DE680477C - Lagerstaette zur Aufbewahrung von Kartoffeln - Google Patents

Lagerstaette zur Aufbewahrung von Kartoffeln

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DE680477C
DE680477C DED73360D DED0073360D DE680477C DE 680477 C DE680477 C DE 680477C DE D73360 D DED73360 D DE D73360D DE D0073360 D DED0073360 D DE D0073360D DE 680477 C DE680477 C DE 680477C
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DE
Germany
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potatoes
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cellar
earth
side walls
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DED73360D
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CHRISTIAN DIEDERICHS
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CHRISTIAN DIEDERICHS
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D88/00Large containers
    • B65D88/76Large containers for use underground

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Storage Of Harvested Produce (AREA)

Description

  • Lagerstätte zur Aufbewahrung von Kartoffeln Es ist eine bekannte Tatsache, daß in jedem Jahre :durch unsachgemäße Lagerung bzw. Aufbewahrung von Kartoffeln, Gemüse u. dgl. ein beträchtlicher Teil an Nahrungsmitteln verdirbt, wodurch dem Volksvermögen erhebliche Werte verlorengehen. Dabei handelt es sich hier weniger um Vorkommnisse im ,großen als um solche in den einzelnen Haushaltungen. So ist z. B. immer wieder festzustellen, daß eine große Zahl der Haushalte, die Kartoffeln einkellern, bereits Anfang des Jahres stark keimende und daher welk und kraftlos ,gewordene oder infolge Frostes oder zü großen Feuchtigkeitsgehaltes der Kellerluft arg faulende Kartoffeln besitzt. Der Grund hierfür liegt weniger in der Unachtsamkeit der Einkellernden bezüglich der Verwendung entsprechender Aufbewahrungsbehälter als fast ausschließlich in der schlechten Beschaffenheit bzw. Ungeeignetheit des Kellers selbst, der in dem einen Falle meist zu warm und hell und im anderen Falle gegen das Eindringen von Kälte und Feuchtigkeit ungeschützt ist. Das vorzeitige Keimen der Kartoffeln setzt dabei in den Wohnhäusern besonders zeitig ein, wo eine Dampf-oder Warmwasserheizung im Kellergeschoß untergebracht ist, weil dadurch ;die Kellerräume einer gewissen Erwärmung ausgesetzt sind. Man hat- schon vorgeschlagen, Kartoffeln, Gemüse u. dgl. .dadurch dem Verderb zu entziehen, daß man entlang .den Tragwänden der zur Aufbewahrung dienenden Räume Behälter mit durchbrochenen Wandungen z. B. aus Drahtgeflecht aufschichtet, die mit Bodenerde gefüllt werden. Diabei war man von der Überlegung ausgegangen, daß sich Bodenfrüchte, wie Kartoffeln, Obst, Gemüse u.djgl., in ,gewachsenen Kellerräumen besser frisch halten, da der gewachsene Boden auf diese Früchte einen günstigen Einfluß ausübt. Insbesondere .sollen -derartige Lehmbehälter bei Großstadthäusern zur Anwendung kommen. Es ist indessen eine Tatsache, daß in besondere Behälter gefüllte Erde nach kurzer Zeit austrocknet, und zwar selbst auch dann, wenn die Behälter durchbrochene Wandungen aufweisen. Solche ausgetrocknete Erde ist aber als tot zu bezeichnen; jedenfalls kann diese Erde nach kurzer Zeit die Eigenschaften verlieren, die die Frischhaltung der Früchte bedingen. Ferner ist die Beschaffung solcher Erdbehälter und das Ein- und Auswechseln dieser mit :großen Umständen verbunden.
  • Für Großbetriebe, beispielsweise für Güter, die sich besonders mit der Erzeugung von Saatkartoffeln befassen, hat man vorgeschlagen, Lagerhallen für die Überwinterung vornehmlich von Frühkartoffeln in die Erde einzubauen, in denen besondere luftige Keimkästen aufgestellt werden, um auf diese Weise monatelang eine gleichmäßig tiefe Temperatur zu erzielen. Dabei soll im Frühjahr ohne künstliche Erwärmung nur unter dem Einfluß des Sonnenlichts in kurzer Zeit eine gleichmäßige Vorkeimung, und -zwar die Entwicklung kurzer grüner Keime, erreicht werden. Es ist also festzustellen, daß dieser Vorschlag nichts mit dem Gedanken zu tun hat, für Haushaltungen insbesondere in Großstädten eine bessere Frischhaltung der eingekellerten Feldfrüchte zu bewirken.
  • Die Erfindung dagegen bezieht sich auf eine Lagerstätte, wie sie in erster Linie für Haushaltungen, so auch Großstadtwohnungen eingerichtet werden soll, um die eingekellerten Früchte vor dem Verderb zu schützen. Dabei wird ebenfalls von der Erkenntnis ausgegangen, daß die ins Erdreich eingelagerten Früchte sich monatelang frisch halten, wie auch im Landwirtschaftsbetrieb im allgemeinen solche Früchte zur überwinterung in Mieten aufbewahrt werden. Der grundsätzliche Unterschied der Erfindung gegenüber den bekannten Vorschlägen besteht darin, daß :gemäß .der Erfindung die Lagerstelle außerhalb der ,äußeren Fundamentmauern eines Hauses angelegt wird, so daß sie eine in Tiefe, Breite und Höhe .dem zugedachten Fassungsvermögen entsprechende Nebenkammer des Kellers bildet, die durch eine verschließbare öffnung vom Keller aus zugängig ist. Das Besondere besteht dabei ferner noch darin, daß die Grundfläche dieser Nebenkammer von der Sohle des ausgeschachteten Erdreichs gebildet wird, die auch dauernd mit dem um das. Mauerwerk hertun anstehenden Erdreich in unmittelbarer Verbindung bleibt, so daß .die die Grundfläche bildende Erde dauernd die richtige Feuchtigkeit erhält, d. h. weiter lebt, und so auf die Duner :die zur Frischhaltung der Früchte erforderlichen Eigenschaften besitzt. Die Seitenwände und die Decke der Lagerstätte werden aus Ziegelmauerwerk oder Beton ,gebildet, wobei die Decke wenigstens 1/,m unter der Erdschicht zu liegen kommt, so daß die Lagerstätte wie ein Berg- oder Felsenkeller nur geringen Temperaturschwanklingen unterworfen isst. Die Seitenwände der Kellernebenkammer werden dabei tiefer als die Bodenfläche der Kammer in das Erdreich herabgeführt, um eine Ansammlung von Wasser in der Kammer zu verhüten. Durch Vorsehung einer entsprechenden Lüftungsanlage werden auf diese Weise insgesamt die besten Voraussetzungen für eine einwandfreie Aufbewahrung insbesondere von Feldfrüchten ;geschaffen, wobei der besondere Wert darin gesehen wird, daß eine solche L agcrstätte in den weitaus meisten Fällen auch schon bei bestehenden Wohnhäusern nachträglich noch vorgesehen werden kann.
  • In der Zeichnung ist ein A.usführungsheispiel des Erfindungsgegenstandes in Abb. i im Querschnitt und in Abb. 2 im Grundrlß (Schnitt nach Linie A-A der Abb. i) wiedergegeben.
  • Der Keller a ist durch die z. B. durch einen Unterzug abgestützte öffnung b in der äußeren Hausfundainentwand c mit dem Raum d verbunden, der durch den Boden e, Seiten- wände f, Längswand u und Decke h begrenzt wird und gänzlich innerhalb des das Fundamentmauerwerl> umgebenden Erdreichs liegt. Während Längswand, Decke und Seitenwände vollkommen wasserdicht und auch in Rücksicht auf ihre Entlastungsmöglichkeit .ausgebildet sind, wird die Boden$ächee von der Sohle des ausgeschachteten Erdreichs gebildet und ohne jeden Belag gelassen. Zweck-mäßig sind die Längswand o- und Seitenwände fbis ein Stück unter die Schachtsohle e durchgeführt und ist die Bodenfläche e so im Gefälle angelegt, daß z. B. bei starker Regenzeit eindringendes Wasser zu einer Sammelrinne und von hier durch entsprechende Leitung zu einem Entwässerungskanal des Kellers abfließen kann, -während durch eine gering ansteigende Schräglage der Decke k zur öftnung b für eine Entlüftungsmöglichkeit gesorgt wird.
  • Dieser Aufbewahrungsraum d kann nun sowohl für die gleichzeitige Aufbewahrung von Kartoffeln als auch anderen Feldfrüchten oder sonstigen Dingen dienen, indem er in mehrere Räume unterteilt wird. Die Kartoffeln können einfach auf den etwas schrägen Erdbodene gelagert werden, während anderes Lagergut z. B. auch finit Hilfe von auf den Boden aufgesetzten Rosten aufb.eivahrt werden kann. Dabei kann die öffnung b auf verschiedene Weise verschlossen werden. Für den Raum zur Kartoffelaufbewahrung gelangen zweckmäßig sich in bekannter Weise seitlich in U-Eisein i führende Bretter k zur Anwendung, die hochkant aufeinandergelegt werden und so eine jeweils leicht auf- und ab. baubare Wand bilden, in der das. unterste Brett -eine verschließbare Schurrel zur Entnahme der Kartoffeln aufweist.

