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Speicher für Dünger.
Soll der Gehalt des frischen Düngers an wertvollen Bestandteilen während der Lagerung keine Verringerung erleiden, so muss frische Luft abgehalten, ein Austrocknen vermieden und der Verlust
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Lagerung auf Dungstätten entspricht den für die gute Konservierung des Düngers erforderlichen Be- dingungen nur insofern, als das wasserdichte Stein pflaster ein Versickern flüssiger Bestandteile verhindert.
Die wertvollen gasförmigen Bestandteile gehen aber infolge der grossen freien Oberfläche des auf Düng- stätten lagernden Düngers verloren.
Die dargelegten Cbelstände werden zum Teil vermieden, wenn die Lagerung des Düngers in Gruben erfolgt, die mit einer wasserundurchlässigen Auskleidung versehen sind. Solche Gruben erscheinen aber nur in kleinen Landwirtschaftsbetrieben anwendbar, wo mit verl1ältnismässig seichten Gruben das Auslangen
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Ein auf dem Boden aufgebauter Behälter nach Art eines Speichers bietet hinsichtlich der Kon- servierung des Düngers die gleichen Vorteile, wie sie mit einem brunnenartigen Schacht erreichbar wären, ist aber, da der Erdaushub entfällt, mit wesentlich geringeren Kosten herstellbar. Die Entleerbarkeit eines solchen Behälters wird dadurch ermöglicht, dass er mit einem abnehmbaren Mantel ausgestattet wird.
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Ein wesentlicher Unterschied des Erfindungsgegenstandes gegenüber dem Futtersilo besteht schliesslich darin, dass die Türen im Mantel erspart werden, die bei starrer Verbindung der Hölzer vorgesehen sein müssen, um den Inhalt ausheben zu können.
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durch spannbare Reifen 7 umschnürt. Die aneinander liegenden Wangen der Hölzer sind mit Rillen 8 ausgestattet, welche austretende flüssige Bestandteile nach der Rinne 2 ableiten. Bei Verwendung von lUcmstarkenKanthölzernkannderSilospeicherbeieinemDurchmesservon 4m eine Höhe von 5 m erhalten.
Er macht dann zur Füllung einfache Hebevorrichtungen erforderlich, welche den Dünger in die zentrale Öffnung einer auf den Mantel aufgesetzten Überdachung 9 werfen. Gegebenenfalls kann ein Dach erspart werden, weil der Mantel hinreichenden Schutz gegen das Entweichen der gasförmigen Bestandteile bietet. Dazu kommt noch, dass beim üblichen Berieseln des Speicherinhaltes, das bei Wiesenwirtschaft mit Wasser, bei Ackerwirtschaft mit Jauche erfolgt, ein grosser Teil der Gase absorbiert wird und wieder in den Dünger zurück gelangt, so dass ein Verlust an wertvollen Bestandteilen nicht eintreten kann. Der turmartig Aufbau bietet auch die Gewähr, dass die aufgeschüttete Flüssigkeit die ganze Masse durchdringt und ein Austrocknen durchaus vermieden ist.
Wird die Verwendung von Jauche vorgezogen, so kann die Berieselung bis zur Auslaugung des Düngers gesteigert werden, ein Vorteil, der bei Lagerung des Düngers auf Düngstätten nicht erreichbar ist.
Die Abfuhr des Düngers vollzieht sich in der Weise, dass der Mantel entfernt wird, indem die Spannreifen gelöst und die Kanthölzer abgenommen werden. Die Düngermasse ruht sodann als freistehender Stapel auf der Fundamentplatte und kann, ohne gesundheitlichen Schaden der Arbeitsmannschaft befürchten zu müssen, abgetragen werden, weil die Luft von allen Seiten Zugang erhält. Da der Abtransport der grossen Menge viele Tage erfordert, ist es vorteilhaft, die Kanthölzer während dessen nicht zur Seite zu legen, sondern auf einem zweiten Fundament 1 a wieder zu einem Speicher zusammenzubauen und zu neuerlicher Füllung bereit zu stellen. Um den Aufbau zu erleichtern, bedient man sich eines einfachen Gerüstes 10, das im wesentlichen aus einem auf Konsolen aufruhenden Reifen aus Winkeleisen besteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Speicher für Dünger, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus im Kreis angeordneten, stehenden Hölzern (5) besteht, die durch Spannreifen (7) derart zusammengehalten sind, dass der Speicher bei der Entnahme des Inhaltes leicht zerlegt werden kann.