AT104120B - Verfahren zur Herstellung von gut druckfähigen Farben für graphische Zwecke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gut druckfähigen Farben für graphische Zwecke.

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AT104120B
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   Die   fabrikmässig   Herstellung von mit Ölen, Firnissen, Lacken und Fetten aller Alt fein vermischen Farben wird nach der allgemein   üblichen     Methode durch Verreiben   der mit den genannten Fettstoffen vermischten trockenen Pigmentfarben oder Pigmentfarbstoffe auf geeigneten Mühlen oder Reibmaschinen vorgenommen. Es ist also nach dieser Methode notwendig, die auf nassem Wege dargestellten Pigmentfarben oder Pigmentfarbstoffe nach erfolgtem Filtrieren und Pressen zu trocknen und zu pulvern, worauf die Mischung mit dem betreffenden Fett und die Verroibung stattfindet.

   Die Tatsache, dass es nicht möglich ist, ein auf nassem Wege hergestelltes Pigment nach dem Trocknen und Pulvern wieder in demselben Feinheitsgrade zu erhalten, den es in nassem Zustande besass, führte in den Farbenfabriken schon seit längerer Zeit zu Versuchen, den noch feuchten, abgepressten Farbteig direkt mit dem betreffenden Öl oder Fett zu vermischen. Es zeigte sich, dass bei intensivem Rühren in einer   Knet- oder Mischl11aschine schon   in der Kälte bei manchen Farben eine mehr oder minder vollständige Abscheidung von Wasser stattfand und an Stelle des austretenden Wassers das Fett sich mit der Farbe fein vermischte. Doch gelang es auf diesem Wege nicht, das Wasser sicher und vollständig aus der Mischung zu entfernen. 



   Die Entfernung des Wassers durch Anwendung von Wärme zu unterstützen, eine Massregel, die im allgemeinen als naheliegend anzusehen wäre, verbat sich aus dem Grunde, weil schon bei Temperaturen von über 70  eine starke Verdickung des Teiges eintrat und die Feinheit des Kornes verloren ging. Die Empfindlichkeit der graphischen Farben gegen zu hohe Temperaturen ist so gross, dass man im Gegenteil beim Anreiben trockener Farben die Erhöhung der Temperatur durch die Reibungswärme strenge zu vermeiden sucht. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass man durch Anwendung von Wärme die Abscheidung des Wassers aus der Mischung von Pigment und Fett genügend befördern kann, ohne die Beschaffenheit des Endproduktes zu gefährden, indem man gleichzeitig möglichst hohes Vakuum anwendet. Die Anwendung von Vakuum ist für die Durchführbarkeit des Verfahrens entscheidend. Arbeitet man nämlich bei Atmo-   sphärendruck,   so ist das Wasser aus der Mischung nicht unter 120  wegzubringen, eine Temperatur, die weit über jener liegt, bei der bereits eine Verschlechterung der Farben einzutreten beginnt und bei der demgemäss ganz unbrauchbare Produkte erhalten werden. Aber nicht nur bei zu hoher, auch bei zu lange währender Erhitzung tritt eine übermässige Verdickung der Farben ein, so dass es sehr wichtig ist, die Entwässerung genügend rasch   durchzuführen.   



   Ein dem Verfahren gemäss der Erfindung analoges Verfahren ist, wie bereits eingangs erwähnt, bei der Herstellung von Farben für das graphische Gewerbe nicht bekannt. Wohl hat man schon Ölbleiweiss, das keine graphische Farbe ist, unter Anwendung von Luftleere entwässert, doch ist der Charakter dieser Farbe und sind die Bedingungen für die Entwässerung so verschieden von den für die graphische 
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 des Materials ermöglicht und erfolgt jetzt allgemein ohne Erwärmung und ohne Anwendung von vermindertem Luftdruck durch Auskneten in der Kälte. 



   Die britische Patentschrift Nr. 4040 A. D. 1909 beschreibt wohl die Herstellung von Druckfarben unter Erwärmen, jedoch bei   Atmosphärendruck,   eine Arbeitsmethode, die aus den oben dargelegten Gründen zu praktisch unbrauchbaren Produkten führen muss. 