Claims (3)

  1. PATCNTANSPRÜcnR: r. Lagerstätte zur Aufbewahrung von Kartoffeln, Gemüse u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß auf#erhalb der das ErdgeSchoß tragendenFundamentmauerneines Hauses eine dem gedachten Fassungsvermögen entsprechende, im Erdreich eingebettet liegende Nebenkammer des Kellern angeordnet ist, deren Bodenfläche von der Sohle des ausgeschachteten Erdreichs gebildet wird und die durch eine verschließbare öffnung vom Keller aus zugänglich ist.
  2. 2. Lagerstätte nach Anspruch i, dadurch .gekennzeichnet, daß wasserdichtes Ziegelmauerwerk oder Beton die Seitenwände und die Decke bilden, wobei letztere nicht weniger als 1/2 m Unter der Erdoberfläche liegt.
  3. 3. Lagerstätte nach Ansprüchen z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der Kellernebenkammer in eine größere Tiefe als die Bodenfläche herabgeführt sind und letztere zur Vermeidung einer Wasseransammlung im Gefälle angelegt ist.
DED73360D 1936-08-25 1936-08-25 Lagerstaette zur Aufbewahrung von Kartoffeln Expired DE680477C (de)

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DE680477C true DE680477C (de) 1939-08-30

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DE (1) DE680477C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2519143A1 (de) * 1975-04-30 1976-11-11 Heinrich Reinhold Roth Vorratsspeicheranlage

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2519143A1 (de) * 1975-04-30 1976-11-11 Heinrich Reinhold Roth Vorratsspeicheranlage

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