Röhren- schenkel a eine Erweiterung a1. vorgesehen. Die Schwankungen sind daher mit ausreichender Genauigkeit an der Röhre b abzulesen. Um die Spiegel der Anzeigeflüssigkeit deutlich sichtbar zu machen, können Schwimmkörper mit-einem entsprechenden spezifischen Gewicht zwischen die beiden Flüssigkeiten eingeschaltet werden.
Als Anzeigeflüssigkeit kann irgendeine Flüssigkeit verwendet werden, die nicht in Diffussion mit Wasser oder einer andern Flüssigkeit tritt. Versuche mit Äthylenbromid vom spezifischen Gewicht 2 zeitigten befriedigende Ergebnisse.