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 wendung der Druckfarben, da sich herausgestellt hat, dass ein Auswaschen der Druckformen bei Verwendung der Farben gemäss der Erfindung viel seltener erforderlich ist.

   So ergab sich bei Versuchen, dass eine aus trockener Farbe und Firnis erzeugte, möglichst fein auf Reibmaschinen verriebene Farbe ein Auswaschen der Form bereits nach 2000 Drucken notwendig machte, während beim Druck mit der erfindungsgemäss hergestellten Farbe auch nach 3000 Drucken kein Verschmieren der feinen Rasterpartien zu bemerken war ; Anderseits bringt das Verfahren eine Verbesserung des Feinheitsgrades beim Endprodukt mit sich, was besonders für solche Pigmente zutrifft, welche nach dem Trocknen sehr hart zu werden pflegen und infolgedessen bei der   üblichen   Verreibung auf   Reibmaschinen   Schwierigkeiten verursachen.

   Zudem büsst die Mehrzahl der hochbrillanten unechten Teerfarblacke durch das lange Trocknen in der Trockenkammer einen Teil ihrer Schönheit ein, was das vorliegende Verfahren durch die Schnelligkeit seiner Arbeitsweise vermeidet. Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Farben besitzen eine wesentlich grössere Leuchtkraft und Transparenz, gleichfalls Folgen der feineren Verteilung. 



   Beispiel 1 : 5 kg Buchdruckfirnis, schwach (reiner   Leinölfirnis), 13/cg Viridingrün   in Teig von 38% Trockengehalt (Farblack, bestehend aus Tonerdehydrat,   Blance   fixe, Säuregrün und Naphtolgelb in Form ihrer Barytlacke) werden in einem mit Dampfheizung versehenen und an eine Vakuumpumpe angeschlossenen Rührwerk mit Dampf von etwa 3 Atm. bei einem Druck von etwa 110 mm Quecksilbersäule und einer Temperatur von   500 C 2-3   Stunden gekocht. Nach dieser Zeit ist das gesamte Wasser im Gewicht von etwa 8 kg verdampft und im   Rührwerk   befindet sich die gebrauchsfertige Druckfarbe, welche direkt oder nach einmaligem leichten Passieren einer Reibmaschine (um etwaige zufällige Unreinigkeiten zurückzuhalten) ihrer Verwendung zugeführt werden kann. 



    B eis piel 2 : 565 kg Chromgelb (50% Trockengehalt) (Bleisulfochromat), 108 leg Leinölfirnis, schwach,   werden nach erfolgter Mischung 5 Stunden lang einem Druck von 90 mm Quecksilbersäule und 45  C gekocht, zum Schluss wird die Temperatur auf 65  C gesteigert, um den Rest des Wassers zu entfernen. 



  Die   Ausbeute -beträgt 392 leg.   



   Beispiel 3 : 388 kg Mischweiss von 46% Trockengehalt (bestehend aus einem Gemenge von Tonerdehydrat und Blance fixe), 96 kg Leinölfirnis, sehr schwach, werden nach erfolgter Mischung 7 Stunden bei einem Druck von 100   mm Quecksilbersäule   und einer Temperatur von   480 C gekocht,   zum Schluss wie vorher wieder auf zirka   65'C erhitzt. Ausbeute   :   275 7eg.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von gut druekfähigen Farben für graphische Zwecke, Buchdruck, Steindruck, Lichtdruck usw. durch Vermengen von auf nassem Wege erzeugten Pigmentfarb5toffm oder Pigmentfarben in noch nassem Zustande mit für graphische Zwecke geeigneten Firnissen oder andern Druckmitteln und Entfernung des Wassers mittels Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Temperaturen von 700 bleibt und die Entfernung des Wassers durch Evakuierung auf Drucke von 160 mm Quecksilbersäule oder geringere Drucke unterstützt.
AT104120D 1922-09-22 1922-09-22 Verfahren zur Herstellung von gut druckfähigen Farben für graphische Zwecke. AT104120B (de)

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